Boxplayer ist das iTunes für Eure in Dropbox gespeicherte Musik

14. Februar 2016 Kategorie: Streaming, geschrieben von: Pascal Wuttke

Artikel_BoxplayerAuch im Jahr 2016 geht der Trend immer weiter hin zu Musik Streamingdiensten wie Spotify, Deezer, Apple Music oder Google Play Musik. Spult man den Kalender ein paar wenige Jahre zurück, sah die Kiste ganz anders aus. In Deutschland war der erste Dienst dieser Art Simfy, den ich damals mehr mit Flüchen belegt habe als ihn wirklich geliebt habe. Aber man hatte zu dem Zeitpunkt nichts anderes und man konnte nichts weiter tun, als neidisch in Richtung Schweden, USA und einer Handvoll weiterer Länder blicken, die auf Spotify setzen konnten. Die Alternative war damals noch in iTunes gekaufte Musik oder eine stattliche Festplattensammlung, die mit MP3s vollgestopft war.

Damals bestand der Glaubenskrieg noch nicht aus Spotify vs. Apple Music, sondern aus iTunes vs. VLC vs. Winamp vs. … Heute gibt es aber immer noch diese kleine, aber dennoch vorhandenen Gruppe Menschen, die ihre Musik beispielsweise in der Dropbox speichern, damit sie von überall auf der Welt darauf zugreifen können.

Doch wer nutzt schon gerne Webplayer, die häufig eher einer UX- und UI-Katastrophe ähneln. Eine vollwertige Desktop-App inkl. Mediakey-Steuerung ist da schon eher die Messlatte. Wenn Ihr an dieser Stelle nickend vorm Monitor sitzt, habe ich vielleicht eine nette Lösung für dich: Boxplayer. Dieser Player kann sowohl als Mac-App heruntergeladen werden oder über das Web per Dropbox Sign-in genutzt werden. In meinem Fall habe ich die Mac-App kurz angetestet.

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Boxplayer ist der wohl simpelste Musikplayer, den ich bislang vor der Flinte hatte. Einmal den kostenlosen Player für Mac heruntergeladen, erhaltet ihr beim Erststart eine blanke Player-Oberfläche, die optisch an iTunes erinnert. Ihr findet oben rechts im Boxplayer ein kleines Settings-Icon, das zu einem extrem spartanischen Menü führt. Dort könnt Ihr den gewünschten Pfad Eurer in Dropbox gespeicherten Musik festlegen und das war es dann auch schon. Solltet Ihr keinen spezifischen Pfad festlegen, wirft Boxplayer sämtliche Ordner Eurer Dropbox in die Seitenleiste des Players.

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Habt Ihr dann aber einen Pfad gesetzt, könnt Ihr diesen via Seitenleiste ansteuern und Eure gewünschte Musik in die Abspielliste werfen. Entweder selektiv oder alles auf einmal. Playlisten? Leider Fehlanzeige. Zwei weitere Mankos: Beim Schließen des Players ist Eure Wiedergabeliste gelöscht und Ihr müsst erneut alle Songs hinzufügen und die klassischen Mac-Shortcuts zum Verstecken des Fensters via cmd+H oder zum Schließen der App via cmd+Q funktionierten bei mir nicht. Dafür lieferten die Mediatasten einen zuverlässigen Job ab.

Die Abspielliste könnt Ihr wahlweise nach hinzugefügter Reihenfolge, per Shuffle-Prinzip oder alle wiederholt wiedergeben lassen. Haben Eure Musikdateien entsprechendes Cover Art in den ID3-Tags hinterlegt, so wird diese immerhin unten links angezeigt.

Wer auf das Prinzip von Musik Streaming Diensten oder gekaufter Musik verzichten will, nicht jedoch auf den Luxus, immer und jederzeit seine Musik dabei zu haben (sofern Internetverbindung verfügbar), der sollte Boxplayer ausprobieren. Schließlich kostet Boxplayer nichts.


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Über den Autor: Pascal Wuttke

Nerdlicht in einer dieser hippen Startup-Städte vor Anker. Macht was mit Medien... Auch bei den üblichen Kandidaten des sozialen Interwebs auffindbar: Google+, Twitter, Xing, LinkedIn und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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