BlackBerry zieht sich aus Pakistan zurück, weil Regierung Zugriff auf Daten möchte

1. Dezember 2015 Kategorie: Internet, Mobile, geschrieben von: Sascha Ostermaier

artikel_bbmBlackBerry wird sich aus Pakistan zurückziehen. Das gab das Unternehmen heute bekannt. Ursprünglich sollte dies zum 30. November 2015 der Fall sein, nun wird das Ganze aber noch einmal bis Ende des Jahres herausgezögert. Der Grund für diesen Rückzug aus Pakistan ist staatlicher Natur. BlackBerry ist es nicht mehr erlaubt, Server in Pakistan zu betreiben, wenn dem Staat nicht gleichzeitig voller Zugriff auf die Daten gegeben wird. Pakistan selbst entschied dies bereits im Juli und teilte den Mobilfunkanbietern mit, dass der BlackBerry Enterprise Service aus Sicherheitsgründen nicht mehr betrieben werden darf.

BlackBerry teilt im eigenen Blog aber sehr offen mit, dass es der Regierung nur darum geht, sämtliche Kommunikation zu überwachen, inklusive BES E-Mail und Nachrichten vom BlackBerry Messenger. Für BlackBerry ein nicht akzeptabler Zustand, akzeptiert man keine Hintertürchen im System. Die Sicherheit der Kommunikationsdaten ist BlackBerrys oberstes Ziel und wenn deren Schutz den Rückzug aus einem Land bedeutet, ist dies eben so.

BlackBerry weist aber auch darauf hin, dass man sehr wohl Daten herausgibt, wenn es denn entsprechende Anlässe gibt, man arbeite mit rechtlichen Behörden zusammen, wenn dies angemessen sei. Also so wie jedes andere Unternehmen auch zu einer Herausgabe bestimmter Daten verpflichtet ist.

Es wird interessant sein, ob die Regierung Pakistans noch einknickt. Denn ursprünglich wäre heute der letzte Tag gewesen, nachdem BlackBerry die Stellungnahme veröffentlicht hatte, wurde die Frist vom der Regierung Pakistans auf den 30. Dezember verlängert. BlackBerry plant indes, sich komplett aus pakistan zurückzuziehen, auch wenn die Anordnung nur die BES Server betrifft.

Blackberry-Logo


Über den Autor: Sascha Ostermaier

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