Europäische Kommission nimmt KeePass unter die Lupe

28. Juli 2016 Kategorie: Backup & Security, geschrieben von: caschy

artikel_keepassxUnter den kostenfreien Lösungen zur Verwaltung von Passwörtern und diversen Zugängen kristallisiert sich bei unseren Lesern immer ein Liebling heraus. KeePass. Die Software ist auf mehreren Plattformen einsetzbar, zudem gibt es Dritt-Tools zum Lesen und Schreiben der Datenbanken auf Android und iOS. KeePass ist seit Jahren das, was man „eine Bank“ nennt. Zwar nicht in allen Belangen überragend, aber dennoch eine empfehlenswerte Software. Nun nimmt sich die Europäische Kommission den kostenlosen Open Source-Passwortmanager vor. Das hat allerdings nichts mit einer Ausnutzung eines Monopols zu tun, stattdessen wird man einen externen Security-Audit durchführen, der alle Sicherheitsaspekte der Software ausloten soll.

Realisiert wird das Ganze nach einer Umfrage durch Joinup, der kollaborativen Plattform, die von der Europäischen Kommission und der Europäischen Union über das Interoperability Solutions for European Public Administrations Program  ins Leben gerufen wurde. Dass KeePass nun untersucht wird, ist das Ergebnis einer Umfrage. Hier standen diverse Open Source-Lösungen zur Auswahl, beispielsweise Filezilla, 7-zip oder auch der VLC Media Player. Getroffen hat es den Apache HTTP Server mit 18,7 Prozent der Stimmen – hinter dem Sieger KeePass, auf den 23,1 Prozent der Stimmen entfielen. Werden sicherheitskritische Lücken gefunden, so werden diese dem Entwickler mitgeteilt. Ganz unkritisch wird der Audit nicht beäugt, Matthias Kirschner, Vize-Präsident der Free Software Foundation Europe, teilt in seinem Blog mit, dass er Sorge habe, dass das große Budget keinen positiven Einfluss auf freie Software habe.



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Über den Autor: caschy

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