AndroVM – Android Jelly Bean in der VM testen

Schnell mal ein paar neue Apps auf Android testen oder sich einen eigenen Überblick von der neuesten Android-Version verschaffen, aber gerade kein passendes Gerät zur Hand? Dann bietet sich hierfür AndroVM an. Dem einen oder anderen wird vielleicht das Projekt Android-x86 etwas sagen, hier ist man aber immer noch bei der Version 4.0. Das AndroVM – Projekt hat sich das Ziel gesetzt, eine bestmögliche Virtualisierung von Android anzubieten und das kann ich nach meinem Test nur bestätigen.

AndroVM

Was macht die Lösung so erwähnenswert? Zum einen habt ihr die sehr einfache Einrichtung. Im Download-Bereich findet ihr sechs verschiedene Varianten vor. Alle laufen auf der Version 4.1.1 Jelly Bean. Im Grunde sind es einfach vorgefertigte Abbilder einmal für Smartphone-Auflösung, Tablet-Auflösung oder eine gemischte Variante mit Tablet und Smartphone. Diese kann man nun in der Version laden, wie sie direkt aus dem AOSP kommen, ich empfehle euch aber die Version mit den Google Apps (u.a. Google Play-Unterstützung) und houdini (ARM-Emulator-Bibliothek von Intel).

Über VirtualBox spielt ihr diese Datei einfach mittels Datei – Appliance importieren ein und könnt direkt loslegen. Mehr Spaß macht das ganze allerdings noch, wenn ihr die Hardwarebeschleunigung aktiviert, die seit dem neuesten Release auf allen Betriebssystemen nutzbar ist. Dafür holt ihr euch noch den ebenfalls angebotenen AndroVMplayer für euer System. Eine kurze Anleitung hat der Entwickler direkt veröffentlicht. Der Vorteil ist, ihr könnt nachher einfach bei Aufruf in der Konsole mittels

AndroVMplayer [width] [height] [density]

eine beliebige Auflösung einstellen, sodass ihr entweder Phone- oder Tablet-Layout automatisch angezeigt bekommt.

AndroVM Tabletauflösung

Gleichzeitig rennt das System danach wirklich sehr ordentlich. Ebenfalls problemlos funktionieren Spiele wie Angry-Birds, Amazing Alex & Co und laufen recht flüssig. Durch die Google-Play Anbindung und Nutzung der Hardwaretastatur steht einer Installation von WhatsApp & Co nichts im Wege.

Ihr wollt nicht so viel lesen, sondern euch das Ergebnis einmal anschauen? Kein Problem, ich hab euch ein kurzes Video gedreht, bei dem ihr kurz die Performance, Spiele, Videowiedergabe und eine kurze Testinstallation von einer App seht.

Das ganze kann insbesondere auch für Entwickler interessant sein, denn der bereitgestellte Emulator von Google macht zumindest mir nur wenig Spaß zum Testen einer App. Aber auch für eine Video-Review einer App finde ich die Lösung deutlich eleganter, als wenn man ständig mit einer Kamera den Bildschirm zusätzlich abfilmt. [via]

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Der Gastautor ist ein toller Autor. Denn er ist das Alter Ego derjenigen, die hier ab und zu für frischen Wind sorgen. Unregelmäßig, oftmals nur 1x. Der Gastautor eben.

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34 Kommentare

  1. Unter VMware Fusion (nicht der Player) klappt das importieren nicht. Jemand eine Idee wieso? Fehlermeldung: „Der Import ist fehlgeschlagen, da /Users/Helge/Desktop/androVM_vbox86tp_4.1.1_r4-20121106-gapps-houdini.ovf die Prüfungen zur Einhaltung der OVF-Spezifikation oder der Vorgaben zur virtuellen Hardware nicht bestanden hat.“

  2. @Shadowlord „Anschließend kommt immer wieder “init: untracked pid xxxxx”“

    das kommt bei mir sobald ich (im app androvm* im laufenden android) das häkchen bei hardware opengl setze. deaktivier dies mal falls aktiviert…
    vm starteich aus virtualbox, gleich wie andere vm. den starter androvm (2.2mb brauche ich nicht…

  3. @ Patrick Meyerhöfer: Instagram lässt sich so zwar installieren, aber bei der Registrierung meckert dann Instagram, dass die Version veraltet sei und man doch bitte die neuere Version über den Store installieren möge. Werde mal BlueStacks testen…

  4. Tja, schade. BlueStacks hat das gleiche Problem, dass die App für Instagram nicht aktuell ist und daher eine Registrierung nicht mögich ist… 🙁

  5. Hab die ova (pt) datei mittels vmware gestartet. läuft soweit gut nur fehlen mir di home, zurück und menü tasten. Kennt das problem jemand? wenn ja weiß jmd wie man das lösen könnte? kann man das einfach in den android einstellungen ändern oder ist das anders zu lösen? wär toll wenn mir jmd helfen könnte, dann könnte sich die vm als nützlich erweisen (Danke patrick für den tipp 🙂 )

  6. @Mitzi
    Die fehlen mir auch, aber du kannst mit Tasten bedienen.
    Home – Pos1
    Zurück – Esc
    Menu/Entsperrren – F1
    Sperren – F4

    Läuft bei mir in der VirtualBox recht gut, sogar besser als Bluestacks. Ist wirklich eine sehr gute Empfehlung.

  7. @reraiseace: Haut hin, vielen Dank =)

  8. Habe exakt das gleiche Problem wie Shadowlord
    Windows 7 64bit

    Hat jemand eine Ahnung wie sich das lösen lässt?

  9. @noa: Kann sein, dass es ohne das Häkchen geht, aber ich will ja gerade die opengl-Beschleunigung anhaben.

  10. für alle mit dem Problem “init: untracked pid xxxxx”:

    Ihr müsst den AndroVMplayer auch für öffentliche Netzwerke in der Windows Firewall freigeben, da der Host VirtualBox Host-Only Adapter nur als öffentliches Netzwerk erkannt wird (habe kein Möglichkeit gefunden dies zu ändern).
    Testweise kann man auch die Windows Firewall für private und öffentliche Netzwerke temporär abschalten, dann sollte es klappen.

    have phun =)

  11. dümmer, unter linux hab ich keine firewall… funzt trotzdem nicht

  12. Ich habe auch dieses „init“-Problem. Alle Tipps, die ich bisher im Netz gefunden habe, haben nicht geholfen (an der Firewall liegt’s definitiv auch nicht). Ich hab’s in VirtualBox sowohl unter Linux, als auch unter Win7 probiert. Ich importiere die ova-Datei, befolge die Anleitung, Android bootet kurz, aber dann kommt die „init“-Meldung. Ich habe und hatte also nicht mal die Chance, die App “androVM Configuration” zu starten… So ein Mist!

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