5 Jahre Google+: Ich habe mich geirrt

28. Juni 2016 Kategorie: Google, Social Network, geschrieben von: caschy

google-plus-newVor fünf Jahren saß ich hier und habe über Google+ berichtet. Ich vermutete, es könnte das größte Ding seit Twitter oder Facebook werden. Ich habe mich definitiv geirrt. Google+ startete damals ambitioniert und machte vieles anders als der Wettbewerb. Doch manchmal hatte man das Gefühl, als entwickle man am Nutzer vorbei. Es wurde auf Teufel komm raus verzahnt und selbst ich hatte Schwierigkeiten durch alle Einstellungmöglichkeiten zu blicken. Google+ sollte die eierlegende Wollmilchsau werden, erinnerte mich dann irgendwann aber an „The Homer“. Etwas, in dem alles drin war – aber dennoch nur halbgar und irgendwie auch nicht schön zu benutzen. Man ist ja bei Google recht häufig eine Laborratte.

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Dies war offensichtlich nicht nur meine Meinung, sondern auch die vieler Benutzer und Google. Man riss Funktionen heraus und lagerte diese eigenständig aus. Geisterstadt – so nennt man Google+ seit Jahren. Damit hat man Recht und Unrecht zugleich. Wer sich nicht in das Netzwerk einbringt, nicht aktiv mitgestaltet, der wird Google+ eine Geisterstadt nennen können.

Ich für meinen Teil bin täglich auf Google+ aktiv. Für mich persönlich ist es das Contra-Netzwerk zu Facebook. Bei Facebook habe ich den privaten Kram, während ich bei Google+ den Austausch schätze. Ich bin in zahlreichen Communities bestimmter Apps, ich folge Entwicklern und anderen Menschen.

Die habe ich nicht bei Facebook als Freunde, meine Interessen sind hier eher thematisch gelagert. Letzten Endes ist es so: Man muss was draus machen. Wer seine Leute bei Google+ hat, der wird glücklich sein. Ist halt wie bei Messengern. Es nützt der tollste Messenger nichts, wenn du deine Leute nicht hast. In meinem persönlichen Dunstkreis nutzt übrigens niemand Google+ – aber würde ich danach gehen, wäre Snapchat auch ehr ein Flop.

Google probiert viel aus, was von vielen Nutzern immer als Negativpunkt angesprochen wird. Ist natürlich teilweise Blödsinn, denn man darf ausprobieren, muss ausprobieren. Freedom to fail. Wer nichts wagt, der nichts gewinnt. Scheiss drauf, ob Funktionen nichts bringen. Passiert anderen Firmen auch, ob Facebook oder Twitter.

Müsste ich auf ein Netzwerk verzichten – ja dann wäre es Google+ – ich kann mit Facebook und Twitter mehr anfangen.

Dennoch wäre ich traurig, wenn Google+ irgendwann einer Reinigungsaktion von Google unterliegen würde (als Blogger, also beruflich, auf keinen Fall privat). Ich persönlich glaube zwar nicht an diese, aber wer hätte gedacht, dass die den Google Reader absägen?

Google+ ist bislang als das große Ganze nicht die tollste Lösung, da habe ich mich vor fünf Jahren definitiv geirrt. Ich treffe ungerne Prognosen, warum, das zeigt dieser Beitrag.

Dennoch: Herzlichen Glückwunsch Google+! Auf die nächsten Jahre. Du bist eine nette Plattform für viele Entwickler und deren Anwender – was in Hinblick auf das Android-Ökosystem und die Apps nicht ganz unwichtig ist.

Und – wie schaut es mit deiner Meinung zu Google+ aus?


 

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Über den Autor: caschy

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