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VLC Media Player 4.0: So geht’s mit der Entwicklung weiter

Der VLC Media Player ist mittlerweile schon 20 Jahre alt. Dieses Jahr soll dann auch die Version 4.0 erscheinen – offensichtlich wird die neue Benutzeroberfläche sein. Das ist nun nicht grundsätzlich neu, wurde aber noch einmal im Rahmen eines Interviews verraten. Die grundsätzlichen Pläne für den VLC Media Player 4.0 wurden bereits im Februar 2019 geteilt, also schon vor gut zwei Jahren.

Als Teil dieser Überarbeitung beginnt VLC auch damit, mehr Online-Inhalte direkt in die App zu integrieren. Anstatt einfach allen den gleichen Katalog an Videos zu geben, bekommt der VLC Media Player Erweiterungen, um Inhalte von Drittanbietern einzubinden. Dennoch ließ Jean-Baptiste Kempf von der VideoLAN Foundation die Tür offen, um eventuell auch werbeunterstützte Videos hinzuzufügen, die dem Projekt eine gewisse finanzielle Unterstützung bieten könnten.

VLC kommt ins Web: Die App hatte lange ein Web-Plugin, das ähnlich wie Flash funktionierte – und genau wie Flash wird es von den meisten modernen Browsern nicht mehr unterstützt. Jetzt arbeitet das VideoLAN-Team an einer neuen Version, die mit Webassembly und JavaScript arbeitet.

Sie führen VLC im Grunde innerhalb der Webseite aus, sodass Sie jede Art von Film direkt in Ihrem Webbrowser abspielen könnten„, erklärte Kempf. „So weit sind wir noch nicht. Aber wir kommen dem näher„. Das VideoLAN-Team arbeitet laut Bericht auch an etwas, das intern als Moviepedia-Projekt bezeichnet wird, quasi eine Art IMDb-Konkurrent, komplett mit Community-Editing im Wikipedia-Stil.

Zusätzlich zu diesen Produkten und Funktionen legt das VLC-Team auch einen großen Fokus darauf, VLC sicherer zu machen. „Die Leute haben aufgehört, Software auf ihren Rechnern zu installieren„, sagte Kempf. „Was sie installieren, ist ein Webbrowser, ein Videoplayer, eine Office-Suite, wahrscheinlich ein PDF-Reader. Vielleicht eine Foto-App. Und das war’s.“ Browser und Office-Suiten werden von großen Unternehmen hergestellt, die viele Mitarbeiter haben, die sich um die Sicherheit kümmern, daher sind Medienanwendungen ein offensichtlicher Angriffsvektor. „Wenn ich ein Bösewicht bin, werde ich Lücken im PDF-Reader oder dem Media-Player finden„, so Kempf. Das VideoLAN-Team will darauf reagieren, indem es VLC in eine Sandbox packt, um es schwieriger zu machen, ein ganzes System mit manipulierten Mediendateien anzugreifen.

Wie schaut es da bei euch aus? Mit VLC in Sachen Musik und Video unterwegs? Oder haben andere Lösungen VLC den Rang abgelaufen? Wenn man eines dem VLC Media Player zugutehalten muss, dann ist es die Tatsache, dass er einfach „eine Bank“ ist – auch wenn die Entwicklung gefühlt langsam voranschreitet.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei LinkedIn, Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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15 Kommentare

  1. Eine Integration für Plex Server wäre nice.

  2. Auf jedem Windows Rechner habe ich VLC installiert falls mir mal ein Video „zufliegt“ oder ich bei einem Blu-Ray/DVD Image mal nachsehen will ob alles ok ist. VLC ist mein Schweizer Taschenmesser sozusagen, zusammen mit Xmediarecode. Filme sehe ich allerdings nicht am Rechner, früher (als ich noch beruflich sehr viel unterwegs war schnüff) habe ich Filme auf dem Ipad gesehen, der Screen ist einfach VIEL besser als von diesen überbezahlten Business Notebooks die die Firma stellt (wenn man MacBooks aussen vor lässt).

    • Ich bin in der Kombination ganz bei dir. Auch die Recordfunktion von m3u8-Streams im VLC funktioniert prima. VLC und XmediaRecode sind Partner auf allen Windows-Rechnern.

  3. Absolutes Standardtool unter Win + Mac. Bevor ich drüber nachdenke ob irgendein Boardmittel das Format unterstützt, wird lieber VLC als Standardapplikation für alle Videodateien konfiguriert und fertig.

    Werbefinanziert klingt gefährlich, ich hoffe da beschränken sie sich auf Webdienste, die ich nutze, solange ich nur lokale Files abspiele. Ansonsten hoffe ich natürlich sehr, dass VLC sich weiter finanzieren kann… wenns akut wird hoffe ich auf einen Spendenaufruf in den Releasenotes, wäre bereit ein paar Kröten zu entbehren.

  4. Warum auch immer.. In den aktuellen Versionen ab 3.X frieren Telekom Entertain Streams im VLC ein. In Version 2 läuft das problemlos. Auch Version 4 hat dieses Problem leider.

    Mich verwundert nur, dass es in alten 2er Versionen geht und in neueren nicht mehr.. Hat jemand dasselbe Problem, oder bin ich damit alleine?

  5. Benutze seit jeher den GOM Player. Der ist wesentlich performanter als der VLC,

  6. Früher der Player meiner Wahl bei Windows auf dem HTPC. Seit ich meinen ersten 4K-TV (2015) gekauft habe, waren immer nervige Ruckler zu sehen. Seit ein paar Jahren nehme ich den SM-Player und der läuft richtig gut, da ruckelt nix und die Bildschärfe ist für mich (bei gleichen Einstellungen) angenehmer.

  7. Sowohl unter Windows als auch Android mein Standard-Videoplayer. Hoffentlich wird die Oberfläche nicht aufdringlicher oder die Bedienung anders. So wie er ist, ist er doch eigentlich perfekt. Spielt alles einfach ab und wenn man an die „abgefahrenen“ Features ran möchte, gibt es alles im Menü.

  8. Nachdem ich mit VLC bei einigen wenigen OGG-Dateien Probleme hatte, habe ich mir den MPC-HC (den Fork, nicht das eingestellte Projekt!) installiert – könnte dem VLC bei mir den Rang ablaufen. https://github.com/clsid2/mpc-hc

  9. Solange die Buttons noch so anpassbar bleiben, soll mir das recht sein. Mit dem was sich die Hersteller so denken, bin ich nämlich nie zufrieden. Gibt bestimmt andere gute Player, aber die Anpassung des Interface ist mein persönliches Killerfeature.

  10. Oh je, ich ahne schlimmes. Ich will nur ein Programm welches schlicht, schnell und einfach alle Videoformate abspielt. Hoffentlich machen die ein gutes Produkt jetzt nicht mit Werbeeinblendungen und Dingen die mein „Benutzererlebnis verbessern wollen“ kaputt. Das wäre schade, aber nicht das erste Softwareprojekt dem es so geht und dann letztendlich unbrauchbar wird.

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