Bundeskanzlerin nutzt Google-Hangout zum Dialog

An der Politik Interessierte Menschen können am 19. April an einem Google-Hangout mit der Bundeskanzlerin Angela Merkel teilnehmen. Sechs Bürgerinnen und Bürger dürfen dem Hangout beiwohnen und sich zum Thema Integration mit der Bundeskanzlerin austauschen. Auch Zuschauer haben im Vorfeld die Möglichkeit, Fragen zum Thema Integration zu stellen.

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Ausgewählte Fragen werden vom Moderator des Hangouts vorgelesen und von der Bundeskanzlerin beantwortet. Auf der Seite www.bundesregierung.de können Bürgerinnen und Bürger ab sofort ihre Fragen zur Integrationspolitik stellen, Einsendeschluss ist der 15. April.

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Der Hangout lässt sich am 19. April ab 17 Uhr live auf den Internetseiten der Bundesregierung und im dazugehörigen YouTube-Kanal verfolgen. Nette Werbung für Google-Hangouts, nicht wahr? Kann man nun von mehreren Seiten sehen: Google-Hangouts machen das Thema populärer, weil jeder drüber spricht.

Andere Seite: die Bundeskanzlerin sitzt in einem Hangout mit 6 Alibi-Teilnehmern, demonstriert Bürgernähe und antwortet auf vorher abgekasperte Fragen, was einen Mehrwert von ungefähr Null bietet. Demokratie und Dialog sind nicht eine Handvoll Rosinen (Fragen). Wie beurteilt ihr diesen Schritt? (via)

Bildquelle: Shutterstock / Reichstag in Berlin on a sunny day von telesniuk

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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18 Kommentare

  1. super schwachsinnig einfach. wird zeit für eine weitere facebookparty

  2. 6 Bürger und Fragen, die vorher ausgewählt werden. Ich würde das eher als Polit-Show und nicht als ernst gemeinten Hangout bezeichnen.

  3. Besser als nichts auf jeden Fall! Sind bald Wahlen?

  4. Sehe es ähnlich wie Caschy: Klar kann man nicht einfach jeden mit jeder noch so bescheuerten Frage auf die Kanzlerin loslassen, Moderation ist da schon Pflicht. Aber im Endeffekt kommt bei der Aktion nicht mehr als ein von der Kanzlerin vertontes FAQ heraus, dass man mit deutlich weniger Aufwand veröffentlichen könnte.

  5. Blubberlutsch says:

    Haben Springer und Burda keine geeignete Plattform?
    Die Kanzlerin kann doch nicht einfach ihren wertvollen Content dem Kraken Google überlassen, der das schamlos zu Geld macht, ohne die Urheber teilhaben zu lassen.
    Geistiges Eigentum muss wieder beachtet und angemessen vergütet werden und das Netz darf kein Selbstbedienungsladen sein!!!!!

    Wer Ironie findet, darf sie natürlich behalten.

  6. Immerhin können die 6 BürgerInnen ja noch ihre eigene Meinung kundtun. So wie ich das verstanden habe, wird der Moderator ausgewählte Fragen der eingeschickten vorlesen. Die die eh im Hangout sind, können auch eigene Fragen stellen. Je nachdem wie der Moderator das zulässt versteht sich.

    Ansich ist die Idee super. Das sollten mehr Politiker machen. Allerdings nur wenn der Moderator nicht sämtliche Fragen totredet.

  7. Wobei aber schwer davon auszugehen ist, dass man sich schon ganz gezielte „Bürger“ rausgesucht hat. Da werden mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keine wirklich unangenehmen Fragen kommen.

  8. WTF, politische Beteiligung erfordert Google-Nutzung, oder was? Wobei, ein Audio-FAQ über die (angeblichen) positiven Seiten der CDU-Regierung ist mir das Nachdenken darüber gar nicht wert.

  9. mehr als ein: „Deutschland geht es gut und das macht mich glücklich“ kommt da eh nicht raus.
    Bei aller liebe zum technologischen Fortschritt, die alte Generation Politiker fasselt den verfassten Text der Strippenzieher wie immer ab – egal auf welcher Platform.

  10. Nichts als Selbstdarstellung der Kanzlerin. Schauspielerei um die Wähler zu täuschen. Derweil tritt sie Demokratie und Rechtsstaatlichkeit mit Füßen.

  11. Traurig, dass es dann bestimmt auch noch Personen gibt, die denken die Fragen seien wirklich „spontan“ und ohne Absprachen/Zensuren…

    Aber irgendwie muss man sich ja selber feiern uman Wähler zu kommen…

  12. Die beste Demokartie die man für Geld kaufen kann.
    Eine Schande das die Regierung Werbung für Facebook,Google und co. macht.

  13. man kann natürlich alles verteufeln, aber Tatsache ist, dass unsere derzeitigen und ehemaligen Politikern Deutschland dorthin gebracht haben, wo wir heute sind. Und uns in Deutschland geht es IMHO so gut, wie in keinem anderen Land auf der Welt. Vor 60 Jahren hätte das niemand auf unseren Planeten für denkbar gehalten. Natürlich ist nicht alles perfekt und man kann noch einiges verbessern, aber so schlecht wie viele tun, geht es uns echt nicht!!

  14. …ganz deiner Meinung Caschy

  15. @ Chachy WoW so deutliche Worte hätte ich nicht von Dir erwartet.

    @ Tobi dir geht’s wohl gut. Du bist anscheinend keiner von denen, die trotz 40 Std. Woche nicht von dem Entgelt leben können und noch vom AA mit finanziert werden. Oder einer von denen, die gekündigt (oder ausgelagert) wurden und dann als Leiarbeiter, mit 50% weniger, wieder in den Betrieb zurück gekommen sind. Glück gehabt, mehr nicht.

  16. Solche Events gab es doch schon immer. Sie hießen nur nicht „Hangout“ sondern „Podiumsdiskussion“ oder sowas Ähnliches, und sie fanden nicht in Google statt, sondern in Stadthallen, Theatern, Hotels, Universitäten, … Same shit, different toilet.

  17. Hat die Bundeskanzlerin denn eine Sendelizenz?

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