Google Glass Enterprise Edition: FCC zeigt sie in voller Pracht

29. Dezember 2015 Kategorie: Google, Hardware, geschrieben von: Sascha Ostermaier

artikel_glassAnfang des Jahres stellte Google das Google Glass Explorer-Programm ein. Die smarte Brille sollte überarbeitet werden, der Fokus auf den Einsatz in Unternehmen gelegt werden, aber auch eine Variante für den Normalo soll in der Mache sein. Die Enterprise Edition tauchte nun bei der Zulassungsbehörde FCC auf, Google selbst hat bisher kein neues Modell offiziell vorgestellt. Während das Design grundlegend an das der Google Glass Explorer Edition erinnert, gibt es doch ein paar Auffälligkeiten, die neu sind. Die Enterprise Edition lässt sich zum Beispiel zusammenklappen, jeder Brillenträger weiß, wie essentiell das eigentlich ist, sei es zum Transport oder auch zu einfachen Ablegen.

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Die neue Version der Google Glass besitzt zudem ein größeres Prisma, was natürlich für ein größeres sichtbares Bild sorgen sollte. Andere Änderungen sind eher kleiner Natur, der Powerbutton ist an eine besser erreichbare Stelle gewandert und Google Glass ist auch gegen Stöße geschützt, also robuster verarbeitet als die Explorer Edition. Bei der Nutzung der Kamera leuchtet sich ein Licht zu, unklar ist hier, ob zur zusätzlichen Beleuchtung oder als „Aufnahmesignal“ für andere.

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Im Inneren des Gadgets hat Google auch Hand angelegt. Ein stärkerer Akku ist vorhanden, außerdem gibt es ein besseres Hitzemanagement. Der Prozessor stammt nun von Intel, ein Atom-Modell wird eingesetzt. Google hat die Enterprise Edition noch nicht offiziell vorgestellt, 9to5Google geht davon aus, dass Glass for Work-Partner ihre eigene Software noch vor der Auslieferung von Google auf die Brille spielen können. Google soll die Enterprise Edition auch ausschließlich an diese Partner verkaufen. Zu welchem Preis, ist nicht bekannt.

Die Diskussion um Google Glass hat ja mit der Einstellung des Explorer Programms ein schnelles Ende gefunden. Die einen waren enttäuscht, die anderen froh. Dass Google es hier nun langsam angehen lässt – das Explorer Programm hat ja eigentlich gezeigt, dass die Menschen noch nicht bereit für ein solches Gadget sind – ist meiner Meinung nach die beste Lösung, um das Projekt nicht komplett auf Eis legen zu müssen.


Über den Autor: Sascha Ostermaier

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