Ein knapper Monat Mac OS X – Erfahrungen Teil III – die Programme

7. April 2009 Kategorie: Apple, Portable Programme, geschrieben von: caschy

So – nachdem ich euch bereits in Teil I und Teil II mit meinen Erfahrungen nach einem Monat Mac OS X (bzw. auch der Hardware) genervt habe – hier nun der dritte Teil (mit für mich ungewöhnlichen mehr als 1000 Wörtern). Hier lesen ja ein paar Ein- und Umsteiger mit – vielleicht findet der eine oder andere von euch noch einen nützlichen Tipp. Übrigens – für alle die unter Windows / Linux oder Mac OS X Alternativen zur eingesetzten Software suchen – checkt mal diese Seite: Alternative To. Kommen wir zur von mir (zur Zeit) eingesetzten Software. Mein Anwendungsprofil ist leicht erklärt: Otto-Normal-Depp im Internet. Bisschen Feeds, Mail, bloggen, twittern, Bilder anschauen, einfache Bearbeitung, chatten – quasi so alles im Netz. Zum Zocken habe ich ne Wii – alternativ noch die Windows-Kiste. Womit wir gleich bei der ersten von mir eingesetzten Software wären:

VirtualBox. Damit kann man virtuelle Computer nutzen. Also Windows auf dem Mac, Linux auf Windows und vice versa. Gibt es ja für alle gängigen Betriebssysteme. Übrigens – die angelegten Systeme kann man überall nutzen. Ich nutze zum Beispiel das gleiche Windows XP in der virtuellen Box unter Windows Vista als auch unter Mac OS X.

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Der Messenger. Hier ist Adium meine Wahl. Connected alle von mir genutzten Netzwerke. Es existiert auch ein experimentelles Plugin um die Plauderbox von studiVz / meinVz zu nutzen – bei mir funktionierte das aber bisher nicht. Woran es liegt kann ich nicht sagen – aber die Nutzer von Digsby können sich ja mit dem Nimbuzz-Cheat auch nicht mehr im studiVz / meinVz einloggen soweit ich weiss. Adium ist Open Source – es existieren viele Themes und Plugins. In der Dock werde ich bei eingehenden Nachrichten von einer Ente im BVB-Trikot benachrichtigt 😉 Zusätzlich habe ich auch noch Skype auf dem Mac im Einsatz.

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CDs / DVDs brennen. Sicherlich kann man die interne Funktion von Mac OS X nutzen – aber schöner geht es mit der Freeware (bzw. Open Source) Burn. Alternativ gibt es zum Rippen und Archivieren auch noch Handbrake – hatte ich ja bereits vorgestellt (ist auch für Windows zu haben).

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FTP: Hier kommt Cyberduck zum Einsatz. Wohl das bekannteste der kostenlosen Programme (auch Open Source) auf dem Mac. Sicher – wer Filezilla gewohnt ist, kann auch dieses nutzen. Gibt es ja für Windows und Mac OS X.

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Browser: Blöde Frage – ich gehe nicht fremd. Ich bin seit Phoenix dabei und kenne den Firefox zu gut um ihn zu verlassen. Safari gefällt mir einfach nicht. Ausserdem habe ich ja schone einen portablen Firefox für Mac OS X erstellt 😉

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Kalender: Hier nutze ich den systemeigenen iCal. Diesen kann man wunderbar mi dem Google Kalender synchronisieren. Dazu muss man allerdings (bzw. nur) das entsprechende Google Calobaration Tool installieren.

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Fotos anschauen: Trotz aller bereits in Teil II angesprochener Macken habe ich iPhoto mal eine Chance gegeben. Allerdings erst einmal temporär, da das blöde Ding ja alles nur in seiner eigenen Libary – nicht aber auf meinem Fileserver ändert. Alternativ kann man sich auch gut Bilder mit Sequential anschauen. Freunde von Picasa von Google können dies auch auf dem Mac nutzen.

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Für das Verkleinern von Fotos gibt es auch noch den ImageSizer – wer einfache Programme benötigt, der sollte sich einmal Seashore anschauen. Letzteres kommt ein wenig an Paint.net aus der Windows-Welt heran.

Passwortverwaltung: hier nutze ich KeePassX – ganz einfach – so kann ich ein und dieselbe Datenbank unter Windows (dort gibt es ja KeePass) und Mac OS X nutzen. Open Source.

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E-Mail: nun würde man meinen dass ich Thunderbird nutze – nein, auf dem Mac nutze ich tatsächlich das integrierte Mail.app. Ganz einfach – es läuft und spielt mit allen Systemkomponenten 1a zusammen.

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Twitter: Nun ja – eigentlich hatte ich sowohl unter Windows als auch auf dem Mac die Adobe AIR-Anwendung TweetDeck genutzt. Seit kurzem gibt es aber Nambu – ohne AIR – und irgendwie besser.

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Office: Kein Problem. Auch auf dem Mac gibt es OpenOffice – und auch NeoOffice 😉

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Screenshots erstellen: hier gibt es zwei Möglichkeiten. Für „mal eben“ nutze ich Skitch – hat den Vorteil dass ich direkt den kostenlosen Space für die Bilder nutzen kann.

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Alternativ kann ich auch noch SnapNDrag empfehlen.

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Texte, PHP & Co: ganz einfach Smultron.

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Fernwartung: Na, da sollte der regelmäßige Leser von alleine drauf kommen – ob von Windows zu Windows – oder von Mac zu Windows – oder wie auch immer – hier greift der geniale TeamViewer.

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Verschlüsselung und Datensicherheit: keine Frage – TrueCrypt. Kennt man ja auch von Windows, oder?

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Videos und unsortierte Musik: VLC Media Player. Läuft ja auch unter Mac und Windows. Ansonsten habe ich mich trotz der Schwächen im Netzwerk (siehe Teil II) auch mit iTunes arrangiert.

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Explorerersatz in Zwei-Fenster-Optik: entweder der muCommander – oder eben ganz frisch (kam in den Kommentaren) XFolders.

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Backup einzelner Daten oder Erstellen eines kompletten (bootfähigen Images): Carbon Copy Cloner.

Carbon Copy Cloner.jpg

Diverse Tools ohne Screenshots – mit Kurzbeschreibung:

Datentausch mit Synchronisation: auch hier habe ich eine Plattformunabhängige Lösung gefunden: Dropbox (die ja auch bekanntlich mit TrueCrypt gut funktioniert). Notizen verwalte ich auf allen Plattformen mit Evernote.

Programmstarter a la Launchy: Quicksilver

TV-Zeitschrift: TV-Browser – gibt es ja auch für Windows

TabSwitcher: Witch

Deinstallation von Programmen: AppCleaner

Abschließend noch mal die große Linkliste – alles was sich in einem Monat so angesammelt hat – Probleme auf die ich gestoßen bin – und deren eventuelle Lösungen. Vielleicht hilft es ja dem einen oder anderen:

Mac OS X Tastenkombinationen

Nicht mehr vorhandene Tracks aus der iTunes Libary entfernen

Google Mail mit Mail.app nutzen (Ordner anpassen)

Switched – Wissenswertes für den Umsteiger – viele Programme

Die unendlichen Weiten der Time Machine

Apple Mail Icon ändern

Festplatte vom Schreibtisch entfernen

Mac Fuse – FTP-Server wie Laufwerke nutzen (und mehr)

AirRadar – verbesserte WLAN-Verwaltung

200 Tastatur-Shortcuts

Versteckte Dateien anzeigen (kann aber auch der Pathfinder (Shareware))

iTunes Mediathek mit einem NAS nutzen

Mac OS X 10.5 in den Auslieferungszustand versetzen

TrueCrypt-Alias erstellen um Images schneller zu mounten

iPhoto Bilder importieren ohne die Bilder in die Libary zu schieben

PhotoBooth ohne Blitz und Zeitintervall nutzen

OSX Freeware – ein Freeware Blog

Free Mac Software – das Portal für kostenlose Mac Software

Apple Mail Plugins und Tools

iStat Menus – System Monitoring

FreeMacWare – Freeware Blog

SuperDocker – die Dock anpassen

TinkerTool – diverse Systemeinstellungen vornehmen

Loginox – Login-Screen austauschen

Must Have Software für den Mac

The Best Mac Software – diverse Freeware

MAMP – Webserver für den Mac

iStumbler – nach WLANs Ausschau halten

Name Mangler – Mass Renamer

100 Free useful Mac Applications

Foren: MacBB, Apfeltalk, MacUser

Fazit: Ich musste mit vielen diskutieren – einige meinten, ich sei „dem Hype“ erlegen. Ich sehe das anders. Ich mag Software. Andere schrauben an Autos rum oder sitzen in der Kneipe. Ich mag es neue Sachen zu entdecken. Ich sage nicht, dass Windows schlecht ist und alles von Apple toll. Wäre Blödsinn. Man kann keine Äpfel mit Birnen vergleichen. Nein, durch meinen iMac und mein MacBook habe ich mir einfach eine neue Welt eröffnet – und die macht wirklich Spaß. Jeder der Spass an Software hat, ist egal auf welchem System sie läuft. Ich kann mir auch ne Linuxkiste in die Ecke stellen – und über die schier unendlichen Möglichkeiten schreiben – aber das macht irgendwie weniger Spaß 😉 Vielleicht kann das ja jemand nachvollziehen – bevor hier wieder die Schmähkommentare kommen 😉



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Über den Autor: caschy

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