Eric Schmidt: Google Glass ist nicht tot, dafür vergleichbar mit selbstfahrenden Autos

23. März 2015 Kategorie: Google, geschrieben von:

Als Google am 15. Januar mitteilte, dass es das Google Glass Explorer Programm nicht mehr geben wird, sahen viele bereits das Ende des Gadgets, obwohl Google bereits damals betonte, dass Google Glass an sich nicht eingestellt wird. Eric Schmidt selbst bekräftigt dies noch einmal in einem Interview mit dem Wall Street Journal. In diesem sagt er auch, dass er Google Glass als Langzeitprojekt sieht, ähnlich wie auch Googles autonom fahrende Fahrzeuge.

Google_Glass_X

Während Ivy Ross nach wie vor die Leitung über das Google Glass hält, ist Tony Fadell der strategisch Verantwortliche für Google Glass. An ihm wird es liegen, das Produkt in die Hände (oder besser auf die Nasen) der Nutzer zu bekommen. Google Glass hat einen eigenen Bereich bei Google, ist nicht mehr Bestandteil des Google X Labs, aus dem solche Projekte entstammen.

Schmidt sieht Google Glass als sehr wichtige Plattform, die ihre Zeit benötigt. Man spricht auch bei autonom fahrenden Fahrzeugen nicht von einem Flop, nur weil wir heute immer noch selbst fahren müssen. Zeit wird dafür sorgen, dass Google Glass auch angenommen wird. Das Explorer Programm hat ja eher Gegenteiliges vermuten lassen.

Das Problem, das Google Glass aktuell hat, ist das gleiche, das auch Smartwatches oder andere Wearables haben. Man muss Anwendungsgebiete für die breite Masse finden. Die gab es bei Google Glass bisher noch weniger als bei Smartwatches, generell wurde die Datenbrille anfangs nur als Mittel gesehen, um heimlich Bilder und Videos von anderen zu machen. So setzte sich dann auch schnell der Begriff Glassholes durch. Was die Brille eigentlich alles kann, war zu diesem Zeitpunkt schon zweitrangig.

Wann Google einen neuen Start mit Google Glass wagen wird, verrät allerdings auch Eric Schmidt nicht. Sein Vergleich mit den autonomen Fahrzeugen lässt aber eher vermuten, dass es noch eine Weile dauern wird, bis es eine neue Variante von Google Glass gibt, die dann auch bereit für die Nutzermassen ist.


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