Erste Handfeuerwaffe über einen 3D-Drucker hergestellt

4. Mai 2013 Kategorie: Hardware, Internet, geschrieben von: Patrick Meyhöfer

Das wird wohl noch für einigen Diskussionsstoff sorgen, wenn sich dies tatsächlich später als praktikabel erweist. Forbes berichtet aktuell über den 25-jährigen Studenten Cody Wilson, der die erste Handfeuerwaffe hergestellt hat, die komplett aus einem 3D-Drucker kommt.
Waffe aus 3D-Drucker


Die gegründete Non-Profit-Organisation Defense Distributed hat die Waffe „Liberator“ aus 16 Einzelteilen zusammengesetzt. Dabei besteht die Waffe fast ausschließlich aus Plastik-Komponenten, bis auf einen hinzugefügten Nagel, der als Schlagbolzen dient. Zusätzlich hat man noch ein kleines Stück Stahl verbaut, damit die Waffe durch die Metalldetektoren erkannt werden wird, wie es ein US-Gesetz fordert.

Aktuell will man zunächst die tatsächliche Funktionsfähigkeit und Haltbarkeit der Waffe testen. Sollte dies soweit erfolgreich sein, plant man die Pläne frei verfügbar auf ihrer Webseite für jeden zur Verfügung zu stellen. Genau hier wird es natürlich problematisch, schließlich kann dann auch jeder die Waffe herstellen und auch die eingebaute Erkennung für die Metalldetektoren prinzipiell verhindern.

Schlussendlich fallen mit der Produktion der Waffe daheim auch alle gesetzlichen Kontrollen weg: Keine Seriennummer und notwendige Registrierung bei einer Behörde. Alles kann in der Garage daheim hergestellt werden.

Es bleibt abzuwarten, ob die Waffe aus dem 3D-Drucker tatsächlich funktioniert, erste Politiker in den USA erwägen jetzt eine Verschärfung um Plastik-Feuerwaffen gesetzlich zu verbieten, nachdem sich jetzt herausgestellt hat, dass dies nicht nur bloße Science-Fiction-Theorie ist. Wilson selbst möchte einfach in Erfahrung bringen wie groß das Potential einer solchen Idee tatsächlich ist. [via]

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43 Kommentare

macheath2o2 4. Mai 2013 um 13:11 Uhr

Das sind keine Neuigkeiten. Es gab im Netz wochenlang eine 3D-Druckvorlage für ein Sturmgewehr zum Download. Die konnte man vollfunktionsfähig machen, indem man ein paar frei erwerbbare Originalersatzteile einbaute. Soll mehrere 100 Schüsse standhalten, gibt auch youtube Videos von dem Teil.

namerp 4. Mai 2013 um 13:13 Uhr

Naja bei den Ammies sollte das ja keinen Unterschied machen da darf ja jedes Kleinkind rumballern mir richtigen Waffen.

Paul Peter 4. Mai 2013 um 13:26 Uhr

ob Plastik-Feuerwaffen in den USA verboten werden hängt von der us-amerikanischen Waffenlobby ab. Eine Verschärfung der Waffengesetze hat sie ja erfolgreich verhindert…..
Jedoch könnten die Plastik-Waffen die Umsätze und Gewinne der Waffenlobby vermindern:

http://www.tagesschau.de/ausland/houstonwaffenlobby100.html

Wixxer 4. Mai 2013 um 13:30 Uhr

Mhhh, ich würde gerne wissen wie stabil der “Lauf” ist, denn wenn es drinne richtig wummst, dann zerplatzt einem das Ding doch in der Hand.

Sicher kann man dies mit ein paar Handgriffen (Arbeitsgängen) noch stabilisieren, aber ohne “Mehrkomponenten” Bauweise – also nur als Kunststoff – wird das Teil eine einmal Waffe sein, zumindest für diejenigen, die ihre Hand behalten wollen.

Weiß jemand gegenteiliges zu berichten?

Hendrik 4. Mai 2013 um 13:51 Uhr

@macheath202:

Es ging hier nur um den sog. “Lower-Receiver”, das ist das genehmigungspflichtige Teil in den USA. Ausschließlich das wurde hergestellt.

@namerp:
Das ist Unsinn, das ist von Bundesstaat zu Bundesstaat unterschiedlich.

———–

Ich sehe hier generell kein großes Problem. Jeder mit etwas handwerklichem Geschick und einer Drehbank kann problemlos eine Schusswaffe herstellen, das ist dann zwar keine Präzisionswaffe die man auf 1000m verwenden kann, aber für böse Buben reicht das auch so völlig aus.

Abgesehen davon kann man auch problemlos auf dem Schwarzmarkt Waffen erwerben.

Hartmut Schmidt 4. Mai 2013 um 13:53 Uhr

Ich würde mir ja mehr Sorgen um Drehbänke und CNC-Fräsen machen als um Plastik-3D-Drucker.
Was kostet eine echte Waffe auf dem Schwarzmarkt? Mehr als ein 3D Drucker?

Hendrik 4. Mai 2013 um 13:54 Uhr

@Hartmut: Pistole kriegt man in Deutschland für ~ 500-600 Euro auf dem Schwarzmarkt. Je nach Zustand teilweise auch deutlich günstiger.

Tchooe 4. Mai 2013 um 14:04 Uhr

Muss man eigentlich alles tatsächlich machen, was möglich ist?
Und dann immer diese stereotype Ausrede, man wolle lediglich die Grenzen des Machbaren austesten.
Solche Leute haben meiner Ansicht nach ganz andere Probleme als das Potenzial eines 3D-Druckers.

BTW: Wenn ich Wilson richtig verstehe, geht es ihm darum, die Möglichkeiten des 3D-Druckers auszutesten, nicht um das Potenzial, das die Idee, eine Pistole zu drucken, hat.

macheath2o2 4. Mai 2013 um 14:14 Uhr

@Hendrik
Weder das Thema “hier” noch mein Kommentar bezog sich auf den “Lower-Receiver”. Es gab vor Monaten eine 3D-Druckvorlage eines fast vollständigen Sturmgewehrs, welches bei youtube in Aktion zu sehen war.

robert 4. Mai 2013 um 14:23 Uhr

Gibts für dier 3d Drucker eigentlich verschiedene Plastik-”treibstoffe” ? – kann mir nicht vorstellen, dass eine sorte allen Anforderungen genügt. Zumindest als Waffenwerkstoff sollte der zumindest thermisch ziemlich resistent sein, was aber wohl im Widerspruch zum Herstellen ist, soweit ich weiss wird das Druckplastik im 3d Drucker erhitzt (?).
Jedenfalls, ich würd meiner Hand so ne Plastikknarre nicht anvertrauen wollen, Rohrkrepierer inc.

erinnert mich übrigens ziemlich an den Film “in the line of fire” ..

macheath2o2 4. Mai 2013 um 14:43 Uhr

@Hendrik
Das ist dann wieder was anderes, als das was ich gelesen und gesehen habe. Das 3D-Drucker-Sturmgewehr welches ich kenne war komplett weiß, orientierte sich nicht an der M16 und hat vollautomatisch deutlich mehr als sechs Schuss abgeben können.

Hendrik 4. Mai 2013 um 14:47 Uhr

Äußert unwahrscheinlich bis unmöglich. Verschluss und Lauf sind da extremen Belastungen ausgesetzt, das ist bei den 3D-Druckermaterialien unmöglich. Nur als Beispiel: Im Lauf herrschen beim Abfeuern einer z.B. 7,62x51mm Patrone Drücke bis 3200 Bar, bei 5,56x45mm ist das nicht viel weniger. Wäre der Lauf aus Plastik, hätte es den da beim ersten oder zweiten Schuss zerlegt.

Das was du gesehen hast wird eher ein Fake o.ä. gewesen sein.

macheath2o2 4. Mai 2013 um 15:25 Uhr

Nein, das war kein Fake, ich sagte ja zu Beginn schon, dass ein paar Original Ersatzteile schon noch dazu gekauft werden mussten. Aber ist auch egal

Sven 4. Mai 2013 um 16:07 Uhr

Famoser Artikel,

fasst schon auf Spiegel Online Niveau zu dieser Thematik. Ehrlich, bitte wenn Ihr etwas zu solchen Themen schreiben wollt, von denen Ihr keine Ahnung habt (ist ja auch nicht schlimm, ist ja ein sehr gutes IT-Blog), dann fragt doch jemanden den Ihr kennt oder lasst es.

Wie schon mehrfach hier in den Kommentaren zu lesen war, ist eine solche Waffe nur TEILWEISE möglich. Bei der ersten so geprinteten Waffe, eine AR-15, war es NUR der Lower Receiver. D.H. im Grunde das Griffstück mit Abzugsvorrichtung. Aus US-amerikanischer Sicht, ist das auch logisch, da die Lower Receiver in einigen Staaten kontrolliert werden (also z.B. Seriennummern enthalten), der Upper Receiver, also Lauf und Verschluss nicht. DIESE TEILE SIND AUS METALL. HER WIRD DAS TREIBMITTEL DER PATRONE GEZÜNDET UND HEISSE GASE ENTSTEHEN!

Das gleiche ist hier auch wieder bei der Pistole. Natürlich ist es im Forbes Arikel nicht schön rausgearbeitet, aber da steht klar, das man den Barrel also den Lauf austauschen kann. Hier ist gemeint, das der Lauf und Verschluss aus Wechselsystemen (aus Metall) in die Plastik Abzugsvorrichtung eingebracht werden.

Wer sich das Foto anschaut, erkennt das auch sofort. Es handelt sich um das Griffstück mit Abzugsvorrichtung. NICHT UM EINE PISTOLE ALS GANZES! Lauf und Verschluss sind auch weiterhin aus Metall. Der REst ist Geschwätz.

In Deutschland sind (wie gesagt im Gegensatz zu US) Lauf und Verschluss wesentliche Baugruppen JEDER Waffe und fallen somit unter das WAFFENGESETZ und sind NICHT frei verkäuflich.

VG
Sven

Sven 4. Mai 2013 um 16:11 Uhr

@macheath2o2:
NEIN, es gibt keine REINE 3D-Plastikdruck-Waffe die auch NUR EINEN Schuss aushält.Und EIN PAAR ORIGINAL ERSATZTEILE heißt konkret, die wesentlichtsten Bauteile der Waffe!!! Verschluss und Lauf! Den Rest kann ich mir auch mit nem Nagel der durch den Verschluss passt und nen Hammer draufhauen bauen!

vete pa la pinga 4. Mai 2013 um 16:12 Uhr

Das macht keinen Sinn, man kann sich auch eine Armbrust kaufen, um anderen in den Kopf zu schießen. Das ist sogar völlig legal, wenn es sich um Notwehr handelt!!!!

( http://www.youtube.com/watch?v=ghzt2vvQaZQ

Mountain Lion crossbow kill
http://www.youtube.com/watch?v=NCoGVzqCimw&list=FLOzHUxNNWiAFSZ6vnJElkuQ&index=1 )

Mal abgesehen davon, das es eine bizarre Bürgerrechtler Diskussion in den USA ist, mich würde echt interessieren,

wie die nächsten Generationen der 3D Drucker aussehen – bisher kann man ja nur mit mittelwertigen Plastik drucken.

Vor allem, was das für Effekte auf die Wirtschaft hat. Werden dadurch leute hier und in Asien Arbeitslos, kann man sich dann in 20 Jahren das eigene Privatflugzeug aus Carbon, Graphen und neu entwickelten Metall dank der Nanotechnologie samt Turbinen ausdrucken und zusammstecken

macheath2o2 4. Mai 2013 um 16:56 Uhr

Also Sven, da du ja so viel Ahnung hast, wundert es mich schon etwas, dass du in deiner Aufklärungsrede nicht einmal das Wort Feuerwaffe benutzt. Nämlich doch, es gibt reine Plastikdruck-Waffen und sind leicht zu realisieren, sobald innerhalb der Waffe mechanisch Luft verdichtet wird.

brick 4. Mai 2013 um 17:03 Uhr

@Sven
In den Kommentaren zu dem Forbes Artikel hat der Autor noch einmal eindeutig klargestellt, daß der Lauf aus Plastik ist.

Andy Greenberg, Forbes Staff, AUTOR:
“Rob, the barrel of the gun is made of ABS plastic, as I wrote in the story.”

fea 4. Mai 2013 um 17:31 Uhr

als ob man erst seit 3D druckern waffen herstellen könnte….

pengpuf 4. Mai 2013 um 17:33 Uhr

Musste der arme nicht schon einmal alle Drucker bei der Leasing Firma abgeben? Ist doch echt ein altes Thema..

Sven 4. Mai 2013 um 17:34 Uhr

Zuerst mal ein großes Mea Culpa: Natürlcih, wie konnte ich nur so unfähig sein und von Waffe im Kontext dieses Artikels sprechen, bei dem es um eine Pistole bzw. AR-15 Klon ging. Natürlich gibt es Plastik Waffen. Z.B. Plastik-Messer oder Plastik, welches man jemandem so tief in den Hals … Wegen mir auch Plastik-CO2-Druckwaffen oder ähnliches.

Aber hier hast macheath2o2 natürlich völlig recht, ich meinte Schusswaffen. Ich denke im Kontext war dies ersichtlich. Aber bitte sehr wir wollen Korinthen k…ken.

Ich bin ganz sicher KEIN Experte für Schusswaffen, weit davon entfernt, zumindest habe ich mal vor geraumer Zeit meine Waffen- und Sachkundeprüfung abgelegt und zumindest das Grundprinzip einer Schusswaffe sowie die in Deutschland geltende Rechtsbestimmungen kenne ich.

Bei der im Artikel erwänten Waffe handelt es sich um eine Schusswaffe. Der Autor behauptet er könne damit normlae Patronen (= Treibladung) daraus verschiessen und ja mir ist es sogar wurscht, ob es sich um Zentralfeuerpatronen oder Randfeuerpatroenne handelt und welches Geschossgweicht und Treibladung er dabei verwendet. Solang er eine handelsübliche Klein- oder Großkaliberpatrone dafür hernimmt.

Und genau da endet die ganze Geschichte. Derzeitig verfügbare Kunstoffe halten weder den Druck noch die Hitze der ferigesetzten Gase beim abbrennen der Treibladung aus. (Zumindest nicht , wenn es sich um Kllone gängiger Waffensysteme geht, vielleicht wären Abwandlungen im strukturellen Aufbau möglich, sprich Kanone aus Kunststoffe um eine Patrone zu verschiessen).

Und an brick: NEIN, diesen Kommnetar gab es schon bei der AR-15 Klon Geschichte vor ca. einem Jahr. Was herauskam war das viel zitierte ABS steht für Advanced Barrel System, einem ganz normalen Lauf aus Metall.

Bitte, bitte geht in Euren örtlichen Schützenverein oder auf ein Forum zum Thema Jagd oder Sportschießen, beschreibt kurz was der Autor hier behauptet KOMPLETTE SCHUSSWAFFE MIT LAUF UND VERSCHLUSS AUS KUNSTOFF und fragt einfach höflich was davon zu halten ist.

Dann fragt als nächstes vielleicht noch nach wie es sich mit Lauf und Verschluss rechtlich in manchen US-amerikanischen Staaten der Erwerb und Besitz gehandhabt wird im Vergleich zur Abzugsvorrichtung. Ich bin mir sicher Ihr werdet den Unterschied dann klar erkennen.

VG
Sven

PS: Wenn ich in diesem Fall leicht sauer auf die Kommentare reagiere, dann ist dies nur einem Umstand geschuldet. Den immer wieder unglaublich schlecht recherchierten Artikeln zu diesem Thema wie so Kracher, dass der Waffenschein = Waffenbesitzkarte wäre.

masi 4. Mai 2013 um 18:32 Uhr

Man sollte vllt. auch zu dem Projekt verlinken. Das ganze läuft nämlich schon eine weile und es gibt auch schon andere 3D Waffen. Leider sind bisher alle nach wenigen Schuss kaputt gewesen. Daher hier vllt die erste “marktreife” 3d waffe. Übrigens soll es demnächst auch automatische Waffen geben. Die einzelnen Teile gibts schon zum Download.
http://defdist.org

// notice: dieser beitrag ist wertungsfrei. ich bin mir noch nicht sicher, ob ich das ganze gut oder schlecht finden soll. verhindern wird man es zumindest nicht können.

Hendrik 4. Mai 2013 um 18:41 Uhr

Waffen sind Werkzeuge, sie sind nicht gut oder böse. Der Mensch dahinter ist es.

masi 4. Mai 2013 um 20:04 Uhr

@Hendrik

das problem ist doch: gelegenheit macht diebe. es gibt viele die schnell ausrasten. wenn die dann gerade eine waffe einstecken haben ist das unheil vorprogrammiert.

vor so etwas habe ich mehr angst als vor geplanten taten. die wird man ohnehin nie verhindern können. wo eine nachfrage ist gibt es immer ein angebot.

Captain Code 4. Mai 2013 um 21:16 Uhr

ist ja nicht so, als ob man das nicht schon mit fräsen gekonnt hätte

masi 5. Mai 2013 um 08:35 Uhr

@Captain Code

ich glaube nicht, dass alle 10-jährigen in der lage wäre mit hilfe einer fräse eine funktionsfähige pistole herzustellen. mit ‘nem 3d drucker, die auf dem vormarsch sind und in den nächsten 5-10 jahren wohl bei den meisten verfügbar sein werden, ist das jetzt aber realistisch.

JSG 5. Mai 2013 um 12:00 Uhr

@vete pa la pinga: Ein wenig weit oben, dein Beitrag, aber zur Klarstellung: In Notwehr (und wenn es kein Exzess ist) mag man mit einer Armbrust wie mit jeder Waffe schießen dürfen, der Besitz erfordert in Deutschland dennoch einen Waffenschein! Anders nur Bögen.

Hendrik 5. Mai 2013 um 12:01 Uhr

Ein Waffenschein würde sowieso nicht benötigt werden, wenn dann eine Waffenbesitzkarte. Aber auch das wird in diesem Fall nicht benötigt, da eine Armbrust auf der rechtlichen selben Stufe wie ein Luftgewehr steht:

http://de.wikipedia.org/wiki/Armbrust#Rechtliche_Situation_in_Deutschland

Freeman 5. Mai 2013 um 12:15 Uhr

Freie Menschen tragen waffen, nur Sklaven tragen keine!

(ebenfalls) André 5. Mai 2013 um 14:32 Uhr

wen interessiert, ob es verboten wird oder nicht, wenn man die dinger daheim herstellen kann? Oo die debatte wird an einem völlig falschen hebel angesetzt…

vete pa la pinga 5. Mai 2013 um 17:18 Uhr

@JSG, Hendrick, Andre

das war sokratische Ironie. Mich interessiert vor allem, wie die Entwicklung von 3D Druckern sich entwickeln kann und ob es sogar dadurch Gesellschaftliche Veränderungen geben kann

OxKing 6. Mai 2013 um 12:19 Uhr

Ich halte das mit dem Waffen ausdrucken für eine Kampagne der Industrie um 3D Drucker für den Heimbereich zu diskreditieren und zu illegalisieren. Die sehen zukünftig ihre Gewinne wegbrechen wenn sich diese Dinger breit durchsetzen und noch viel besser und günstiger werden und steuern so frühzeitig dagegen um die Politik zum Verbot zu zwingen.

fly 6. Mai 2013 um 13:49 Uhr

Waffen kann man wohl recht einfach bauen (Achtung, in Relation sehen), vA wenn es mit 3D Druckern klappen sollte. Was jedoch schwieriger sein sollte, ist die Munition.
Meiner Meinung nach sollte man, auch in Hinsicht auf die “beknackten” Waffengesetze in den USA, die Waffen Waffen sein lassen, und die Munition auch nur auf Waffenschein hin verkaufen. Und das so sau teuer, dass niemand auf die Idee kommt mal eben am Wochenende 1000 Patronen zu kaufen um “im Wald auf Rehe zu schießen”.

brick 6. Mai 2013 um 16:11 Uhr

Jetzt gibt es die Fortsetzung der Geschichte, nämlich den Praxistest:
http://www.forbes.com/sites/andygreenberg/2013/05/05/meet-the-liberator-test-firing-the-worlds-first-fully-3d-printed-gun/
Da bin ich ja mal auf Svens Kommentar gespannt ;)

Hendrik 6. Mai 2013 um 18:43 Uhr

@fly:

Warum sollte Munition sauteuer verkauft werden? a) lässt sich Munition auch selber herstellen und b) warum sollten Sportschützen u.ä. gestraft werden?

ICH 11. Mai 2013 um 20:20 Uhr

Leute,

verlasst Euch drauf, bald wird es 3D-Drucker geben welche Metallatome oder andere Elemente zusammensetzten. Alles nur elektrostatische Molekülverbindungen. Dann baue ich mir meinen KOMPUTHERCHIP selbär und das Konzernmonopol(y) ist vorbei. Natürlich drucke ich mir dann auch einen ganz ganz großen 3D-Drucker aus, für mein Haus.

Sven 24. Mai 2013 um 14:59 Uhr

@brick:
Jepp,

und jetzt gibt es auch einen dokumentierten Test bei dem es keinen Journalisten der heiß auf seine Story ist und Projetleiter, nämlich der australischen Polizei. Tja, zwei Waffen ausgedruckt und mit 9mm (= .38 cal) abgefeuert. Das ganze lässt sich auf Youtube bewundern. Resultat: Beide male zerlegte es die Pistole.

Und btw. falls jetzt jemand auf die Idee kommt und sagt, aber die Patrone wurde abgefeuert: ja, richtig. Das tut eine Patrone auch dann, wenn ich da mit einem Nagel auch einfach so feste draufhaue.

Das ganze ist nichts anderes als ein dämlicheres Experiment als manche Amis es schon jahrelang machen, in eine Metallstange eine Patrone packen und hinten drauf hauen. Wenn man etwas Glück hat und der Druck nicht stand hält, fliegt einem das Ding um die Ohren, super.

Ralf 16. Juni 2013 um 10:01 Uhr

Die Stabilität des Kunststoffs wird wohl in absehbarer Zeit nicht ausreichen um den Kräften bei der Abgabe eines Schusses stand zu halten. Aber für die Zukunft kann es durchaus kritische werden.

Alexander Schrein 1. Juni 2014 um 21:38 Uhr

Die Stabilität gibt nach, habe es heute selbst mal getestet. Trotzdem gilt es, dass mit einem kritischen Auge zu beobachten. Wenn man Unfug im Sinn hat, kann man dazu sicherlich auch auf anderem Weg sich Materialien beschaffen von daher breche ich da nicht in totaler Panik aus.


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