Alto: Neuer Webmailer von AOL im ersten Eindruck

6. Dezember 2012 Kategorie: Internet, Social Network, geschrieben von: Patrick Meyhöfer

Es ist etwas mehr als einen Monat her, als man bei AOL zum ersten Mal ihren neuen Webmailer Alto vorstellte. AOL, das waren diejenigen die mal in Deutschland Internetzugänge in den neunziger Jahren  mit großen Marketingaktionen anboten, sich aber inzwischen komplett zurückgezogen haben und sich in den USA sehr erfolgreich bei einigen großen Webseiten eingekauft haben (Techcrunch, Engadget).

Heute habe ich dann meine Einladung bekommen, derzeit ist der Dienst noch in der geschlossenen Beta-Phase, und gebe euch mal ein paar Eindrücke von Alto.

Alto Mail AOL

Nach der Einladung konnte ich mich mittels OAuth von meinem Gmail Konto auf Alto einloggen und musste also keine Passwörter an den Dienst geben, damit er die Mails abholt. Weitere Möglichkeiten sind Yahoo, iCloud und natürlich ein AOL-Mailkonto, die als weitere Konten hinzugefügt werden können. Man merkt also direkt, es ist nicht einfach ein neuer Mailaccount, sondern man will eine Ordnung in eure bestehenden Mailaccounts bringen.

Nachdem Alto die Mails abgeholt hat, fällt einem als allererstes die Stapel auf der Hauptseite auf, das Kernprinzip des Dienstes. Man erkennt automatisch, welche Mails lediglich Newsletter sind, ob ihr immer wieder Groupon-Deals bekommt, Benachrichtigungen aus den Social Networks u.v.m. Sicher das Prinzip ist nicht neu und kann auch mit Labels oder Ordnern verglichen werden. Dennoch muss ich sagen, dass Alto dies sehr ansprechend umsetzt.

Weiterhin werden direkt Fotos und Anhänge noch einmal in einem extra Stapel gelegt, sind aber auch in den E-Mails auf der linken Seite weiterhin angehangen. Gut umgesetzt finde ich die generelle Aufbereitung, z.B. werden bei den Nachrichten aus den sozialen Netzwerken direkt Grafiken erstellt, wie viele Mails und von welchem Dienst vorliegen und können auch sehr schnell gefiltert werden.

Alto Social Networks

Man ist auch nicht auf die Stapel angewiesen, die Alto einem vorgibt, sondern kann sich seine eigenen zusammenklicken (Filterprinzip). Hier muss man zugestehen, dass man hier sicher noch etwas ausbauen kann, zumindest sind aber Sender, Empfänger und Betreff bereits definierbar und alle Mails werden dann dort übersichtlich in dem neuen Stapel einsortiert.

Alto Filter

Ansonsten ist die Google Integration recht groß (Links zum Kalender, Google Drive & Co), die Kontakte werden nach Alto synchronisiert und man kann noch diverse Netzwerke verbinden, wie Facebook, Twitter, LinkedIn, damit z.B. die Kontaktbilder nicht so leer aussehen.

Alto Kontakte

Mein erster Eindruck nach einem Tag Nutzung? Eigentlich ziemlich gut, mir gefällt die Oberfläche, sie wirkt durchdacht und modern. Insbesondere wenn ich die Gmail-Oberfläche vergleiche, ist diese zwar immer funktional, aber besonders schick empfand ich sie nie. Alto hat kein bahnbrechend neues Konzept, aber es sieht schick aus und lässt sich auch sehr gut bedienen. Alto ruft übrigens nicht alle Mails beim Hinzufügen eines Kontos ab, sondern die Inhalte der letzten 60 Tage. Nachrichten werden aber natürlich zwischen den Konten abgeglichen, lest ihr also eine Mail bei Alto ist diese dann auch in Gmail gelesen und umgekehrt.

Ob ich es auf Dauer nutzen werde, muss erst noch ein längerer Test zeigen, dennoch muss ich zugeben, dass ich wirklich positiv überrascht war und dem Dienst eine Chance geben werde.


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Über den Autor: Patrick Meyhöfer

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