Facebook führt eigenen Marktplatz zum An- und Verkaufen ein

3. Oktober 2016 Kategorie: Internet, Social Network, geschrieben von: André Westphal

artikel_facebookJeder kennt sie: Im sozialen Netzwerk Facebook gibt es im Grunde für jede größere Stadt auch Gruppen, die vor allem den An- und Verkauf von Krimskrams dienen. Das ist auch Facebook selbst bewusst, so dass man nun aktiv daraus Kapital schlagen möchte – nicht indem man die Gruppen monetarisiert oder gar auflöst, sondern indem man einen eigenen Marktplatz einführt. Der Marktplatz soll dann als zentrale Anlaufstelle zum An- und Verkauf dienen. Zum Marktplatz sollt ihr in Zukunft über ein Shop-Zeichen am unteren Rand der Facebook-App gelangen. Nach dem Öffnen sollen dann Verkaufsfotos von Artikeln aus der Nähe locken.

Jeder Nutzer des Marktplatzes kann aber auch allgemein über Filter nach Ort, Kategorie und Preis herumstöbern. Als Beispiel-Kategorien nennt Facebook selbst z. B. „Haushalt“, „Elektronik“ oder „Kleidung“. Ihr könnt dabei sowohl gezielt in eurer eigenen Stadt als auch an anderen Orten suchen. Ein Klick / Tap auf das jeweilige Bild führt euch dann zu den Details über Produkt und Verkäufer. Es ist auch möglich, ähnlich wie bei eBay, den Gegenstand erstmal zu beobachten, um ihn später leicht wiederzufinden.

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Über den Marktplatz könnt ihr dem Verkäufer dann wahlweise direkt ein Angebot für seinen Artikel machen oder erstmal eine Nachricht senden, falls ihr noch Fragen habt. In Bezahlungs- und Versandabwicklung mischt sich Facebook dann übrigens nicht weiter ein. Das müsst ihr also selbst als Käufer bzw. Verkäufer miteinander ausmachen. Um zu verkaufen, müsst ihr wiederum nur ein Foto hochladen, Name, Beschreibung und Preis des Produkts angeben, den Standort bestätigen und eine Kategorie auswählen. Anschließend können euch potentielle Käufer Nachrichten schreiben oder Angebote unterbreiten. Laut Facebook spricht auch nichts dagegen parallel im Marktplatz Artikel anzubieten und sie gleichzeitig in die altbewährten Gruppen für den An- und Verkauf zu stellen.

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Eine Übersicht über alle Transaktionen findet ihr dann in einem eigenen Bereich. Im ersten Schritt erreicht der Facebook Marktplatz zunächst nur die USA, Großbritannien, Australien und Neuseeland über die Facebook-App für Android und Apple iOS. Allerdings will Facebook das Angebot in naher Zukunft auf weitere Länder ausweiten und es auch am Desktop verfügbar machen. Zum Zeitrahmen schweigt man aber noch. Somit dürfte der Facebook Marktplatz auch Deutschland erreichen – die Frage ist nur, wann das soweit sein wird.



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Über den Autor: André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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