Google Chromecast: der 35 Dollar Streaming-Stick

24. Juli 2013 Kategorie: Android, Google, iOS, geschrieben von: caschy

Google hat auf dem heutigen Event Chromecast vorgestellt. Dieser Dongle wird mittels HDMI an den TV angeschlossen und erlaubt es euch, Google Movies, YouTube-Videos oder auch Netflix-Videos auf den TV zu streamen.

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Das Ganze funktioniert übrigens nicht nur mit dem Android-Smartphone, sondern tatsächlich auch mit dem iPhone. Partner können in ihre Apps den Chromecast-Support einbauen (Google Cast SDK), quasi Googles Antwort auf Apples Airplay. Zum Abspielen der Videos muss das Display  des Smartphones nicht zwingend an sein, ebenfalls lassen sich andere Apps, wie zum Beispiel Gmail nutzen. Nur Videos? Nö – natürlich auch Musik aus Google Music.

Bildschirmfoto 2013-07-24 um 18.50.46Funktioniert nicht nur vom Smartphone aus, sondern auch über Google Chrome am PC oder Laptop. Hier kann man sogar (Achtung, Beta-Feature!) Chrome-Tabs, also Webseiten auf den TV beamen. So kann ein Tab am TV angezeigt werden, am Rechner aber ein anderer geöffnet und betrachtet werden.

Bildschirmfoto 2013-07-24 um 18.56.04Durch das Vorhandesein eines SDK und der Möglichkeit unter Android und iOS zu entwicklen, wird das eine ganz spannende Kiste denke ich. Meiner Meinung nach sollte Google noch die Hardware-Technik freigeben. Dann können Zubehör-Hersteller dies in ihre Lautsprecher einbauen.

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Zu bestellen ab heute in den USA für 35 Dollar, andere Länder werden angekündigt.

Ob ich das spannend finde? Persönlich nicht, da habe ich selber andere Lösungen, aber als Zubehör IN Lautsprechern und Co, wäre es sofort gekauft. Für Android-Nutzer die das Streaming bislang vermissen, sind die 35 Dollar aber eigentlich eine Pflicht-Ausgabe ;)


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39 Kommentare

Stefan König 24. Juli 2013 um 19:29 Uhr

Geile Sache – wenn es auch nur halb so toll wie dargestellt funktioniert!

Der Fragende 24. Juli 2013 um 19:33 Uhr

kann man mit dem Chromecast-Stick den TV auch als richtigen “Bildschirm” für das Smartphone/Tablet nutzen?

Flo 24. Juli 2013 um 19:34 Uhr

Ich finds super, dass Google alle Systeme unterstützt und nicht nur das eigene Ökosystem. So kann ich hald sicher sein, dass ich das Teil in 2 Jahren, wenn ich vllt zu iOS switchen will, immer noch funktionert.
Bei den “anderen Lösungen” aka Airplay muss ich auch Apple Hardware kaufen, damit ichs vernünftig nutzen kann.

Wirklich Hut ab Google für diese Entscheidung. Wär schön wenn alle so denken würden…

Chris 24. Juli 2013 um 19:54 Uhr

Ziemlich interessantes Feature… Allerdings frage ich mich, wie man HD-Auflösung dann über Wifi bringt… Außerdem würde es mich interessieren auch eigene Filme auf dem PC zu streamen, denn dafür habe ich aktuell noch keine gute Lösung gefunden…

Stefan B 24. Juli 2013 um 20:14 Uhr

“wird das eine ganz spannende Kiste denke ich” – “Ob ich das spannend finde? Persönlich nicht”

Ja was denn jetzt, Caschy?

Daniel 24. Juli 2013 um 20:19 Uhr

Wenn man damit auch Musik etc vom NAS steuern kann, bzw mit meinem Nexus 4 ist der Stick gekauft.
Find die Idee dahinter ganz nice :)

vacuu 24. Juli 2013 um 20:22 Uhr

Für mich absolut interessant. Bin sehr gespannt. Auch wenn ich mir grade ziemlich naiv vorkomme, habe ich dank DRM in 4.3 doch die Hoffnung dass Sky endlich ne Android App rausbringt. Und dann direkt mit Chrome Cast.
Hoffe auch es wird eine gute Möglichkeit geben, Fotos zu übertragen. Und wenn es mit Picasa wäre.

Felix 24. Juli 2013 um 20:25 Uhr

@Caschy: Wieso in einigen Wochen? Laut Stefan Keuchel auf meine Nachfrage: “Das Nexus 7 wird “in wenigen Wochen” in DE erhältlich sein. Chromecast ist leider erstmal US only….” Das klingt nicht so positiv.

Philip 24. Juli 2013 um 20:27 Uhr

habe ich das richtig verstanden?
- über das chromecast können nur web inhalte gestreamt werden? filme/bilder/musik, gespeichert auf dem handy/tablet/pc kann nicht gestreamt werden, oder? (gut, dafür gibt es ja auch dlna usw..)
- mit dem chrome browser kann man aber alle webinhalte auf das chromecast streamen, also auch videos über die internetseite von zattoo, ard, usw.? kann man auch eingebettete videos wie von putlocker also flash und html5 zeug darüber auf dem tv abspielen?

Ernst 24. Juli 2013 um 20:30 Uhr

Ein Usb-Dongle für die Musik-Anlage wäre viel interessanter. Die steuerbaren Boxen kosten ein Haufen Geld. Google Chromecast ist zur Zeit nur Spielerei in meinen Augen.

Leif 24. Juli 2013 um 20:33 Uhr

@Chris
Das ist gerade der Vorteil des Sticks. Bei Airplay und Miracast wird der Bildschirm einfach nur gespiegelt, dass heißt das Gerät selbst muss das ganze Videosignal noch verarbeiten und dann an das Display senden. Bei diesem Stick kommt jedoch der Inhalt direkt aus dem Web, das Device gibt quasi nur noch die Anweisungen. Dadurch dass dieses ganze Encoding enfällt dürfte es deutlich flüssiger sein als AirPlay/Miracast, ist dafür aber halt auf Web Content beschränkt.

Leif 24. Juli 2013 um 20:35 Uhr

@Ernst
Wenn du nur Ton willst kannst auch Bluetooth nehmen, ist bei guten Geräten in der Qualität ebenbürtig. Aber an einen AV Receiver sollte man auch den Stick anschließen können, ist ja nur simples HDMI.

Matze.B 24. Juli 2013 um 20:38 Uhr

Klingt sehr interessant, bin gespannt was darüber in Zukunft alles für Dienste Möglich sind.
Ich persönlich schaffe das meiste auch so: SmartTV (u.a. Youtube App) + NAS bringen schon einiges an Möglichkeiten mit.

Jedder 24. Juli 2013 um 20:42 Uhr

Totgeburt. Warum? Weil ich nur Inhalte abspielen kann die online stehen, wie Google Movie und Music.
Für alles andere hat (fast)jeder seine Lösung.
Interessant wäre eine Möglichkeit auch vom NAS etc. zu streamen, so ist da nichts spannendes dran.

Leif 24. Juli 2013 um 20:45 Uhr

@Jedder Wenn Chrome auf dein NAS zugreifen kann kannst auch von deinem NAS streamen.

ekle 24. Juli 2013 um 21:45 Uhr

Das Ding hat eine API. es kann also auch z.b. der vlc auf Android so angepasst werden, das er zu dem Ding streamen kann. Und mich würde es gar nicht wundern, wenn die ganzen NAS-Anbieter jetzt eine APP raus bringen, damit direkt vom NAS gestreamt werden kann.

Galll0s 24. Juli 2013 um 21:58 Uhr

Für mich ist das ein besserer DLNA-Stick. Unverständlich, wieso Miracast (Echzeitspiegelung des kompletten Bildschrims) nicht funktioniert. Dann lieber sowas hier bestellen: http://www.amazon.de/gp/product/B00DXJH53A

Matze.B 24. Juli 2013 um 22:09 Uhr

Also für’s NAS gibt es doch schon DLNA Streaming und bei Synology gibt es z.B. für Video und Audio sehr schöne Apps. Ich kann man Tablet doch einfach an die Anlage anschließen, fertig.

vacuu 24. Juli 2013 um 22:11 Uhr

Du gehst anscheinend vollkommen falsch an die Sache ran. Wenn du Miracast willst, kauf dir den Miracast Dongle, den du gepostet hast. Mit Hilfe dieses Sticks verwandelst du dein Tablet/Smartphone/Laptop in eine Fernbedienung. Du kannst dein Handy ganz normal bedienen, während auf dem Fernseher dein YouTube Video läuft. Auch können andere anwesende Personen die YouTube Playlist bearbeiten. Kann bei Partys ganz nett sein.
Zudem ist das ganze Störungssicherer als Miracast.
Man muss verstehen, dass das zwei vollkommen verschiedene Herangehensweisen sind. Miracast Sticks gibts schon.
Mit Miracast wäre es wohl kaum für 35$ verfügbar.

kai 24. Juli 2013 um 22:37 Uhr

Eine funktionsfähige Alternative zu WIDI/Miracast wäre perfekt.

Mike 24. Juli 2013 um 22:49 Uhr

Warum ist man als Linux-Nutzer eigentlich wieder aussen vor? Gesagt wird “alle Systeme” und dann erwähnt man iOS, OSX, Android, Windows und ChromeOS. “Wir wollen keinen Zwingen, überall das selbe System installieren zu müssen” – “aber sie müssen schon ein uns genehmes nehmen, auch wenn wir alle Systeme sagen” fehlt da.

Gut, ich verstehs, kaum eine Linux-Distri nutzt Chrome, die nehmen alle Chromium. Ergo ist DRM mal wieder Schuld, na danke.

fkrone 24. Juli 2013 um 22:58 Uhr

Kommt es nur mir so vor oder ist das nicht eine verbilligte Wiedergeburt des Nexus Q (ich finde das Teil bis heute schick)?

Jü (@schousda) 24. Juli 2013 um 23:00 Uhr

Also andersherum fände ich das viel spannender: Den Inhalt des TV streamen und z. B. am Smartphone oder Notebook ansehen.

Fabian 24. Juli 2013 um 23:12 Uhr

Mal eine Verständnisfrage: Das Streamen über WLAN erfolgt über den Stick oder über den TV? Mein LG hat noch so ein paar Probleme mit WLAN und ein LAN Kabel will ich der Optik wegen nicht unbedingt verlegen. Wenn sich der Chromecast das selber per WLAN holt, wäre das perfekt :-)

Dominik 24. Juli 2013 um 23:31 Uhr

Mal wieder ziemlich überflüssig das Teil. Keiner will Musik über den Fernseher hören. Und YouTube hat jeder einigermaßen aktuelle TV auch so am Start. In einigen Jahren evtl. interessant, wenn Hersteller die Technik in ihre Gerätschaften integrieren (wie Airplay).

seq 24. Juli 2013 um 23:40 Uhr

Hi caschy, mein Thementipp für deinen Blog: Eine Übersicht aller aktuell verwendbaren Lösungen, um Inhalte vom PC/Laptop/Tablet/Smartphone auf den TV zu bringen. Ich blick nämlich langsam nicht mehr durch, welche Lösung was kann.

Ist es nicht so: Es gibt Wireless Display, Miracast, DLNA, Airplay (Muss die Quelle/der Sender dann von Apple sein?) als HDMI-Dongles und teilweise nativ vom TV unterstützt; es gibt Smart TVs mit eigenen (Web-)Apps und WLAN; es gibt HDMI-Dongles mit WLAN, eigener Fernbedienung & komplettem Android drauf und nun gibt es Chromecast. Und doch gibt es nichts, was wirklich alle Use-Cases *einfach und intuitiv* abdeckt?

Diese Use-Cases wären für mich zentral:
1. Bildschirm vom PC/Laptop kabellos auf dem TV spiegeln (für Dinge, die man eben nur lokal auf der Festplatte hat)
2. Bildschirm vom Tablet/Smartphone kabellos auf dem TV spiegeln (z.B. für Apps und Spiele, die auf dem Smartphone laufen und die ich, warum auch immer, in groß sehen möchte; oder für den Notfall, dass ich bei nem Bekannten Filme/Videos auf dem seinem TV abspielen möchte, die ich zu Hause mal schnell auf das Smartphone gezogen habe)
3. Bekannte und oft genutzte Cloud-Dienste direkt aus dem Web auf den TV bringen, ohne dass dafür ein PC/Laptop vorhanden sein muss oder das Smartphone Akku-Probleme bekommt (für unkomplizierten Couch-Nutzung von YouTube, Hangouts, Skype etc.)

Außerdem: Ein HDMI-Dongle wäre da hardware-technisch wahrscheinlich am einfachsten, jedoch wird das ganze beliebig komplex, wenn nun auch noch Musikabspielgeräte kabellos mit lokaler & Cloud-Musik versorgt werden sollen… :/

Mirco 24. Juli 2013 um 23:44 Uhr

@Dominik: Mein AV-Receiver hat HDMI-Eingänge – ergo könnte ich über den Stick sowohl reine Musik an meine Anlage streamen, als auch Videos, die dann vom AV-Receiver an den Fernseher geleitet werden… Find ich auf jeden Fall ne interessante Sache! Nur das Web-Only-Streaming ist irgendwie ziemlich bescheiden :(

g2-1f9d9a9efc2f523b2f09629444632b5c 25. Juli 2013 um 00:10 Uhr

Habe mir mal die API angesehen:

Das Dongle ist ein Empfänger, der HTML, CSS und co. rendern kann. Außerdem versteht er ein paar Video und Audio-Codes. Seine Daten läd er sich via WLAN von einem (Web-)Server. Das Android, iOS oder Chrome-Gerät sendet nur Steuerbefehle, keine Video oder Audiodaten. Steuersignale können z.B. eine URL sein.

Jedoch scheint man die API so nutzen zu können, dass der Server, von dem das Dongle gespeist wird, lokal läuft. Man sollte also auch lokale Daten, evtl sogar den kompletten Screeninhalt vom lokalen Gerät senden können.

g2-1f9d9a9efc2f523b2f09629444632b5c 25. Juli 2013 um 00:11 Uhr

^Ist aber nur eine Vermutung nach Ansehen der API…

Alex 25. Juli 2013 um 08:08 Uhr

Für mich und unseren Dumb-TV wäre das schon ne scharfe Sache. Und bei dem Preis und der ungemein komfortablen Bedienung könnte ich mir sogar vorstellen, dass man sich das Teil noch an einen Smart-TV dranpappt.
Ich hoffe mal, auch deutsche Medienanbieter integrieren das System.

Cross 25. Juli 2013 um 08:13 Uhr

werd ich mir holen wenn es in deutschland aufschlägt

Voodoocode 25. Juli 2013 um 09:23 Uhr

Ich finde die Form des Sticks etwas ungünstig.
Wenn man einen anderen starren Gegenstand (Android Stick etc) im benachbarten HDMI Port hat, kommt der sich mit dem runden Ding in die Quere. Das war schon bei überbreiten USB Sticks Mist.

Bernd 25. Juli 2013 um 10:16 Uhr

Hm, finde den Dongle eher enttäuschend. Kein DLNA, kein Miracast.
Netflix bringt in GER nix.
Vimeo, Youtube kann schon jede XBMC/BoxeeBox abspielen.

Und zB hiermit: (Sorry für die Eigenwerbung):
https://play.google.com/store/apps/details?id=de.bernd.nfobrowser

bereits heute über Teilen in jeder Android App das Abspielen anstossen und steuern.

Das SDK hat jetzt das gleiche Problem wie AirPlay auf iOS, es muss sich erstmal in allen Apps die etwas zu teilen haben, etablieren.
Das kann dauern.

Mal sehen, ob sich Geräteseitig etwas für uns tut, also Maxdome oder Sky aufspringen…

Zumindest der Preis ist ja interressant, dafür gibt es allerdings von zB Youtube am Fenseher dann aber auch MASSIV mehr Werbung im Vergleich zu Youtube auf Tablet oder Smartphone.
Ob WLAN und HD-Material sich vertragen muss man auch noch abwarten, zumal Telekom und VDSL bei Youtube hier auch nur rumstottern :<

icancompute 27. Juli 2013 um 00:21 Uhr

Klingt doch an sich nicht übel. Wenn auch die Hardware von Google frei gegeben wird, könnte es was werden. Auf jeden Fall ist es eine günstige Möglichkeit, bestimmte Inhalte auf ein TV Gerät zu streamen, auf welchen die Onbaordlösung eher schwach ist.
Unser schön etwas älterer Samsung TV ist z.B. nur bedingt komfortabel für sowas nutzbar, da er für die nativen Smartphoneapps von Samsung nicht kompatibel ist und noch kein Smart-TV ist. Aber nur deshalb kaufe ich nicht einen neuen Fernseher.
Also einfach abwarten. Ich würde mir das Ding jedenfalls kaufen.


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