Fitnesstracker Withings Pulse betritt den deutschen Markt

27. Juni 2013 Kategorie: Hardware, Mobile, Wearables, geschrieben von:

Die Firma Withings ist schon seit Jahren auch auf dem deutschen Markt aktiv, seit 2010 verrichtet eine smarte Waage in meinem Badezimmer ihren traurigen Dienst, mich aushalten zu müssen. Die Waage könnte sogar mein Gewicht twittern, doch damit will ich meine werten Follower nicht belästigen, stattdessen kann ich mittels App immer schauen, wie denn so der Gewichtsverlauf ist – nach besonders harten Grill-Wochenenden ist die Anzeige natürlich besonders deprimierend.

Seit heute gibt es ein weiteres Gadget auf dem deutschen Markt, welches Sporties und Couch Potatoes wie mich gleichermaßen ansprechen soll. Im Gegensatz zum Wettbewerb (zum Beispiel das Jawbone Up) setzt man hier auf andere Funktionalitäten und auf anderen Tragekomfort.

Der Withing Pulse verfügt über eine OLED-Display, welches per Touch bedient werden kann und hat mehrere Module. So findet ihr einen Schritt- und Kalorienzähler vor, könnt aber auch Dinge wie Höhenmesser, Schlafanalyse und Herzfrequenz nutzen. Zur Messung der Herzfrequenz ist auf der Rückseite ein Sensor eingelassen, auf den ihr euren Finger legt. Das Ganze zeige ich auch einmal im Video. Das zu sehende Ergebnis weicht ungefähr um den Faktor 10 ab, wenn man meine Herzfrequenz beim Fußball (gucken) messen würde. Das Gerät synchronisiert sich per Bluetooth mit der kostenlos erhältlichen Gesundheitsbegleiter-App von Withings für iOS und Android, in der alle Daten gesammelt und in Echtzeit angezeigt werden.

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Der Withings Pulse ist mit seinen 43 mm nur etwa halb so groß wie eine Streichholzschachtel. Damit passt er in jede Hosen- oder Jackentasche. Alternativ ist ein Clip mitgeliefert, um den Tracker an Gürtel und Co zu befestigen. Auf der Vorderseite des Geräts befindet sich ein  OLED-Touchdisplay, mit dem man die 14-Tages-Historie der gesammelten Daten durchblättern kann.

Auch in der Nacht ist der Withings Pulse dabei: Er analysiert das Schlafverhalten, indem er Bewegungen aufzeichnet.. Daraus ermittelt das Gerät die nächtlichen Schlafzyklen. Am nächsten Morgen werden die erfassten Daten an die Gesundheitsbegleiter-App geschickt, mit der man seine Schlafmuster präzise auswerten kann. So stellt der Nutzer fest, wie seine körperliche Aktivität – oder ein Mangel an dieser – sich auf seinen Schlaf auswirkt.

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Um Datenverlust zu verhindern, verfügt der Withings Pulse über eine Batterielaufzeit von zwei Wochen zwischen den Ladeintervallen. Das Gerät kann mit dem mitgelieferten MicroUSB-Kabel am USB-Port eines Computers geladen werden. Der Power Save-Modus, bei dem der Withings Pulse mit Reservestrom betrieben wird, stellt dem Nutzer 24 Stunden zusätzliche Batteriedauer zur Verfügung, auch wenn das Display nicht eingeschaltet ist. So verliert der Nutzer keinen einzigen Messwert zwischen den Ladevorgängen.

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Der Withings Pulse macht auf mich einen smarteren Eindruck als es das Jawbone Up macht. Vor- und Nachteile findet man allerdings auf beiden Seiten. Das Jawbone Up kann unter der Dusche getragen werden, sieht zudem noch schicker aus. Dafür findet der Interessierte mit dem Withings Pulse mehr nutzbare Funktionen vor. Momentan liegt der Withings Pulse bei knapp 100 Euro. Ich denke einmal, dass diese Art der Fitnesstracker in einigen Jahre ausgestorben sein werden, sofern es wirklich einmal Smartwatches gibt, die diesen Namen auch verdienen. Denn diese werden sicherlich diese Funktionen inkludiert haben.


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