Ab inne T?rkei – Teil 5 – Letzter Teil

7. Juli 2005 Kategorie: Privates, geschrieben von:

Am letzten Tag lernten wir Ali kennen. Aber mal alles von Anfang an. Am Tag unserer Abreise wollten wir noch einmal zum Basar. So viele Plagiate habe ich noch nie auf einem Haufen gesehen, geschweige denn gekauft 🙂
Viele der Halsabschneider Gesch?ftsleute sprachen gut deutsch, sodass das verhandeln sich als nicht so schwierig erwies.Man wurde wirklich von jedem angesprochen. Von einem Freund wusste ich, dass JEDER der dich anspricht und dich fragt woher du kommst, mindestens einen Verwandten in deiner Stadt hat. Seit Wochen freute ich mich zu sagen, dass ich aus dem Elbental komme 🙂

Nachdem wir bereits zwei Pumataschen unser eigen nannten, liessen wir uns an einem Stand, an denen Armb?nder feilgeboten wurden vollschwatzen. Dort wurde kaum deutsch gesprochen. Nadine hatte ihr eigenes Armband um. Die H?ndlerin fing an, mehrere Armb?nder um Nadines Arm zu legen, um zu zeigen, wie toll die doch sind.

Mir entwich:“Pass auf, wenn die ihre B?nder gleich abmacht, fehlt dein eigenes gleich mit..“ 😉

Hintergrundwissen: Bist du an einem Stand der erste Kunde, dann werfen die H?ndler dein Geld in den Dreck, um sich dann damit durchs Gesicht zu wischen…. Soll wohl Gl?ck bringen. Wobei ich mich frage, was Toilettenfrauen wohl machen…

Nachdem ich noch lecker Kirschen gekauft hatte, ging es zur?ck zum Hotel. Vorbei an vielen Urlaubsh?usern der Einheimischen.

„Na, habt ihr sch?n eingekauft?“ fragte ein netter ?lterer Herr. Man kam am Gartenzaun ins Gespr?ch. Zwei Minuten sp?ter wurde man auch schon zum Tee eingeladen. So sa?en wir bei Ali im Garten um Kaffee zu trinken, weil Tee alle war. T?rkischer Kaffee ist ?brigens sehr lecker.

Ali sprach sehr gut deutsch. Ali hat auch 35 Jahre in Berlin gelebt und dort gearbeitet. Er erz?hlte uns viel aus seinem Leben, dass als kleiner Gastarbeiter f?r ’nen Hungerlohn begann und mit 55 im Berliner Senat endete. „Jung, geh immer arbeiten, egal wie wenig du verdienst. Ich war nicht einmal beim Arbeitsamt“ sagte er. Ach ja, zum Kaffee gab es Pflaumen aus Alis Garten. Nach eineinhalb Stunde verabschiedeten wir uns von Ali. Wirklich netter Kerl.

Gastfreundschaft wird dort wirklich gross geschrieben. Fand ich pers?nlich sehr klasse. Wer die M?glichkeit hat, die in der T?rkei angebotene Gastfreundschaft nutzen zu k?nnen, sollte dies unbedingt tun.


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Über den Autor:

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