YouTube soll neu mit Indie Labels verhandeln, erst einmal keine Blockierung von Inhalten

Die Einführung von YouTubes Musikstreaming-Dienst soll sich durch die Komplikationen mit Indie-Labels verzögern. So machte die Nachricht im Mai ihre Runde. Grund sind unfaire Verträge, die für die Indie-Labels inakzeptabel sind. Nun gibt es Neuigkeiten, YouTube scheint sich geschlagen zu geben, vermutlich durch den große mediale Aufmerksamkeit, die YouTube vor rund zwei Wochen erhielt. Anstatt die Indie-Labels, die die neuen Verträge nicht akzeptieren, einfach auf YouTube zu blocken, verschafft sich YouTube nun mehr Zeit für Verhandlungen, wie die Financial Times berichtet.

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Nach Aussage von YouTube wären 95% der Labels mit den neuen Verträgen einverstanden gewesen. Google behält sich zwar immer noch vor, Inhalte von Labels zu blocken, die nicht mit den Konditionen einverstanden sind, allerdings berichtet ein Mitglied der Independent Label Community, dass es neue Verhandlungen gibt. In der EU wurde gegen YouTube bereits Beschwerde eingereicht. Hier soll geprüft werden, ob Google seine beherrschende Marktposition ausnutzt, um Indie Labels mit schlechten Verträgen zu drücken.

YouTube lebt von den Content-Erstellern. In Amerika ist Musik auf YouTube wesentlich verbreiteter als beispielsweise hierzulande (Hallo Gema!). Wenn man dort nun einen Streamingdienst starten will, kann man nicht auf Labels wie das von Adele oder den Arctic Monkeys verzichten. Die Labels der beiden sollen auf der Liste derer sein, die sich nicht mit den neuen Verträgen anfreunden können.

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*Mitglied der Redaktion 2013 bis 2019*

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5 Kommentare

  1. „Hallo Gema“? Ernsthaft? Spätestens nach Lektüre Deines eigenen Artikels solltest Du doch wissen, wie Google verhandelt…

  2. Naja, dafür das sich YouTube in so ziemlich jedem anderen Land einig wurde, ist es schon ein wenig merkwürdig warum ausgerechnet hier nicht…

    …da liegt die Vermutung das sich hier die Gema quer stellt doch sehr nahe 😉

  3. Gema ist eben genauso wie die GEZ ein Geldschluckendes Schwarzes Loch. Das vermutlich für die Wirtschaft schlimmer ist als die Mafia Bosse in Italien.

  4. @Peter
    Agentur so ist es. Die GEMA stellt derart absurde Forderungen, dass das Ganze unmöglich zu einer sinnvollen Einigung führen kann für beide Seiten.

  5. Wenn ich ein Musikvideo mitschneide und auf meine Homepage zum Streamen stelle, dann ist das eine Urheberrechtsverletzung und ich krieg eine Abmahnung, auch wenn ich nicht mal was dran verdiene. Vermutlich mit Schadensersatzforderungen von 25€ pro Klick auf mein Video. Wenn ich dasselbe Video auf Youtube stelle, dann soll das ok sein. Wieso eigentlich?

    Nicht, dass ich die GEMA leiden könnte, aber wieso soll Youtube hier so substantiell anders behandelt werden als jeder andere?

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