Facebook Continuous Live Video: keine 90-Minuten-Begrenzung, aber auch kein Replay

24. Mai 2016 Kategorie: Social Network, Streaming, geschrieben von: Sascha Ostermaier

artikel_facebookFacebook Live kann man für Facebook als Volltreffer bezeichnen. Trotz dedizierter Live-Dienste wie Periscope oder Meerkat und trotz Konkurrenz durch YouTubes Livestreaming, wird das Angebot viel genutzt, das merke ich sogar, ohne Facebook aktiv zu nutzen. Die Live-Videos können nicht nur live, sondern auch im Nachhinein betrachtet werden. Allerdings hat die Sache einen kleinen Haken, Live-Sessions können nämlich maximal eine Länge von 90 Minuten haben. Während dies für den privaten Nutzer in den meisten Fällen völlig ausreichend sein dürfte, lassen sich längere Veranstaltungen oder Ereignisse so nicht übertragen.

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Das ändert sich nun, mit Continuous Live Video fällt diese 90 Minuten-Begrenzung weg. Kommt allerdings ebenfalls mit einem Haken. Nutzer können einen Livestream nicht mehr im Nachhinein anschauen und auch nicht stückchenweise in die Vergangenheit des Streams springen. Muss man als Broadcaster eben abwägen, was einem wichtiger ist. Verständlich ist dies, Facebook müsste Unmengen an Videomaterial speichern, wenn die unbegrenzten Livestreams für späteres Ansehen verfügbar gemacht würden.

Professionelle Broadcaster haben zudem die Möglichkeit, Facebook Live nicht nur über die mobilen Apps zu nutzen, sondern Ihr eigenes Equipment zu verwenden, um somit hochwertigere Streams erstellen zu können. Die Facebook Live API macht es möglich. Genutzt wird das auch schon, explore.org nutzt die Möglichkeit zum Beispiel für Livecams in der Natur. Onscreen Grafiken und Multi-Kamera-Streams sind ebenfalls über die Live API möglich, hier wird in nächster Zeit noch viel passieren.

Zwar ist Facebook später mit Live-Video gestartet als die Konkurrenz, allerdings hat Facebook den großen Vorteil, dass Live Video als Funktion integriert wird und nicht als eigenständiger Dienst auf Nutzerfang gehen muss. Für Broadcaster ist Facebook aber ebenso attraktiv, was ebenfalls mit der schieren Anzahl der Nutzer zusammenhängt.

(via TechCrunch)

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Über den Autor: Sascha Ostermaier

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