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Intel: Werbekampagne gegen Apples M1-Chip

Apple hat Ende letzten Jahres seinen ersten eigenen Chip für Macs, den M1, veröffentlicht und demonstriert damit eindrucksvoll, was die ARM-Plattform aus Cupertino in einem so frühen Entwicklungsstadium in der Lage ist, zu leisten.

Intel spürt den Atem aus Cupertino im Nacken und hat bereits vor kurzem mit ausgewählten Benchmarks gezeigt, dass hauseigene x86-Chips leistungsfähiger seien, als der von Apple. Nun folgt eine Werbekampagne, in der man die Vorteile des PCs hervorheben möchte. So geht es unter anderem darum, dass man auf einem Windows-PC sowohl wissenschaftliche Dinge erledigen als auch spielen könne – oder dass nur ein Windows-PC einen vollen Desktop- und einen Tablet-Modus mit Touchscreen und Stylus in einem vereinen könne. Auch die Vorteile bei den Ports beleuchtet man. In der Kampagne selbst verlinkt man auf einen Tech-YouTuber, der für diese Werbung bezahlt wird.

 

Die üblichen Vergleiche eben, die man bereits in früheren Windows-Mac-Vergleichen gebracht hat und die eigentlich gar nicht so viel mit dem Intel-Chip selbst zu tun haben. Man ist leicht angefressen, dass man von der Mac-Plattform geschoben wird. Am Ende gut für den Nutzer, wenn Intel durch Apple und AMD wieder etwas mehr Druck bekommt.

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Oliver Posselt

Hauptberuflich im SAP-Geschäft tätig und treibt gerne Menschen an. Behauptet von sich den Spagat zwischen Familie, Arbeit und dem Interesse für Gadgets und Co. zu meistern. Hat ein Faible für Technik im Allgemeinen. Auch zu finden bei Twitter, Instagram, XING und Linkedin, oder via Mail. PayPal-Kaffeespende an den Autor

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42 Kommentare

  1. Es ist doch immer wieder schön zu sehen wie Konzerne heute arbeiten.
    Statt einem Konkurrenzprodukt etwas besseres entgegenzusetzen wird die Kampagnenmaschinerie in Gang gesetzt und bei Möglichkeit geklagt was die Gerichte hergeben.
    Aber der Markt regelt ja alles im Sinne der Kunden. 😀

    Je mehr Gegenwind Intel spürt, umso besser.
    Dann kommen vielleicht mal auch wieder echte Fortschritte in der Entwicklung und ein vernünftiges Preis-Leistungsverhältnis dabei heraus.

  2. Irgendwie peinlich, irgendwo haben sie aber auch wieder Recht. Die tollste Performance des M1 bringt einem nichts, wenn ich auf x86 Applikationen angewiesen bin. Die Zeit wird zeigen, inwieweit die Unterstützung seitens der Software Hersteller hier zunimmt. Und von letzterem gehe ich stark aus. Also Intel, lieber Backen still halten und ins Stille Kämmerlein verziehen.

  3. Erinnert mich jetzt an die unsäglichen Anti-Google-Spots von Microsoft. Wenn man schlechter ist als die Konkurrenz, wird eben versucht diese schlecht zu machen. Anstatt selbst was besseres zu bieten. Intel wird mittlerweile ja kräftig von AMD vorgeführt bei den neuen Generationen. Für mich ein klarer Fall von Selbstzufriedenheit und Ausruhen auf dem Erreichten.

    Ich halte zwar nicht viel von Apple, aber der M1 ist ein dickes, fettes Ausrufezeichen in der Prozessor/SoC-Welt. Mit Negativ-Kampagnen werden die das nicht verhindern.

  4. So ein Dummfug. Was hat denn ein Prozessor mit einem Touchscreen zu tun? Whataboutism von Intel, ziemlich peinlich.

    • Yep..habe ich mir auch gedacht. Außerdem, wenn ich mit Stift und Touch arbeiten will mach ich das auf meinem iPad Pro. 😀

      • Das iPad ist aber kein Mac. ;o)
        Davon abgesehen hat das MacBook ein gut funktionierendes Touchpad, mit dem man normalerweise auch durch die Bilder wischen kann. OK, man braucht zwei Finger und nicht nur den Daumen…

        • naja – Du kannst ein programmfenster auf das iPad ziehen und dann dort per Touch bedienen – oder mit dem Pencil zeichnen… direkt in eine Mac-Anwendung… Sidecar oder so nennt Apple das (geht allerdings nur mit einigermaßen aktuellen Macs, iPads und BigSur)

    • Naja, wenn man keine vernünftigen Touchpads hin bekommt, dann muss man eben nen Touchscreen anbieten.

      Mal ehrlich, keiner der anderen Notebook-Hersteller hat doch ein Touchpad, was funktional und vom Bedienkomfort auch nur ansatzweise an das rankommt, was Apple da abliefert.

      Ich habe mitterweile nicht mal mehr ne Maus am Rechner, lieber stelle ich mir neben die externe Tastatur noch ein Touchpad daneben.

      Mal ganz davon abgesehen, dass Touch auf nem normal dastehendne Notebook-Display auch alles andere als natürliche Bewegungen sind und auch nur Krampf.

      • So siehts aus. Ich habe in letzter Zeit viele Geräte mit Windows getestet und mal völlig abgesehen von der Tatsache, dass die Optimierung für Mobilgeräte gefühlt gegen null geht, scheint es Touchpads, die auch nur annähernd an Apple herankommen nur bei den Surface Laptops, den Dell XPS und den Geräten von Razer zu geben. Alles andere fühlt sich schon furchtbar an und macht einfach keinen spaß. Dann doch lieber noch eine externe Maus am Laptop, bevor ich mich mit dem Käse rumschlage.

  5. Tja Intel, jahrelang auf den Lorbeeren ausruhen stößt irgendwann bitter auf.

  6. Ich muss sagen: Das Macbook Air M1 ist der beste Computer, den ich jemals hatte. Das kann ich wirklich so sagen!

  7. https://www.tomshardware.com/news/intel-fires-back-at-apple-m1-processors-with-benchmarks

    Vor einer Woche. Teilweise werden da Spiele mit 0 Frames gelistet die nicht mal für macOS verfügbar sind.

    Als Basis wird Intel’s RUG (Real-World Usage Guideline) als Benchmark verwendet. Das hat im letzten Jahr schon für Belustigung gesorgt:

    https://www.hardwaretimes.com/intels-dubious-real-world-performance-claims-continue-to-entertain/

  8. Das ist aber nicht fein von Intel. Jahrelang hat Apple von Intel Proz gekauft und dann auch noch die 5G-Abteilung übernommen, weil Intel es nicht ordentlich in seine Produktwelt integrieren konnte oder wollte.

  9. Da hat wohl jemand Angst abgehängt zu werden

  10. If your Computer sounds like a hair dryer, you are not on a mac.

  11. Das mit dem Gegenwind ist zwar ein gutes Argument, allerdings hat Intel den jetzt schon seit Jahren und es tut sich herzlich wenig. Leider verdienen sie sich immer noch dumm und dämlich, ok der Aktienkurs hat schon nachgegeben, aber nicht in dem Maße wie er müsste meiner Meinung nach.

  12. Apple hat mit dem M1 (der ja – das muss dazugesagt werden um seine Leistungsfähigkeit im Vergleich zur x86 Plattform einordnen zu können – ausdrücklich ein LowEnd-Chip sein soll, da kommt ja noch mehr in den höheren Leistungsklassen) eindrucksvoll bewiesen, dass nicht zwingend Intel/AMD zum alten Eisen gehört, sondern dass (aus meiner Sicht) die x86-Plattform technologisch keine Zukunft mehr hat. Die Zukunft gehört RISC- bzw. ARM-Prozessoren! Intel/AMD täten gut daran, statt ihre Energie in diese verlorenen Marketingkampagnen in die Entwicklung konkurrenzfähiger oder schnellerer ARM-CPUs zu stecken. Auch Microsoft muss hier in die Puschen kommen und sein „Windows on ARM“ endlich praktikabel nutzbar machen (inkl. Kompatibilität zu x86 Software wie es Apple mir Rosetta vormacht)! Ansonsten ist die PC-Plattform mittel- bis langfristig nicht mehr konkurrenzfähig.
    Und das sage ich als eingefleischter Windows-Nutzer!

    • Die PC-Plattform mit Windows ist schon jetzt nicht mehr konkurrenzfähig. Dazu bräuchte es eine mobile Komponente, die gibt es nicht und wird es mit den Desktop und Win32 Fanboys auch nie geben. Es gibt 3,5 Mrd. Smartphonenutzer und 1,5 Mrd. Windowsnutzer. Das Rennen ist schon lange gelaufen.

  13. Also wenn Intel nun bezogen auf die Aufgaben einer CPU wirbt, sollte es sich auch mit den typischen Aufgabenstellungen auseinandersetzen. Ich lehne mich jetzt mal etwas aus dem Fenster und behaupte frech, dass ich in den nächsten 10 Jahren keinen Raketenstart plane. Das Gaming findet meist auf der Konsole statt und reduziert sich am PC in meinem Fall nur auf ältere Titel, da ich keine Lust habe jedes zweite Jahr Unsummen für ne neue Grafikkarte auszugeben und ich glaube, dass ich da eher der 08/15 Hans Muster bin.
    Zudem: Mein Firmenlaptop (Neupreis 2.800) hält auf Grund der potenten Intel-Leistung und dem tollen Windows-Powermanagement gerade einmal 1,5h ohne Steckdose aus…damit kann er aber sehr flott 3D Anwendungen befeuern. 3D Anwendungen, welche der Anbieter mittlerweile browserbasiert als SaaS betreibt und da läuft es dann auch noch schneller als auf dem Laptop und senkt gleichzeitig die Anforderungen an die Hardware enorm.

  14. Mit den Kampagnen erreichen sie genau das Gegenteil. Das ist Werbung FÜR Apple. Ich besitze zwar noch kein M1 Gerät, bin aber auf dem Gaming Dekstop auf nen dicken AMD umgestiegen weil ich das Rumgeeier von Intel nicht mehr ab kann. Die ganzen Größen wie SAP, Oracle und jetzt auch Intel feiern in dekadenten Vorstandssitzungen ihr Sein, ruhen sich auf einstigen Erfolgen und Abhängigkeiten von Großkonzernen aus, ohne auch nur das geringste für die Weiterentwicklung zu tun. Die gehören alle von 5 Mann StartUps kaputt gemacht.

  15. Seit wann kann Intel richtige Grafikkarten , selbst da gräbt denen noch AMD das Waaser ab.
    Dann noch diese Trusted Platform mit ungeahnten Hintertüren.
    Aber dann kam Spectre und Co. und die Hütte brannte lichterloh.

  16. Ein PC hat nichts mit Windows zu tun, dass ist Marketingsprech. PC meint IBM-kompatibler Personalcomputer und da läuft gerne mal ein Linux, FreeDOS, MS-DOS oder WinNT4.0 drauf. Es kann auch Windows 10 sein. Diese Systeme erkennt man daran, dass es sich um Allzweckcomputer für den persönlichen Gebrauch handelt – bei denen man das Betriebssystem auswählen kann, verbunden durch Industriestandards wie PCI-Express, USB, VESA und Konsorten.
    ——————————————————————————————————————-

    Was Intel da macht ist fachlich nicht sauber. Nur hat Apple damit angefangen, ausgewählte Benchmarks mit ausgewählten Anwendungen auf seinen eigenen Macs laufen zu lassen. Und dann noch mit alten Intelchips verglichen.

    x86 ist freilich alt und Intel fummelt inzwischen ständig Extensions ran, was inzwischen auch Entwickler zunehmend verärgert. ARM ist übrigens auch – alt und der Lizenzgeber ist ARM. Was Intel in den letzten Jahren falsch gemacht hat ist, seine Fertigungstechnologie und Chipdesign nicht auf die Reihe zu bekommen. Wir bekommen effektiv immer noch Skylake Chips in 14nm++++ ausgeliefert, mit Ausnahme weniger TigerLakes in 10nm – dann aber nur mit vier Kernen.

    Bei AMD (ebenfalls X86) sieht die Lage viel besser aus. In Ruhe eine komplett neue Architektur für X86_64 hochgezogen, Entwurf flexibel gehalten und kann so externe Chipfertiger (TSMC und Samsung) die Chips in 7 nm liefern nutzen. Siehe da, AMD hat Intel inzwischen in allen Bereich geschlagen. Vom Desktop, über Server bis zum Laptop. Vor allem bei Kernen, dann auch bei der Einzelkernleistung (für alten Code mit wenig bis kaum Threads/Prozessen). Von daher ist Apples gehampel mit den M1 Chips auch Marketing und dient nur dem Lock-in mit Security Chips, wenn sie mehr Leistung gewollt hätten – hätten sie mit AMD den Kunden schmerzfrei mehr Leistung bieten können 😉

    In zehn Jahren fällt Apple ein, dass ARM (bzw. Nvidia) nicht mehr so gut abschneidet und die Kunden verlieren wieder die Architektur darunter. Dann wahrscheinlich RISC-V, weil offene Architektur. Aber natürlich verplombt (T3? T4?), mit schlechter Tastatur und doppelt so teuer wie ein ThinkPad. Hauptsache das Touchpad ist groß, gaaaanz groß.

  17. Ok, das ist noch ein Argument, als nächstes Notebook nen ARM-Mac zu kaufen, wenn sich sogar Intel bereits aufregt 🙂
    Wären die ARM-Macs nicht wirklich so gut, wäre solche Werbung nicht nötig.

  18. Intel wird einfach seit Jahren von AMD ordentlich demoliert. Und jetzt auch noch von Apple.
    Was ein Clown-Unternehmen. 🙂

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