Bang & Olufsen: BeoVision 14 mit Ultra HD räubert den Geldbeutel aus

11. August 2016 Kategorie: Hardware, Streaming, geschrieben von: André Westphal

05_Bang_a_Olufsen_BeoVision_14Bang & Olufsen ist einer der Hersteller, der nicht gerade für seine günstigen Preise bekannt ist. Das Unternehmen bietet seine Produkte außerdem nur in eigenen Shops an – der Hersteller argumentiert, um die Vorzüge der eigenen Gerätschaften in angemessenem Ambiente und Szenario vorführen zu können, die Kritik lautet oft, dass Bang & Olufsen auf diese Weise bewusst direkte Vergleiche mit anderen Produkten verhindern wolle. Ihr müsst allerdings selbst entscheiden, ob Preis und Qualität zusammenpassen und findet im Bang & Olufsen BeoVision 14 ein neues Exempel dafür. Es handelt sich um einen Fernseher mit Ultra-HD-Auflösung und wahlweise 40 bzw. 55 Zoll Diagonale.

Falls ihr euch auf den Bildern wundert: Was ihr da unten seht, ist kein Defekt am Bildschirm, sondern es handelt sich um Lamellen aus Eichenholz, welche die Drei-Wege-Lautsprecher der BeoVision 14 abdecken. Fände ich persönlich bei einem Fernseher total ablenkend, aber wer einen solche Designakzent schätzt, ist hier an der richtigen Adresse. Bang & Olufsen nutzt für die BeoVision 14 Android TV als Plattform, das etwa auch Sony für seine TV-Modelle einsetzt. Dadurch ist die Nutzung von Google Cast möglich, um am TV etwa Inhalte vom Smartphone oder Tablet zu streamen. Die neuen BeoVision 14 unterstützen auch den Codec HEVC, wodurch Streaming in Ultra HD möglich wird. Das ist allerdings an aktuellen UHD-TVs auch Standard.

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Womit Bang & Olufsen die BeoVision 14 Stammkunden natürlich schmackhaft machen will, sind die Vernetzungssmöglichkeiten mit anderen BeoLink-Multiroom-Geräten. Die Preise haben sich dabei mehr als gewaschen: 6.780 Euro kostet der BeoVision 14 mit 40 und 8.980 Euro der BeoVision 14 mit 55 Zoll. Falls ihr derlei Kohle auf der hohen Kante habt, könnt ihr alternativ auch problemlos zu LGs aktuellen OLED-Flaggschiffen mit Dolby Vision greifen. Lassen muss man Bang & Olufsen, dass bei den eigenen Fernsehern Direct-LED-Beleuchtung zum Einsatz kommt. Es stehen vier Anschlüsse mit HDMI 2.0 und HDCP 2.2 zur Verfügung. Erstaunlich: Offenbar beherrschen die BeoVision 14 jedoch kein HDR, was angesichts der Preise und der Wichtigkeit dieses Features die Augenbraue hochziehen lässt.

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Bildqualität will Bang & Olufsen stattdessen durch einen erweiterten Kalibrierungsprozess garantieren, der bei jedem der TVs vorab vorgenommen werde. Dadurch soll die Notwendigkeit für eine nachträgliche, professionelle Kalibrierung entfallen. Außerdem verspricht der dänische Hersteller deutlich weniger Reflexionen an der Glasvorderseite als bei Konkurrenzmodellen.

Wie gesagt, dürften die BeoVision 14 wohl nur speziell für die Kunden interessant sein, die ohnehin schon ein ganzes Sammelsurium an Technik von Bang & Olufsen daheim stehen haben und nach den Vernetzungsoptionen gieren, um alles aus einer Hand zu haben. Bang & Olufsen ist nunmal ein Hersteller, der extrem viel Wert auf das Design legt. Man könnte auch sagen das Unternehmen bietet eben Möbel mit Zusatzfunktionen an, denn die technische Qualität spielt hinter den optischen Finessen und Materialien eher die zweite Geige.



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Über den Autor: André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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