Bang & Olufsen: BeoVision 14 mit Ultra HD räubert den Geldbeutel aus

05_Bang_a_Olufsen_BeoVision_14Bang & Olufsen ist einer der Hersteller, der nicht gerade für seine günstigen Preise bekannt ist. Das Unternehmen bietet seine Produkte außerdem nur in eigenen Shops an – der Hersteller argumentiert, um die Vorzüge der eigenen Gerätschaften in angemessenem Ambiente und Szenario vorführen zu können, die Kritik lautet oft, dass Bang & Olufsen auf diese Weise bewusst direkte Vergleiche mit anderen Produkten verhindern wolle. Ihr müsst allerdings selbst entscheiden, ob Preis und Qualität zusammenpassen und findet im Bang & Olufsen BeoVision 14 ein neues Exempel dafür. Es handelt sich um einen Fernseher mit Ultra-HD-Auflösung und wahlweise 40 bzw. 55 Zoll Diagonale.

Falls ihr euch auf den Bildern wundert: Was ihr da unten seht, ist kein Defekt am Bildschirm, sondern es handelt sich um Lamellen aus Eichenholz, welche die Drei-Wege-Lautsprecher der BeoVision 14 abdecken. Fände ich persönlich bei einem Fernseher total ablenkend, aber wer einen solche Designakzent schätzt, ist hier an der richtigen Adresse. Bang & Olufsen nutzt für die BeoVision 14 Android TV als Plattform, das etwa auch Sony für seine TV-Modelle einsetzt. Dadurch ist die Nutzung von Google Cast möglich, um am TV etwa Inhalte vom Smartphone oder Tablet zu streamen. Die neuen BeoVision 14 unterstützen auch den Codec HEVC, wodurch Streaming in Ultra HD möglich wird. Das ist allerdings an aktuellen UHD-TVs auch Standard.

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Womit Bang & Olufsen die BeoVision 14 Stammkunden natürlich schmackhaft machen will, sind die Vernetzungssmöglichkeiten mit anderen BeoLink-Multiroom-Geräten. Die Preise haben sich dabei mehr als gewaschen: 6.780 Euro kostet der BeoVision 14 mit 40 und 8.980 Euro der BeoVision 14 mit 55 Zoll. Falls ihr derlei Kohle auf der hohen Kante habt, könnt ihr alternativ auch problemlos zu LGs aktuellen OLED-Flaggschiffen mit Dolby Vision greifen. Lassen muss man Bang & Olufsen, dass bei den eigenen Fernsehern Direct-LED-Beleuchtung zum Einsatz kommt. Es stehen vier Anschlüsse mit HDMI 2.0 und HDCP 2.2 zur Verfügung. Erstaunlich: Offenbar beherrschen die BeoVision 14 jedoch kein HDR, was angesichts der Preise und der Wichtigkeit dieses Features die Augenbraue hochziehen lässt.

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Bildqualität will Bang & Olufsen stattdessen durch einen erweiterten Kalibrierungsprozess garantieren, der bei jedem der TVs vorab vorgenommen werde. Dadurch soll die Notwendigkeit für eine nachträgliche, professionelle Kalibrierung entfallen. Außerdem verspricht der dänische Hersteller deutlich weniger Reflexionen an der Glasvorderseite als bei Konkurrenzmodellen.

Wie gesagt, dürften die BeoVision 14 wohl nur speziell für die Kunden interessant sein, die ohnehin schon ein ganzes Sammelsurium an Technik von Bang & Olufsen daheim stehen haben und nach den Vernetzungsoptionen gieren, um alles aus einer Hand zu haben. Bang & Olufsen ist nunmal ein Hersteller, der extrem viel Wert auf das Design legt. Man könnte auch sagen das Unternehmen bietet eben Möbel mit Zusatzfunktionen an, denn die technische Qualität spielt hinter den optischen Finessen und Materialien eher die zweite Geige.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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13 Kommentare

  1. Karl Kurzschluss says:

    Auf den Fotos kommt der Bildschirm so klein rüber (im Gegensatz zu den Möbeln). Das würde ich nun gar nicht kaufen wollen. Geht das nicht größer? Ich meine, für den Preis?

  2. Sieht aus nach etwas was bei meinen Großeltern an der Wand hängen würde. Grausiges Design.

  3. Warum so herablassend? Auch bei Apple ist Design das wichtigste, dort halt vor Ergonomie. Ich höre übrigens gerade Musik aus einer B&O-Anlage, die gut 20 Jahre alt ist, aber heute noch toll aussieht (und gut klingt) und deren Fernbedienung vermutlich auch diese neuen Fernseher steuern würde. Das ist doch auch was wert.

    Aber abgesehen davon: Bei 40 Zoll braucht man kein UHD – wenn man nicht gerade in 80 cm Abstand davor sitzt.

  4. Ich habe leider noch keinen einzigen Testbericht je in der Technik-Fachpresse gelesen, der Bang und Olufsen in ihrem Anspruch gerecht wird. Man muss einfach akzeptieren, dass B&O nichts für jemanden ist, der das Bedürfnis verspürt, nach dem Preis zu fragen. Punkt. Es ist wirklich so, akzeptiert es. Es käme doch auch niemanden ernsthaft in den Sinn, über den Preis eines teuren Diamantrings zu debattieren und diesen im Vergleich zu einem Ring von Kaufhof zu stellen. Abgesehen davon, ist die Bildqualität von B & O wirklich überragend. Ich habe einen nahezu zehn Jahre alten TV von B&O, der sich immer noch absolut sehen lassen kann. Wiegt 120 kg. Ist auch ausgeschaltet bildschön. Die Motoren drehen den Fernseher völlig geräuschlos. Es ist jeden Tag eine Freude, ihn anzuschauen und einzuschalten. Die Fernbedienung ist für die Ewigkeit gemacht. Für die Lautsprecher bekomme ich heute bei eBay exakt noch den gleichen Kurs, wie damals beim Kauf. Aber ja, richtig, er hat kein HDR.

  5. Das Ding ist hässlich wie die Nacht. Wow!

  6. Interessanter wäre da sicher die Avant Serie im Vergleich. Optisch auch um einiges schicker, ok auch vom Preis her.

  7. Naja, da will man halt Geld für Ingenieurskunst ausgeben. Der Fernsehr ist auch nicht für jedermann. Das ist wie mit den neuen Hypercars. Im Film Apex wird das auch schön erklärt. Ein Auto für 3 Mio. das >400 Km/h fährt braucht kein Mensch. Es ist eigentlich unvernünftig. Aber. Das Auto ist für Menschen die eine „Flugzeugsituation“ zuhause haben. Für Menschen, die die Zukunft heute haben wollen. Die innovativsten Materialien, ein kunstvolles Design und die Gewissheit, dass dort jemand sitzt und in Handarbeit genau „das Eine“ für dich fertigt. Und da spielt Geld keine Rolle, sonder Zeit und wie und womit man seine Zeit verbringt. Geld kommt und geht. Zeit geht nur. Und wenn man kann, kann man die Zeit auch mit schönen Dingen verbringen. Und wer sich genauso einen Fernsehr wünscht, bekommt bei B&O solch einen.

    P.S.: Ich finde den Fernsehr pottenhäßlich. Aber wer sich so einen grauenhaften Schaukelstuhl in die Butze stellt, der beweist allgemein wenig Geschmack. ^^

  8. Henry Jones Jr. says:

    Design ist ja bekanntlich Geschmackssache. Mir gefällt es überhaupt nicht. Was ich jedoch sehr interessant finde, ist dass man sich bei B&O für Android entschieden hat. Da würde es mich schon interessieren, ob das auch so halbgar wie bei Sony ist oder tatsächlich gut umgesetzt.

  9. André Westphal says:

    @ Manuel Buckow

    Der Unterschied ist, dass die Geräte bei Bang & Olufsen (teilweise / Geschmackssache) schick aussehen – technisch aber in der Regel nichts Besonderes sind. Hier etwa fehlt HDR, auch für UHD Premium ist der TV nicht zertifiziert. Dolby Vision ist auch nicht dabei. Der neueste,technische Stand wird also nicht ansatzweise erreicht.

    Damit will ich Bang & Olufsen nicht generell schlechtmachen, aber meiner Meinung nach sind das halt keine Produkte für Technik-Liebhaber, sondern eher für gut betuchte Leute, die viel Wert auf Wohnraum-Design legen und zugunsten der Optik auch technische Abstriche machen.

  10. Ich meine, dass B&O im Musikbereich tatsächlich ihre Daseinsberechtigung haben. Mit den Fernsehern bedienen sie einfach nur eine weitere Sparte im Home-Media-Bereich, weil’s halt gut ins Konzept passt. Das Gefühl habe ich übrigens bei Harman/Kardon ebenfalls.

  11. Mir gefällt er, da er sich von der Masse abhebt hinsichtlich Design und vom Sound her jeden anderen Flachbildschirm da draußen in den Schatten stellt. Ob der Preis nun gerechtfertigt ist…Ansichtssache, geht sicherlich auch günstiger, wenn auch dann nicht so hübsch und aus einer Hand. Aber da ja die große Masse keinen Wert auf Ästhetik legt und nur billig, billig will…wird es weiterhin ein Nischenprodukt bleiben.

  12. @Maverick: Da geht es nicht nur ums „Wollen“, sondern auch ums „Können“. Und Ästhetik ist ja auch ein Stück weit Geschmackssache. In diesem Fall sind es gerade die Lamellen aus Eichenholz, die es zumindest auf meiner Sicht äußerst unästhetisch machen. Und so ist es nicht nur der Preis, der dafür sorgt, dass es ein Nischenprodukt bleibt.

  13. Arnild Alois says:

    Alois das Bild ist sehr angenehm man bekommt kein Kopfweh wie bei den billig Produkten
    besitze B&O Die Meisten könne da nicht mitreden oder sie erzählen viel Unsinn über B&O

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