Xiaomi: Neue Scooter für Deutschland kündigen sich an

Im vergangenen Jahr hatte Xiaomi mit dem Mi Electric Scooter 3 einen neuen Scooter vorgestellt. Kostenpunkt? 449 Euro, aber eben nicht für den deutschen Markt mitsamt Regularien gemacht. So steht da beispielsweise eine Geschwindigkeit von 25 km/h auf dem Papier, nicht die für die Zulassung notwendigen 20 km/h. Zum damaligen Zeitpunkt gab Xiaomi zudem an, dass man derzeit keine Planungen hätte, den Scooter auch auf den deutschen Markt zu bringen. Nun stehen dennoch neue Modelle der Xiaomi Scooter für den deutschen Markt in den Startlöchern.

Der Mi Electric Scooter 3 wird aller Voraussicht nach auf den deutschen Markt kommen. In Insider-Kreisen munkelt man darüber, dass die Verzögerungen mit der notwendigen Drosselung zusammenhängen könnten. Regelmäßig gab es bei den Vorgängermodellen Nutzer, welche über die Software das vollständige Geschwindigkeitspotenzial aus den Scootern herauskitzelten – was dann aber eben nicht mehr zur Zulassung eines Elektrokleinstfahrzeuges passt.

Zum Mi Electric Scooter ist alles an technischen Informationen und sonstigen Details bekannt. Abseits der Geschwindigkeit dürfte sich das Modell für den deutschen Markt maximal noch durch Reflektoren oder dergleichen unterscheiden – wie man es eben von anderen Xiaomi-Scootern bereits kennt. Ebenso könnte man durch die Zertifizierung entstehenden Kosten einen höheren Preis erwarten.

Das war es dann aber noch nicht an neuen Scooter-Modellen für den deutschen Markt. In den Startlöchern steht zudem der Xiaomi 4 Pro. Über den Xiaomi Mi Electric Scooter 4 Pro kursieren bereits Leaks. Die Geschwindigkeit ist durch die deutschen Regularien ohnehin mit 20 km/h gesetzt. Die Leaks sprechen zudem von 12,4 Ah Akkukapazität, was eine Reichweite von 45 km ermögliche. Binnen 8 – 9 Stunden sei der Akku des Scooters dann auch wieder für neue Touren gefüllt. Beim Motor setze Xiaomi nach den derzeit vorliegenden Informationen auf einen Motor mit 350 Watt, der allerdings auch 500 Watt in der Spitze erreichen kann. Muss man mal schauen, was dann tatsächlich dahinter steckt. Wer da auf ein Modell mit deutscher Zulassung spekuliert, der kann wohl damit rechnen, dass die Scooter recht ähnlich zu den bekannten Ninebot-Modellen ausfallen. Zudem: Allzu große Neuerungen darf man auf diesem Markt da derzeit auch nicht erwarten.

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Baujahr 1995. Technophiler Schwabe & Studienreferendar. Unterwegs vor allem im Bereich Smart Home und ständig auf der Suche nach neuen Gadgets & Technik-Trends aus Fernost. Twitter. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: felix@caschys.blog

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19 Kommentare

  1. Diese deutschen (zum Teil schwachsinnigen) Regeln. Wo ist das Problem, einen E-Scooter 25kmh fahren zu lassen? Habe selber einen Ninebot (alles Original) und würde die 5kmh sehr zu schätzen wissen. Ich habe auch keine Ahnung, wie die auf diese Geschwindigkeit kommen? E-Bike 25kmh, Mofa 25kmh, e-Scooter 20kmh? Ist genauso schwachsinnig wie ein Moped mit 45kmh.

    Aber Hauptsache keine Helmpflicht – was ich für wichtig halte.

    • Ein E-Scooter ist deutlich instabiler als ein Fahrrad. Schon mal mit 20 km/h auf die Schnauze gepackt?
      Darüber hinaus werden die Teile ständig auf Fußgängerwegen gefahren (weil die Fahrenden einen an der Waffel haben) und gefährden ihre Mitmenschen. Auf der Straße sind die Teile ein Verkehrshindernis. Ja, wir brauchen mehr Radwegen in DE.

      • Da könnte man jetzt genauso den Vergleich zu Inlinern rauskramen…
        damit kann man schneller als 20 Km/h fahren und wesentlich langsamer abbremsen, bei vergleichsweise schlechterer Stabilität.
        Schon mal mit Inlinern auf die Schnauze gepackt?

  2. So wie man es in DE inzwischen gut kennt, weniger Leistung,weniger Service, weniger Qualität usw. aber die Preise immer höher ansetzen als in anderen Ländern. Eine Zertifzierung extra für DE ? warum nicht für die gesamte EU?

  3. sehe irgendwie kein grund einen neuen zu kaufen, außer der alte ist defekt. wird bei unseren gesetzen nie ein anreiz geben, was soll sich da schon ändern?
    fahre aktuell mit dem mi scooter 1S zum bäcker oder mal kurz zum discounter, innerorts auf dem land. es interessiert hier niemanden wie schnell das teil fährt.
    muss aber sagen, dass es von 20 kmh zu 25-28 schon ein sehr deutlicher unterschied ist, obwohl es „nur“ 5kmh sind. ich fahre sehr ungern im 20kmh modus…

    sollte sich der neue mi scooter nicht mehr tunen lassen, glaube ich kaum dass er hier bei uns viele fans finden wird.

  4. Ganz blöde Frage nebenbei…
    Hat jemand eine gute Marke für übergewichtige Menschen?!?
    So 120kg+ ?!?

  5. Klar, wenn ich auf ner graden Straße fahre, sind die 20km/h ziemlich lahm, wenn ich aber mal in eine Notsituation komme, dann merke ich erst, wie unbeholfen die Geräte zu handhaben sind und daher hab ich kein Problem mit der Limitierung bei 20km/h. Vor allem weil man bei allen Gefährten die 25km/h fahren eine Helmpflicht besteht und darauf hab ich keinen Bock.

    Was mich viel mehr nervt, ist, dass es keine Boosted Boards bei uns gibt bzw. bei uns erlaubt sind.

    • Das Problem mit den 20KM/h ist nicht das geradeaus fahren. Jede kleinste Steigung funktioniert nicht mit den gedrosselten Rollern, da die Leistung dafür nicht mehr vorhanden ist. Nutzt man den Scooter mit 25, verhält er sich komplett anders am Berg, die Geschwindigkeit bricht nicht extrem ein, man kann vernünftig fahren. Die Dinger sind für 25 KM/h gebaut worden und funktionieren so auch vernünftig, mit 20 kann man den Scooter bei uns nicht fahren, dann muss ich bei jeder Steigung mit treten.

  6. gregorius says:

    Wenn mir so Scooterlappen auf dem Fussweg entgegen kommen, dann bleibe ich einfach stehen.
    Einen Zusammenprall wollen dann wohl doch die wenigsten riskieren.

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