CIA soll Verschlüsselungsmethoden von Apple und Microsoft im Visier haben

10. März 2015 Kategorie: Apple, Backup & Security, Windows, geschrieben von:

Edward Snowden sorgt einmal mehr mit veröffentlichten Geheimdienst-Dokumenten für Aufsehen. Diesmal steht aber nicht die NSA im Vordergrund, sondern die CIA. Diese soll nämlich versucht haben, gegen die Verschlüsselungsmethoden der Hardwarehersteller anzugehen. Die Ziele: Apple und Microsoft. Die CIA soll laut den veröffentlichten Dokumenten versucht haben, sowohl Xcode als Angriffsstelle zu nutzen, als auch die Encryption Keys aus Apples mobilen Prozessoren zu extrahieren. Ebenso gilt Microsofts Bitlocker-Verschlüsselung als Angriffsziel.

macbook

Vorgestellt wurden die Angriffsmethoden auf der von der CIA veranstalteten Konferenz „Jamboree“. Ein Vortrag handelte davon, wie man durch eine Manipulation von Xcode dafür sorgen könnte, dass Software mit Backdoors ausgeliefert wird, die dann wiederum Daten der iOS-Geräte oder der verbundenen Macs auslesen könne. Allerdings bleibt es bei dem theoretischen Vortrag, einen Hinweis darauf, dass diese Praktiken eingesetzt wurden, gibt es in dem Bericht nicht.

Auch bei den Vorträgen dabei: ein Keylogger, der über einen manipulierten OS X-Updater auf den Mac kommt, das Hacken von Apples Group ID (GID, einer von zwei Schlüsseln auf Apples Mobilgeräten), das Auslesen der Encryption Keys über die Beobachtung elektromagnetischer Ausströmungen aus dem GID und das physikalische Extrahieren der Schlüssel.

Das klingt nach ziemlich breit gestreuten Versuchen, um nicht nur bestimmte Geräte gezielt zu manipulieren, sondern einen weitreichenden Zugriff auf beliebige Geräte zu haben. Die in den von The Intercept veröffentlichten Dokumente stammen aus den Jahren 2011 und 2012. Überraschen werden diese erneuten Veröffentlichungen wohl kaum noch jemanden. Das macht sie allerdings nicht weniger erschreckend.

(via The Verge)


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