Google muss in Russland bis 18. November Lösung für vorinstallierte Android-Apps finden

6. Oktober 2015 Kategorie: Android, Google, Internet, geschrieben von:

artikel google logoGoogle im Visier der russischen Kartellbehörden, davon berichteten wir Mitte September. Die Strafe, die damals im Raum stand, waren bis 15 Prozent von Googles Gewinnen in Russland, sollte Google die Verträge mit Android Hardware-Herstellern nicht dahingehend ändern, dass die eigenen Apps bevorzugt behandelt werden. Die Vorinstallation der Google-Apps auf Android-Smartphones ist das Problem, Yandex, Googles großer Konkurrent in Russland, fühlt sich dadurch benachteiligt. Yandex bietet ähnliche Apps wie Google an, weshalb der Fall auch erst ins Rollen gebracht wurde. Yandex zeigte sich Mitte September zufrieden mit der Entscheidung der russischen Kartellbehörde FAS.

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Bis 18. November hat Google nun Zeit, die Verträge mit den Herstellern zu ändern, sodass Google-Apps nicht mehr prominenter platziert werden als die der Konkurrenz. Sollte Google diesen Änderungen nicht nachkommen, wird bereits erwähnte Strafe fällig, berichtet Reuters. Google selbst äußerte sich nicht zum Thema, erklärte gegenüber der russischen TAS, das man erst einmal das Statement der Kartellbehörde untersuchen müsse.

Yandex fühlt sich durch die Entscheidung gestärkt und wird auch bei Berufung weiter am Ball bleiben. Man wolle einen fairen Markt, diese Ansicht würden auch andere Firmen außerhalb Russlands teilen. Der Stichtag ist also der 18. November, spätestens dann sollten wir wieder etwas von dem Fall hören.


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