Apple veröffentlicht Transparenzbericht, 93 deutsche Accounts betroffen

6. November 2013 Kategorie: Apple, Backup & Security, geschrieben von:

In der Vergangenheit haben sich einige Technologiefirmen dazu bereit erklärt, ihren Kunden einen Transparenzbericht anzubieten. In diesen Berichten kann man zum Beispiel erfahren, ob Regierungen oder Behörden Einsicht in Daten der Nutzer erfragt haben.

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Nach dem großen NSA-Skandal legten sich die Firmen dahingehend ins Zeug und veröffentlichten Daten, man teilte aber auch mit, dass man nicht alle Regierungsanfragen veröffentlichen dürfe, dies aber wolle.

Nun hat auch Apple einen Transparenzreport veröffentlicht. Das Unternehmen aus Cupertino ist eben nicht nur Hersteller von Hard- und Software, jede Menge Clouddienste hat man ebenfalls in petto.

Doch die Anfragen bei Apple drehen sich in der Tat nicht einmal in der Vielzahl um kriminelle Machenschaften, es sind oftmals ganz einfache Anfragen – zum Beispiel, wenn eine Polizeibehörde nach einem gestohlenen iPhone fahndet. Dieser Punkt taucht als Device Request auf. Account-spezifische Anfragen zeigt diese Tabelle:

Bildschirmfoto 2013-11-06 um 08.19.00In Deutschland gab es also 93 Anfragen, in 5 Fällen wurden einige Daten an die Behörden übergeben. Die häufigsten Anfragen drehten sich hierbei um verschwundene oder gar entführte Personen, oder wenn man einen Selbstmord verhindern wollte. Hier heißt es:

Responding to an account request usually involves providing information about an account holder’s iTunes or iCloud
account, such as a name and an address. In very rare cases, we are asked to provide stored photos or email. We consider these requests very carefully and only provide account content in extremely limited circumstances.

Die US-Zahlen erklärt Apple wie folgt:

The U.S. government has given us permission to share only a limited amount of information about these orders, with the requirement that we combine national security orders with account-based law enforcement requests and report only a consolidated range in increments of 1000.

Einen interessanten Einblick bringt die Tabelle Device Requests hervor. Diese Information ist zwar nicht Teil der öffentlichen Debatte, da es nicht um Account- sondern Geräteanfragen geht, Apple veröffentlicht diese aber dennoch.

Bildschirmfoto_2013-11-06_um_08.30.45-32156 Anfragen alleine in Deutschland. Hierbei kann es sich zum Beispiel um die Adresse des Besitzers handeln, die mit einem iCloud-Account verbunden ist:

These may include requests for the customer contact information provided  to register a device with Apple or the date the device first used Apple services. We count devices based on the individual serial numbers related to an investigation.

Tja, mal schauen, ob Technologiefirmen zukünftig auch die Anfragen von US-Behörden transparent darstellen können. Ich glaube ja nicht mehr daran.


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