Firefox Developer Edition: Browser wird zum Rundum-Sorglos-Paket für Erstellung von Web-Apps

10. November 2014 Kategorie: Firefox & Thunderbird, Internet, Mobile, geschrieben von: Sascha Ostermaier

Anlässlich des 10. Geburtstags des Firefox-Browsers hat Mozilla auch schon eine Developer-Edition für den heutigen Tag angekündigt und abgeliefert. Diese steht ab sofort für Entwickler (und andere Interessierte) zur Verfügung. Entwickelt wurde sie speziell für Web-Entwickler, die Plattform-unabhängig Web-Apps gestalten wollen. Hierfür stellt Mozilla einen stabilen Browser zur Verfügung, der mit zahlreichen Tools ausgestattet ist, die man als Entwickler eben so benötigt.

FF_Dev

Das Tool Valence ersetzt hier den Firefox Tools Adapter. Mit Valence ist es möglich, eine App in verschiedenen Browsern zu testen, indem die Dev-Tools mit den Engines anderer Browser verknüpft werden. So können Apps für Firefox OS, Android, Chrome und Safari getestet werden. Bis jetzt beinhalten diese Tools Inspector, Debugger und einen Console & Style Editor.

WebIDE sorgt dafür, dass man Firefox OS-Apps direkt im Browser erstellen und debuggen kann, das ist auch mobil mit Firefox OS möglich. Man kann hier auf Templates zurückgreifen, um neue Apps zu erstellen, aber es ist auch möglich, Code von fertigen Apps zu laden und zu bearbeiten. Apps kann man dann auch direkt in einem Simulator starten und es stehen natürlich auch die Entwickler-Tools für das Debugging zur Verfügung. Wie der Simulator funktioniert, seht Ihr in folgendem Video.

Die Firefox Developer Edition beinhaltet auch Tools, die Web-Entwickler bereits kennen und schätzen:

– Responsive Design Modus: Auf diese Weise kann man prüfen, wie eine Web-App oder -Seite auf verschiedenen Bildschirmgrößen aussieht, ohne die Größe des Browser-Fensters ändern zu müssen.

– Page Inspector: Mit diesem Tool lässt sich der HTML- und CSS-Code jeder Seite anzeigen und auf einfache Weise Struktur und Layout einer Seite ändern.

– Web Console: Im Zusammenhang mit einer Webseite gesammelte Informationen werden angezeigt, über Web Console kann man mittels JavaScript mit einer Seite interagieren.

– JavaScript Debugger: Debugging-Tool für JavaScript hilft bei der Entdeckung und Behebung von Fehlern.

– Network Monitor: Das Tool überwacht alle Requests, die vom Browser ausgehen, wie lange diese benötigen und kann auch detaillierte Informationen zu den Requests anzeigen.

– Style Editor: Betrachten und Ändern jeglicher Style-Sheets ist mit diesem Tool möglich, auch kann man neue Styles erstellen und auf jede Webseite anwenden.

– Web Audio Editor: Mit diesem Editor kann man die Web Audio Schnittstelle in Echtzeit beobachten und ändern, sodass alle Audio-Elemente so funktionieren, wie man es sich vorstellt.

Ihr seht, Entwickler bekommen mit der Developer Edition von Firefox ein sehr mächtiges Werkzeug, das zahlreiche Tools unter einem Dach vereint. Man sollte damit auf jeden Fall schneller entwickeln können, als wenn man verschiedene Programme nutzt, da der Wechsel zwischen den verschiedenen Elementen den Workflow nicht unterbricht.

Den Download und ausführliche Informationen zur neuen Firefox Developer Edition findet Ihr an dieser Stelle.



Quelle: Mozilla Hacks |
Über den Autor: Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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10 Kommentare

Carsten 10. November 2014 um 20:50 Uhr

Nettes Spielzeug … Lass ich gleich mal gegen Chrome Canary antreten.

N-Rico 10. November 2014 um 20:52 Uhr

Aus meiner Sicht überflüssig. Der Browser soll Browser bleiben, für alles andere gibt es Erweiterungen. Ich, und die meisten anderen Webentwickler, die ich kenne, setzen seit Jahren auf Firebug.

Gouryella 10. November 2014 um 21:01 Uhr

@ N-Rico:
Umso besser, dann gewöhn dich schonmal an den Gedanken, dass du diesen neuen Browser umso häufiger brauchen wirst. Laut Sören wird Firebug 3.0 nicht mehr eigene Werkzeuge mitbringen, sondern auf den Firefox-Tools aufsetzen.

https://www.soeren-hentzschel.at/mozilla/firefox/2014/11/10/firebug-3-alpha-neues-firebug-baut-auf-firefox-werkzeugen-auf/

N-Rico 11. November 2014 um 07:03 Uhr

@Gouryella:

Das befürworte ich trotzdem. Wozu muss das Firebug Team das Rad jetzt noch neu erfinden, wenn es die Logik bereits gibt und man sich in diese einklinken kann? Sie nutzen weiterhin ihre Oberfläche mit neuem Core. Für jeden Entwickler keine Umgewöhnung. Allerdings wäre es mir lieber, wäre der Firefox von zu Haus aus schlank und würde sich auf das Wichtigste konzentrieren. Aber gut, die Konkurrenz macht es ja auch nicht anders.

Slider-Override 11. November 2014 um 08:02 Uhr

Gibt es den Theme auch für die Finale Firefox version ?

Gouryella 11. November 2014 um 10:32 Uhr

@Slider-Override: Nope, DevEdition exklusiv.

Andi 11. November 2014 um 11:40 Uhr

Gibt’s den auch portabel?

Andreas 11. November 2014 um 12:57 Uhr

Kann man den parallel zum „normalen“ FF installieren?

Andreas 11. November 2014 um 13:22 Uhr

Zur Info: „Die neue Developer Edition lässt sich dank getrennter Nutzerprofile auch parallel zu anderen Versionen des Browsers nutzen.“


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