Drip: Kickstarter startet Abo-Funding-Plattform für Kreative

15. November 2017 Kategorie: Internet, geschrieben von:

Kickstarter war die erste Plattform, die das Thema Crowdfundinng überhaupt erst eimal zur Crowd gebracht hat. Seither sind daraus zahlreiche tolle Produkte hervorgegangen, ebenso wie es zahlreiche Reinfälle gegeben hat. So ist das eben – und ich finde das macht auch einen Teil des Reizes beim Crowdfunding aus. Bei Kickstarter sind die Fundeng-Aktivitäten immer auf ein Projekt bezogen, gesammelt wird mindestens ein bestimmter Betrag und am Ende sind dann hoffentlich alle glücklich.

So lassen sich aber eben nur Projekte realisieren, die abgeschlossen werden, auch im kreativen Bereich. Da dies nicht immer passt, ruft Kickstarter nun Drip ins Leben. Drip dient als Abo-Plattofrm für Künstler und Kreative, die sich so Abonnenten sichern können, die Ihre Projekte über einen längeren Zeitraum unterstützen. Auch über Drip können verschiedene Belohnungen angeboten werden, die sich nach der Höhe der Unterstützung richten.

Drip kann auch zusammen mit dem projektbasiertem Funding von Kickstarter benutzt werden, letztendlich erhalten Projektersteller die Möglichkeit eben fortlaufend Zahlungen zu empfangen. Die Projektseiten sind bei Drip dann eher so etwas wie eine persönliche Inhaltsseite, die Kreative dann mit Inhalten bestücken können.

Am besten erklärt sich das Ganze, wenn man es sich selbst anschaut, Mooneye Studios ist beispielsweise eine Spieleschmiede aus Hamburg, die Drip bereits nutzt. Aktuell ist Drip von Erstellern nur auf Einladung nutzbar, ab 2018 soll es dann für alle frei zugänglich sein. Unterstützen kann man dort bereits vorhandene Künstler aber schon, das läuft auch alles direkt über den Kickstarter-Account, falls man einen solchen hat.

Interessant für Kreative, die sich eben nicht an eine Publishing-Plattform binden möchten:

„Wie auch Kickstarter, handelt Drip nach den Bestimmungen einer Public Benefit Corporation und wird Profite und Wachstum nicht über die Mission des Unternehmens stellen. So werden Drips Content-Produzenten nicht an die Plattform gebunden und sind in der Lage, ihre Daten, Inhalte und Abonnenten zu exportieren, beziehungsweise zu alternativen Plattformen mitzunehmen.“

Es wird durchaus spannend zu beobachten sein, ob ein solches Modell Erfolg hat. Ich kann mir gut vorstellen, dass viele Kickstarter-Nutzer eben gerade die Abgeschlossenheit der Projekte gut finden. Ob sich da dann genügend Menschen finden lassen, die dauerhaft andere unterstützen möchten? Allerdings ist auch der Kreativbereich von Kickstarter ein gut gefüllter, Interesse scheint da schon zu bestehen.


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Über den Autor:

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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