Apple Watch: Tattoo-Problem bestätigt; Watch-Reinigung unter fließendem Wasser empfohlen

2. Mai 2015 Kategorie: Apple, Wearables, geschrieben von:

Die Apple Watch findet ihren Weg auf immer mehr Handgelenke und so tauchen auch die ersten Probleme auf. So wurde relativ schnell klar, dass Tattoos auf dem Handgelenk für eine nicht korrekt funktionierende Pulsmessung sorgen können. Apple setzt auf einen optischen Sensor, der mittels Licht die Veränderungen des Blutflusses erkennt und somit den Puls „auslesen“ kann. In einem Update der Support-Dokumente erläutert Apple nun dieses Problem und gibt auch einen etwas eigenartigen Lösungsvorschlag.

apple watch

In dem Dokument heißt es:

Permanent or temporary changes to your skin, such as some tattoos, can also impact heart rate sensor performance. The ink, pattern, and saturation of some tattoos can block light from the sensor, making it difficult to get reliable readings.

Klingt nachvollziehbar und ist bei anderen Sensoren, die auf Licht basieren, ebenso. Während die US-Seite das Tattoo-Update bereits anzeigt, ist auf der deutschen Seite dazu noch nichts zu lesen. Bei generellen Problemen mit der Herzfrequenzmessung gibt Apple jedoch den ultimativen Tipp, der die Apple Watch eigentlich überflüssig macht, nämlich das Tragen eines Bluetooth-Brustgurts.

Ebenfalls kann es durch Tattoos dazu kommen, dass der Hautkontakt nicht erkannt wird. Dieser ermöglicht die Nutzung der Apple Watch in vollem Umfang, wenn über das Smartphone entsperrt. Diese Option kann man in der Watch-App deaktivieren. Das hat keinen Einfluss auf die Funktionen, zumindest nicht auf die, die hierzulande nutzbar sind. Aktuell ist lediglich Apple Pay davon betroffen, alle anderen Funktionen sind auch bei Deaktivierung vorhanden.

Einen weiteren, durchaus kuriosen Tipp gibt Apple zur Reinigung der Apple Watch, insbesondere der Digital Crown. Die Apple Watch ist nicht wasserfest, ihre IPX7-Zertifizierung sollte allerdings ein 30-minütiges untertauchen ermöglichen. Dies kommuniziert Apple nicht so. Man könne die Uhr zwar beim Duschen tragen, solle jedoch ein längeres Untertauchen vermeiden.

Sollte die Digital Crown aufgrund von Schmutz nicht mehr einwandfrei bedienen lassen, ab unter fließendes Wasser damit. Klares Wasser, während man die Digital Crown dreht und drückt. Im Anschluss mit einem fusselfreien Tuch abwischen und die Watch sollte wieder funktionieren. Das Ganze sollte aber bei ausgeschalteter Uhr durchgeführt werden, auf den Einsatz von Putzmitteln jeglicher Art ist zu verzichten:

If the Digital Crown gets stuck or won’t move, it might be because of dirt or debris. If you find substances like dust or lotion around the Digital Crown, follow these steps to clean, and repeat as needed:

– Turn off your Apple Watch and remove it from the charger.
– If you have a leather band, remove it from your Apple Watch.
– Hold the Digital Crown under lightly running, warm, fresh water from a faucet for 10 to 15 seconds. Soaps and other cleaning products shouldn’t be used.
– Continuously turn and press the Digital Crown as water runs over the small gap between the crown and the housing.
– Dry your Apple Watch with a non-abrasive, lint-free cleaning cloth.

Die entsprechende Support-Seite zur Reinigung findet Ihr hier. Während es sich bei der Tattoo-Geschichte um Einzelfälle handeln wird (auch wenn es immer mehr Menschen mit Tattoos auf dem Handgelenk gibt), ist die Reinigungsgeschichte schon spannender, vor allem, wenn es dann darum geht, Wasserschäden in der Watch zu diagnostizieren. Wie aus internen Dokumenten hervorgeht, wird Apple Uhren mit Kondenswasser im Inneren des Gehäuses im Rahmen der Garantie tauschen. Muss man ja auch fast machen, wenn man seinen Kunden empfiehlt, die Uhr unter fließendem Wasser zu reinigen.

(via 9to5Mac, 9to5Mac)


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Über den Autor:

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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