Deutsche Telekom äußert sich zum Spotify-Streaming und dem verbrauchten Traffic

17. Juli 2014 Kategorie: Internet, Mobile, geschrieben von:

Die Deutsche Telekom hat neue Informationen zur Problematik „Spotify und das nicht ganz so inklusive Streaming“ bekannt gegeben. Was war passiert? Kurzform: Die Deutsche Telekom bietet in einigen Verträgen den Streamingdienst für Musik, Spotify, mit an. Hierbei kann der Kunden auch außerhalb des WLANs bedenkenlos streamen, denn die bisherige Aussage der Telekom war: „Sämtlicher Traffic, der via Spotify generiert wird, ist inklusive“. War er aber nicht.

Spotify all offline

Kunden berichteten davon, dass ihre gebuchten Volumenpakete schneller als gewohnt verbraucht waren. Wurzel des Übels: Spotifys Cover. In einem Support-Thread der Deutschen Telekom wird von bis zu 10 MB Traffic pro 30 Minuten Spotify gesprochen. Wer mal ein wenig unterwegs ist, Radio via Mobilfunknetzwerk der Deutschen Telekom hört, der kann seine im Vertrag gebuchte Volumengrenze mal ratz fatz überschreiten. In den AGB und den FAQs war zu diesem Umstand bisher nichts zu lesen.

Was hat die Deutsche Telekom nun dazu zu sagen?

Die FAQ, die Preisliste und die AGB sind angepasst worden, ich habe euch einmal Punkt 7.2 aus den aktuellen AGB für Privatkunden heraus gesucht:

„In die Berechnung des Datenvolumens fließt die Nutzung weiterer Leistungen ein, wie z.B. das Laden von Covern, das Teilen (sharen) von Inhalten, die  Spotify Features „Entdecken“. Wird Music Streaming nicht mit der Spotify-App genutzt, sondern z.B. über die Spotify Client-Software für PCs, wird das Datenvolumen bei der Berechnung der Bandbreitenbeschränkung ebenfalls mitgerechnet.“

Kurzum: ganz inklusive ist Spotify nicht, dies legt die Deutsche Telekom in den AGB nun einmal nach. Das große Problem, welches ich damit habe: wie viele Kunden buchen wohl Spotify ohne die AGB zu lesen? Will man genau sein, müsste man dem Kunden sagen: „selbst Schuld, steht ja in den AGB“.

Es ist weiterhin das Primärziel der Deutschen Telekom, eine vorübergehende Teilkompensation verbrauchter Daten bei Spotify-Nutzung zu realisieren, beispielsweise via separatem Datenpass für alle Spotify-Abonnenten. An einer Realisierung wird nach unseren Informationen mit Vollgas hinter den Kulissen gearbeitet. Sobald es konkrete Lösungen gibt, werden wir hier aktualisieren.

Die Deutsche Telekom hat nach uns vorliegenden Informationen ein langfristiges Ziel: ab dem Moment, in dem ein Telekom-Kunde die Spotify-App im mobilen Endgerät startet, muss der Volumenverbrauch Null sein, egal was er tut, logo – denn das ist die eindeutige Erwartung des Kunden. Hieraus ergibt sich, dass die Deutsche Telekom oder Spotify gerade an einer entsprechenden Lösung arbeiten und somit wieder die FAQ, AGB und Co anpassen müssten.


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