VMware Fusion auf dem Apple M1: Stand der Dinge

Wir berichteten neulich schon darüber, dass es mit der Virtualisierung von Windows und anderen Betriebssystemen auf den M1-Macs so eine Sache ist. Parallels hat eine funktionstüchtige Version der Software an den Start gebracht, die nun auch das Windows on ARM unterstützt, welches ja erst einmal in einer Evaluierungsversion zu haben ist.

Bei VMware sieht das leider ganz anders aus. Das Unternehmen  wird derzeit von Dell abgespaltet und hat wohl auch ein paar andere Prioritäten als Windows auf dem Mac. Die aktuellen Informationen sind aber für private Nutzer eines M1-Macs, die Windows in der kostenlosen Version von VMware Fusion laufen lassen wollen, wohl nicht die besten:

Man werde noch in diesem Jahr eine Tech Preview von VMware Fusion für macOS auf Apple Silicon ausliefern. Die Entwicklung schreite sehr gut voran und erfüllt oder übertreffe die Erwartungen, aber es gebe Herausforderungen und viel Arbeit, die noch zu tun sei. Man plane nicht, die Installation oder Ausführung von x86-VMs auf Macs mit Apple Silicon zu unterstützen. Windows ist zweite Priorität hinter Linux. Microsoft verkauft derzeit keine Lizenzen von Windows 10 ARM für virtuelle Maschinen.

Insider-Builds von Windows 10 ARM dürfen nur auf Systemen mit einer lizenzierten Version von Windows 10 installiert werden, die derzeit nicht auf Apple-Hardware verfügbar ist, so VMware. macOS VMs sind kurzfristig nicht in Sicht. Es gibt dort Herausforderungen, die Apple gemeinsam mit VMware lösen müsse.

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14 Kommentare

  1. Dell wollte eben nur mit EMC fusionieren und VMWare wurde zum lästigen Anhängsel. Container-Technik hat VMWare das Leben im Server-Business sicher auch nicht einfach gemacht. Linux Kernel Namespaces sind in der Cloud eben deutlich effizienter als Virtualisierung, auch wenn sie diese nicht vollständig ausschließen. (Stichwort VMWare Photon) Auf ARM-Servern dürfte man aber vor allem Container-Systeme anstatt eines Hypervisors vorfinden.

    Desktopprodukte sind für VMWare allerdings schon länger kein wichtiges Geschäft mehr. VMWare Workstation war mal extrem gut und für Entwickler kaum verzichtbar. Danach hat Microsoft seinen bisher erfolglosen (und technisch noch immer durchwachsenen) Hypervisor direkt in Windows Clients integriert und für längere Zeit die Kompatibilität zu Konkurrenzprodukten praktisch vernichtet.

    VMWare Fusion ist inzwischen auch kostenlos, weil man man gegenüber der Konkurrenz einfach keinen Boden gewann. Ob die gerade, in diesen Zeiten der Umstrukturierung, so viele Ressourcen haben um das in Support für den M1 zu stecken?

  2. Wer so etwas wirklich braucht, greift stattdessen einfach zu Parallels Desktop und gut ist‘s. Das hier ist allein VMwares Problem – zum Glück.

  3. VMware macht das Geld wohl auch eher mit VMCenter und ähnlichem und nicht mit den Desktoplösungen.
    Von daher sind die Prioritäten sicher an anderer Stelle.

  4. Schön und Gut das Parallels Windows 10 in der ARM Variante ausführen kann, aber praktisch hat man doch da überhaupt nichts von. Windows on ARM ist in einem jämmerlichen Zustand, da gibt es im Grunde nichts wofür sich die Installation lohnen würde. Die ganze Software wegen der die Meisten eine VM aufsetzen läuft nur in Windows x86 und das kann weder Parallels noch VMWare emulieren und ob da noch was von VirtualBox kommt ist ebenfalls unklar, im Moment jedenfalls hat VMWare da imho einen theoretischen Nachteil, aber praktisch bringt einem Parallels auch nichts.

    • Zu Parallels:
      Ich hab Windows on ARM hier unter Parallels auf meinem M1 MacBook am laufen und _alle_ unsere eigenen Windows 32 _und_ 64-bit Programme laufen darunter – und dies auch noch alles flüssiger und schneller als dem i7 MacBook Pro.

      • Aye! Und ich kann Skyrim flüssig spielen 🙂 Mount and Blade 2 läuft auch. Alleine dafür lohnt sich die Lizenz von Parallels. Windows startet auf meinem M1 MBA innerhalb von 30 Sekunden, Office anschließend innerhalb von 15 Sekunden. Der helle Wahnsinn.

      • ich suche nach einer Lösung, Programme die es für M1 Macs nicht gibt, z.B., WISO mein Geld, trotzdem auf dem Macbook pro M1zu betreiben. Da kämen nur eine Windows Emulation in Frage. Hat jemand Erfahrung, ob WISO „Mein Geld“ als Windows Programm unter Parallels läuft?

        • Ich gehe schon davon aus, dass es unter Parallels auf dem M1 läuft.

          Um sicher zu gehen, Kannst du ja die Testversion verwenden:
          https://www.buhl.de/c-j/wiso-meingeld-pro-2022/

          • Vielen Dank Pete für die raschen Antwort. WISO Mein Geld nutze ich seit Jahren. Ich schätze daran die Möglichkeit auch lange zurück liegende Transaktionen / Überweisungen wieder aufrufen zu können. Meine DB reicht zurück bis ins Jahr 2002. Allerdings ist das Programm nicht eben performant. Trotz meines Fujitsu Lifebooks U748 1 TB PCIe und 24 GB RAM und Win 10 Pro. Jetzt erwäge ich auf ein Apple M1 Pro 512 / 16 GB RAM umzusteigen. U.a. um meine Digitalfotos zu bearbeiten. Was mit dem Windows Laptop wegen der lahmen Grafik leider wenig flüssig läuft.
            Und ich hätte gern alles auf einer Maschine. Also versuche ich zu prüfen, ob meine essentiellsten Programme auf dem Mac laufen…
            Neben MS Office eben WISO mein Geld. Den Mac kaufe ich erst, wenn ich diese Fragen einigermaßen positiv abschließen konnte.

  5. Als VMware-Professional: Das Geld macht VMware eh mit vSphere usw. Daß man nicht plant x86-VMs auf M1 zum Laufen zu bekommen ist richtig ärgerlich, so bleibt im Enterprise-Bereich Virtualisierung auf dem Mac (M1) aktuell eher Hobby.

    Denn das ist ja einer der entscheidenden Punkte: Man will ja bestehende x86-VMs „hochfahren“ können (hab n komplettes AD mit Exchange auf Fusion-x86-VMs), und nicht Windows-for-ARM neu installieren. Ganz ehrlich: Dann brauch man Fusion eigentlich auch nicht.

  6. Einfach eine RDP Session auf einen Win Pc machen u gut ist. Reicht auch kleine oder gebrauchte Hardware

  7. dkr3tsch says:

    Abgesehen von Windows unter vmware Fusion. Ich sehe es doch richtig, dass es auch keine vmware Lösung für M1 auch für andere BS aktuell gibt, oder?

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