AndroVM – Android Jelly Bean in der VM testen

17. November 2012 Kategorie: Android, geschrieben von: Patrick Meyhöfer

Schnell mal ein paar neue Apps auf Android testen oder sich einen eigenen Überblick von der neuesten Android-Version verschaffen, aber gerade kein passendes Gerät zur Hand? Dann bietet sich hierfür AndroVM an. Dem einen oder anderen wird vielleicht das Projekt Android-x86 etwas sagen, hier ist man aber immer noch bei der Version 4.0. Das AndroVM – Projekt hat sich das Ziel gesetzt, eine bestmögliche Virtualisierung von Android anzubieten und das kann ich nach meinem Test nur bestätigen.

AndroVM

Was macht die Lösung so erwähnenswert? Zum einen habt ihr die sehr einfache Einrichtung. Im Download-Bereich findet ihr sechs verschiedene Varianten vor. Alle laufen auf der Version 4.1.1 Jelly Bean. Im Grunde sind es einfach vorgefertigte Abbilder einmal für Smartphone-Auflösung, Tablet-Auflösung oder eine gemischte Variante mit Tablet und Smartphone. Diese kann man nun in der Version laden, wie sie direkt aus dem AOSP kommen, ich empfehle euch aber die Version mit den Google Apps (u.a. Google Play-Unterstützung) und houdini (ARM-Emulator-Bibliothek von Intel).

Über VirtualBox spielt ihr diese Datei einfach mittels Datei – Appliance importieren ein und könnt direkt loslegen. Mehr Spaß macht das ganze allerdings noch, wenn ihr die Hardwarebeschleunigung aktiviert, die seit dem neuesten Release auf allen Betriebssystemen nutzbar ist. Dafür holt ihr euch noch den ebenfalls angebotenen AndroVMplayer für euer System. Eine kurze Anleitung hat der Entwickler direkt veröffentlicht. Der Vorteil ist, ihr könnt nachher einfach bei Aufruf in der Konsole mittels

AndroVMplayer [width] [height] [density]

eine beliebige Auflösung einstellen, sodass ihr entweder Phone- oder Tablet-Layout automatisch angezeigt bekommt.

AndroVM Tabletauflösung

Gleichzeitig rennt das System danach wirklich sehr ordentlich. Ebenfalls problemlos funktionieren Spiele wie Angry-Birds, Amazing Alex & Co und laufen recht flüssig. Durch die Google-Play Anbindung und Nutzung der Hardwaretastatur steht einer Installation von WhatsApp & Co nichts im Wege.

Ihr wollt nicht so viel lesen, sondern euch das Ergebnis einmal anschauen? Kein Problem, ich hab euch ein kurzes Video gedreht, bei dem ihr kurz die Performance, Spiele, Videowiedergabe und eine kurze Testinstallation von einer App seht.

Das ganze kann insbesondere auch für Entwickler interessant sein, denn der bereitgestellte Emulator von Google macht zumindest mir nur wenig Spaß zum Testen einer App. Aber auch für eine Video-Review einer App finde ich die Lösung deutlich eleganter, als wenn man ständig mit einer Kamera den Bildschirm zusätzlich abfilmt. [via]

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Über den Autor: Patrick Meyhöfer

#Linux, #Ubuntu, #OpenSource #Android sind meine Themen. Du findest mich auch auf Twitter und Google+. Zudem schreibe ich Beiträge für freiesMagazin und auf meinem Blog Softwareperlen .

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