Xbox: Microsoft plante OnLive-Übernahme

Gestern berichteten wir über das 56 Seiten starke Dokument, welches uns Einblicke gab, in welche Richtung Microsoft die Xbox 720 entwickelt. Die Jungs von Ars Technica haben noch einmal ein wenig darin gewühlt und darin festgestellt, dass Microsoft seinerzeit auch eine Akquisition von OnLive ins Auge gefasst hatte.

Über OnLive haben wir hier ja bereits mehrfach berichtet. Der Dienst ermöglicht es uns, aktuelle und technisch anspruchsvolle Games unabhängig von der Qualität der Hardware zu zocken. Die Spiele laufen nämlich nicht auf dem heimischen Rechner, sondern auf den OnLive-Servern und werden uns dann als Stream nach Hause geliefert.

Microsoft hat das Potential von OnLive damals schon erkannt und befürchtet, dass man es hier mit einem Konkurrenten zu tun hat, der das Gaming komplett revolutionieren könnte, indem er alle gängigen Konsolen obsolet macht. Logische Überlegung von Microsoft: man krallt sich OnLive. Dass es dazu nicht gekommen ist, muss ich euch nicht erzählen – OnLive erfreut sich immer noch sowohl großer Beliebtheit als auch seiner Unabhängigkeit. Was Microsoft hier zum Umdenken veranlasst hat, kann ich ehrlich gesagt nicht erkennen, denn nach wie vor besteht hier ja die Möglichkeit an starken Konsolen wie der Xbox vorbei Gaming zu ermöglichen.

Quelle: Ars Technica

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4 Kommentare

  1. spätestens als bei MS jemand über die netzabdeckung nachgedacht hat, wurde ihm klar, dass man mit dieser netten idee nicht genug kohle generieren kann und es wesentlich einfacher ist eine konsole subventioniert oder sonst wie zu verkaufen. das onlive games system fürn tv kostet ja auch lappische $100… man braucht nen highspeed internetzugang und die games sind teuer, außer man mietet sie fürn tag und spielt sie sofort durch.

    ich würde auch gerne auf meinem uralt-laptop BF3 online zocken mit freunden, wird aber niemals funktionieren, da dass konzept OnLive nicht für multiplayer ausgelegt ist.

  2. Naja ganz einfach. Siehe kommentar von Microsoft 2 monate vorher.
    1. Man braucht eine eine Gute Leitung, wenn man ordentlich spielen will. (unter 16.000 kann man es vergessen//auch wenn 2.000 steht)
    2. Die meisten würden über WLan gehen. Ohh Graus
    3. Die Qualität ist bei weitem nicht so gut, wie die einer lokalen Konsole. (verpixelungen//komische punkte auf den Texturen//Verschwomene ansicht)

    -> Ich finde es an sich genial, aber noch 3-5 Jahre braucht, das ganze.
    Außerdem, es ist auf die Zeit gesehen teuerer.

  3. Das Problem ist ja nicht nur die Bandbreite an sich. Auch mit einer 16k-Leitung ist ja das Problem der Latenz nicht umgangen und hier ist ein guter Wert zwingend notwendig für das Spielen. Nur lässt sich diese Tatsache bei einem dezentralen Netz wie das Internet nicht so einfach beinflussen bzw. verbessern. Höchsten ein weltweiter und flächendeckender Einsatz von IPv6 im Internet könnte hier was bewirken aufgrund intelligenterer Algorthmen, weniger Overhead und verbessertem Routing. Doch das dauert noch mind. 5 Jahre.

  4. Hallo, OnLive oder vergleichbarere Konzepte sind noch nicht konkurrenzfähig. Es geht ja nicht darum, dass ein solches System funktioniert bzw. bei einigen Nutzern gut läuft, sondern es muss „der Breite“ der Nutzer einen echten Vorteil bieten können. Das dies zukünftig der Fall sein könnte, halte ich für wahrscheinlich. In das Zeitfenster bis dies allerdings soweit ist, passen nach meiner Auffassung noch 1-2 „konventionelle“ Konsolengenerationen.