AeroFS: Datei-Synchronisation ohne Cloud

3. April 2013 Kategorie: Backup & Security, Internet, Software & Co, geschrieben von: caschy

AeroFS hatte ich hier in der Vergangenheit gleich zwei Mal vorgestellt. Bislang handelte es sich bei diesem Projekt um eine geschlossene Sache, ab heute ist AeroFS für alle offen – und ein Geschäftsmodell hat man auch gleich am Start. Was AeroFS ist? Für die, die sich nicht mehr an die Beiträge erinnern, eine kurze Auffrischung.

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Man nutzt also eine Software, die den eigenen Plattenplatz als Speicherplatz nutzt und Daten mit anderen Rechnern tauscht. Ich kann also nicht nur mit meinem eigenen Account auf die Ordner aus zugreifen, ich kann auch Freunde (die auch AeroFS nutzen) einladen. Quasi wie Dropbox, nur dass die Daten auf dem Rechner bleiben.

Die Client-Software gibt es für Mac OS X, Windows und Linux – Android kommt bald. P2P hat natürlich auch immer die Voraussetzung, dass erst einmal der Rechner komplett laufen muss, der die Daten bereit stellt, zumindest, bis sie sich auf einem anderen Rechner befinden – wird ja nicht erst (wie bei Dropbox) in die Cloud gepustet.

Es gibt auch Server-Software für Linux, Windows und Mac OS X – den Team Server, der Java benötigt. Dateien werden automatisch versioniert, sodass man noch alte Dateien wieder zurückspielen kann. Der Transfer läuft verschlüsselt ab, der Account beim Anbieter dient der Rechteverwaltung. Ebenfalls lässt sich am Teamserver Amazons S3-Speicher einbinden.

Der Geschäftsplan? Kostenloser Zugriff für ein Team bis zu drei Leuten – ab 4 Teammitgliedern liegt man monatlich bei 10 Dollar pro Person. Auch kann beim kostenlosen Account nur 1 Nicht-Teammitglied auf freigegebene Ordner zugreifen. Will man unbegrenzten Zugriff für Externe auch als Free-Mitglied, dann zahlt man 10 Dollar im Monat.

So, nun hat der geneigte Anwender quasi die Möglichkeit, sich eine eigene Cloud ohne Daten in der Cloud aufzubauen. Zur Fragen der Verschlüsselung, wie die Keys ausgetauscht werden und Co steht eine FAQ bereit.

Und, wer will sich was aufbauen auf Basis von AeroFS?


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19 Kommentare

Marten 3. April 2013 um 14:49 Uhr

Hatte die Software vor ein paar Monaten für wenige Wochen im Einsatz, da lief das Ganze noch irgendwie mit Java zusammen und brachte einige Probleme unter MacOS. Ist das immer noch so? Auf meinen Windowskisten gab es oft Kaspersky-Fehlermeldungen, das wollten die Entwickler jedoch kurzfristig beseitigen.

achim 3. April 2013 um 14:50 Uhr

Bin gerade am Überlegen und werde es wohl auch mal versuchen

Marten 3. April 2013 um 14:52 Uhr

Okay… das FAQ geht auf beide Probleme ein, mein TotalFinder unterm Mac zickt da also immer noch rum und beim Kaspersky muss die Whitelist angepasst werden.

Frank 3. April 2013 um 14:54 Uhr

Weiß jemand ob, die die Software für eine automatisierte lokale Syncronisation im Heim-Netzwerk taugt?

Stephan 3. April 2013 um 15:00 Uhr

Ich finde, AeroFS ist ein guter Ansatz, aber es fehlen noch zu viele Features bzw. es gibt zu viele Mängel.

Beispiel 1: AeroFS unterstützt bei der Synchronisation noch keine Kompression und auch keine Delta-Übertragung. Siehe http://tinyurl.com/bpxm9kx

Beispiel 2: Es fehlte eine echte P2P-Übertragung der Daten. Siehe http://tinyurl.com/c525dlt

Beispiel 3: Proxy-Server werden nicht unterstützt. Siehe http://tinyurl.com/cv7q6do

Beispiel 4: Es fehlt eine Fortschrittsanzeige für die Synchronisation. Siehe http://tinyurl.com/c4kcbws

Und ich könnte weitere Beispiele nennen…. Daher mein persönliches Fazit: Nette Idee, aber für mich im aktuellen Stand unbrauchbar.

Struppi 3. April 2013 um 15:03 Uhr

Wäre ja sehr praktisch für das Backup mit Familienmitgliedern/Freunden in beide Richtungen.,,,

Da Easy Mitch 3. April 2013 um 15:33 Uhr

Das wäre ein feine Sache, wenn ich den Server auf meinem NAS laufen lassen könnte. So sehe ich für mich momentan keinen Nutzen und bleibe bei Dropbox / Skydrive.

fea 3. April 2013 um 15:37 Uhr

im endeffekt ist das doch nur eine noob-lösung in richtung netzwerkspeicher. ich weiß nicht ganz was ich davon halten soll. versionierung ist aber schick.

Marco Krage 3. April 2013 um 16:09 Uhr

Also mich stört der extern anzulegende Account. Ich hoffe bei der Bittorrent SyncApp wird das anders. (http://labs.bittorrent.com/experiments/sync.html)

Gruß Marco

Albert 3. April 2013 um 16:31 Uhr

Ich werde wohl auch meiner Dropbox treu bleiben. Ich schaue mir AeroFS mal an aber ein Anwendungsgebiet für mich Privat finde ich jetzt nicht wirklich.

Philip 3. April 2013 um 16:58 Uhr

So was ähnliches gibts doch schon mit Cubby?

wer ke 3. April 2013 um 17:41 Uhr

für/auf einem NAS wär das toll. (zB Synology)

abby 3. April 2013 um 19:06 Uhr

Cubby hat nach der Beta-Phase die LAN-Synchronisation den zahlenden Usern vorbehalten. Für die AeroFS-Betatester ändert sich nichts an der Funktionalität.
Bei mir läuft es seit Ende letzten Jahres weitgehend problemlos und ich bleibe auch dabei, da es genau das macht, was ich brauche.

Tom Wagner (@bier_und_chips) 3. April 2013 um 19:44 Uhr

Es gab mal Live Mesh, das konnte das auch. Als es eingestellt wurde (zugunsten von SkyDrive), war ich erstmal so richtig angepisst. Danach habe ich cubby eine Weile verwendet, aber die P2P-Synchronisation schien mir nicht stabil genug. AeroFS habe ich heute kurz getestet, aber ich finde einfach keinen Einsatzzweck mehr dafür. Wenn ich schon mal mein Laptop und meinen Desktop-PC gleichzeitig anhabe, dann kann ich sie auch über meinen Datei-Manager (Speed Commander) synchronisieren. Ich sehe da keinen Grund (mehr) eine zusätzliche Software zu installieren.

wraitrae 3. April 2013 um 21:45 Uhr

Mit zunehmendem Datenhunger und Überwachungs- und Volksbespitzelungsirrsin geht das alles in die falsche Richtung. Daten gehören, je nach Anforderung von Privat über Mittelstand bis Industrie, auf eigene Rechner, lokal oder gemietete Server in DE, mit verschlüsselten Platten. Keine Cloud in der permanent Behörden rumpfuschen können. Die Software muss entweder Open Source oder Einmal-Kaufen-Software sein die *keine externen Accounts* benötigt. Für Privat und kleine Mittelstandsunternehmen gerne auf einem NAS laufend, Verbindungen über ein VPN ins eigene Netz. Und es muss eine Massenbewegung geben, die auch Oppa und Omma klar macht, dass man seine Mails mit PGP verschlüsseln muss. Auch scheinbar unwichtigen Kram. Insofern löst auch AeroFS die aufkommenden Probleme nicht. Bezahlbare NAS Systeme die direkt eine Cloud-Funktion eingebaut haben die ebenso gut funktioniert wie Dropbox, kostenlose SSL-Zertifikate installierbar und um so viel wie möglich erweiterbare Festplatten gingen da sicher eher in Richtung einer wünschenswerten, eierlegenden Wollmilchsau. Für den gewerblichen Einsatz mit der Möglichkeit Daten im Leerlauf / Nachts auf ein Gerät an einem anderen Standort zu syncen damit die Daten auch bei einem Brand sicher sind. Vielleicht kann man sich sowas heute schon halbwegs zusammenfrickeln mit Programmen die wieder nur Hardcorefreaks kennen, aber frickeln ist weder was für Privatleute noch für Gewerbetreibende. Und AeroFS hört sich danach an, als könnte man das ernsthaft brauchen. Da kann ich mir Vorrednern nur anschließen

olidie 3. April 2013 um 22:02 Uhr

Ich baue wie Marco viel Hoffnung auf die Bittorrent SyncApp.

PhilipL 3. April 2013 um 23:07 Uhr

Schön und gut, macht auch das was ich suche nur dumm das der Anbieter trotz Verschlüsselung wieder fast unbegrenzt auf die Daten zugreifen kann weil das Schlüsselmanagement wieder beim Anbieter stattfindet. Oder habe ich das jetzt was falsch verstanden?

Marco Ziegaus 4. April 2013 um 22:24 Uhr

@PhilipL

Da ist die Frage, was denn intern tatsächlich passiert. Das Prinzip ist ja so erklärt, dass lediglich die Passwort-Hashes auf den AeroFS-Servern liegen. Damit können die Leute von AeroFS die Daten nicht entschlüsseln, sondern nur prüfen, ob du dich mit dem richtigen Passwort angemeldet hast.

Zumindest sagen sie das.

Weil man aber nie weiß, welche Daten tatsächlich gespeichert werden, muss man der Firma natürlich immer noch ein Stück weit vertrauen, denn theoretisch könnten sie ja auch das Passwort in Klartext speichern und sich bei Bedarf die Daten von den Clients saugen.

Marco Krage 21. April 2013 um 13:13 Uhr

Also die SyncApp von BitTorrent (http://labs.bittorrent.com/experiments/sync.html) kommt gänzlich ohne Account aus. Hier wird alles über ein PSK (Pre-shared key) geregelt.

Gefällt mir um einiges besser. Zumal so auch spontanes Teilen mit “Eltern” ect. möglich ist.

Gruß Marco


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