Vivaldi 2.1 ist da und konzentriert sich auf neue Schnellbefehle

Der Browser Vivaldi steht ab sofort in der neuen Version 2.1 zur Verfügung. Gegenüber der Ende September erschienenen Version 2.0 hat man sich nun auf die Verbesserungen der Quick Commands (Schnellbefehle) fokussiert. Jene erreicht ihr durch parallelen Druck von „F2“ und „E“. Der Vorteil ist, dass ihr dort allerlei Funktionen schnell abrufen könnt, ohne euch verschiedene Tastenkombinationen zu merken.

Stattdessen tippt ihr nach Aufruf des entsprechenden Eingabefelds ein, was ihr vorhabt. Dann leitet euch Vivaldi zum entsprechenden Bereich innerhalb des Browsers weiter. Etwa könnt ihr über die Quick Commands pfeilschnell eine Liste offener Tabs abrufen und auch über Keywords nach bestimmten Inhalten innerhalb jener Tabs suchen. Auch eure History könnt ihr auf diese Weise durchstöbern.

Praktisch ist auch, dass ihr über die Quick Commands nicht nur nach Funktionen suchen, sondern sie auch direkt ausführen könnt. Findet ihr ein entsprechendes Kommando, dürft ihr es auf Wunsch direkt per Klick aktivieren. Auch findet ihr unter den Quick Commands eine Übersicht aller weiteren aktiven Tastatur-Shortcuts, falls ihr sie nicht auswendig eingepaukt habt. In den Einstellungen könnt ihr die Quick Commands erweitert anpassen. Etwa dürft ihr einrichten, ob ihr bevorzugt Suchergebnisse aus der History oder von Pages erhalten wollt, statt Bookmarks zu durchstöbern. Letztere lassen sich über die Quick Commands beschleunigt öffnen.

Ihr könnt dabei Bookmarks auch Kürzel zuweisen. Als Beispiel nennt Vivaldi etwa „rd“ um z. B. zu einem bestimmten Bereich bei Reddit zu gelangen. Tippt ihr dann in den Quick Commands in Zukunft „rd“ ein, gelangt ihr direkt zur Site. Außerdem dürft ihr ab sofort auch Notizen über die Quick Commands anfertigen. Auch die auf diese Weise zu Sites anfertigten Notizen könnt ihr durchsuchen, um schneller Inhalte zu finden.

Ebenfalls dürft ihr nun über die Quick Commands Zoomen bzw. das Zoom-Niveau anpassen. Feine Sache ist allerdings auch, dass Vivald 2.1 nun Unterstützung für den neuen Codec AV1 einführt. Jener wird sich sicherlich bald noch deutlich stärker ausbreiten. Google möchte AV1 beispielsweise langfristig bei YouTube als Ablösung für VP9 verwenden.

Wie immer sollte euch der Browser selbst auf die neueste Version hinweisen. Alternativ findet ihr Vivaldi 2.1 auch direkt hier. Viel Spaß mit den neuen Möglichkeiten der Schnellbefehle!

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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22 Kommentare

  1. Sparbrötchen says:

    > pfeilschnell eine Liste offener Tabs abrufen
    Es ist weiterhin so, daß wenn man ein neues Fenster mit Cmd+N aufruft, es gut eine Sekunde dauert bis der Fokus auf dem neuen Fenster liegt und es Eingaben entgegennimmt.
    Bis dahin landen die Tastatureingaben im alten Fenster, weshalb man nicht mal eben ein neues Fenster für eine Suche oder eine Webseite aufrufen kann und nach Cmd+N einfach weitertippen kann, sondern man muß immer erst warten bis das Fenster da ist, was den „Tippfluß“ massiv stört.

    • Kann ich so nicht bestätigen – ja, es dauert einen Moment, bis das Fenster erscheint (da passt das mit einer Sekunde), aber sobald das Fenster da ist, ist es komplett nutzbar.

      • Sparbrötchen says:

        Dann tipp mal in einem Rutsch Cmd+N „Hallo Test“.
        Das „Hall“ landet noch hier in der Kommentareingabebox, das „o“ ist ganz verschwunden und erst der Rest landet im neuen Fenster.
        Das hängt sicher von der Tippgeschwindigkeit ab, aber wenn das schon bei mir als 4-6 Fingerschreiber passiert müßte das bei den 10-Fingerblindschreibern noch extremer ausfallen.

        Im Firefox (identische Plugins) ist das neue Fenster sofort da, auf einem i7 iMac mit 16 GB RAM.

        Aber da brauchen wir kein Drama von zu machen, ich hatte es nur geschrieben, weil ich gehofft hatte, als ich „pfeilsschnell“ las, daß auch das verbessert worden sei.

  2. Ein toller Browser, schön zu sehen dass da so viel Dynamik drin ist und laufend neue Features kommen. Hat bei mir mittlerweile Chrome komplett ersetzt.
    Besonders das Feature, dass mehrere Fenster als „Session“ gespeichert und beim Neustart wieder geöffnet werden können, ist toll. Ebenso das verzögerte Laden von „angepinnten“ Tabs.

  3. Eigentlich glücklicher Vivaldi Nutzer says:

    Habt ihr auch das Problem mit YouTube, dass es bei Vivaldi im Vergleich zu Chrome lange dauert Videos im Vollbildmodus zu öffnen?

    • Das nicht, aber bei mir wird ständig audio deaktiviert. Sobald ich es über das kleine Icon im Tab-Reiter aktiviere, kommt kurz ein „uppp ahhh“ und es wird sofort wieder deaktiviert 🙁 .

      • Sparbrötchen says:

        Leider wird auch der Vollbildmodus beim Video nicht richtig behandelt. Ich nutze zwei Monitore ohne „separate Spaces“ und wenn ein Video in Vollbild geht, dann macht er wie z.B. Safari auch das Video zwar auf einem Monitor ins Vollbild, den anderen Bildschirm macht er komplett schwarz.
        Firefox und iCab machen es noch (?) richtig.

      • Ok, ein neustarten von Vivaldi und abspielen eines Videos auf einer anderen Seite hat den Bug „behoben“, anscheinend nur ein Temporäres Problem direkt nach dem Update.

  4. @André: Zitat: „Jene erreicht ihr durch parallelen Druck von „F2“ und „E“.“ :

    Stimmt so nicht, es ist entweder F2 (Windows) oder Apfel*+E (Mac)

    (*oder Wie immer diese Taste mit den „Kringeln“ heisst)

  5. > (*oder Wie immer diese Taste mit den „Kringeln“ heisst)

    Die Steuertasten auf dem Apfel heissen offiziell:
    – Propeller
    – Badewanne
    – Anschrei

  6. Ich geb der neuen Version mal wieder eine Chance. Mich hatten damals ein paar Bugs genervt und zu Chrome gebracht, aber vielleicht läuft das mittlerweile ja etwas runter.

  7. Mich hat immer die zähe Bedienung/GUI von VV gestört, deshalb bin ich nie wirklich mit dem Browser warm geworden.
    Mag vielleicht auf einem Highend-Rechner nicht _allzu_ stark auffallen, auf „normalen“ Geräten schon.
    Aber vielleicht geb ich ihm mal wieder eine Chance..

    • Sparbrötchen says:

      Was mir aufgefallen ist, daß wenn viele Tabs gleichzeitg geöffnet werden sollen, er die Tendenz zum Blockieren hat. Ohne die Trafficanzeige von MenuMeters hat man dann das Gefühl, der Vivaldi sei abgestürzt.

      Ich analysiere per Skript diverse Seiten und gleiche deren Inhalte ab. Am Ende werden parallel zur Skriptergebnisausgabe alle gefundenen Seiten im Browser geöffnet, um eventuelle Parserfehler des Skripts zu entdecken.

      Wenn dabei viele Tabs, so ca. ab 40, „gleichzeitig“ geöffnet werden sollen, tritt der oben beschriebene Effekt ein. Firefox bleibt da länger responsive.

  8. HealingCross says:

    Nutze Vivaldi ungefähr seit Version 1.15 fast ausschließlich. Kann bis jetzt überhaupt kein Problem feststellen – eher das Gegenteil. Läuft bei mir. Seit Version 2.0 sogar noch viel runder. Nutze vor allem intensiv die Web-Panels, den Splitscreen und die Screenshot-Funktion, die mir ausgereifter als die von Firefox erscheint.
    Immer wenn ich dann mal zwischendurch Firefox oder Chrome nutze, kommt mir das wie eine Browsersparversion vor. Hoffe, dass sich Vivaldi durchsetzt und bestehen bleibt.

  9. Es gibt, trotz allgemeiner Sympathie, zwei große Blocker für mich, die dazu geführt haben, dass ich nach 4 Wochen der Nutzung zu Chrome gewechselt bin:
    1. Es gibt keinen Android-Client.
    2. Ich hasse Panels wirklich aus tiefstem Herzen. Ich will für Downloads einen waagerechten Browser-Bar, wie Chrome den hat, wo der Fortschritt immer sichtbar ist, keine Notifications auslöst, aber eben nur so klein ist wie ein Balken.

    3. Was ich bei allen Browsern inzwischen vermisse (aber Vivaldi gibt sich halt als besonders konfigurierbar, dewegen hätte ich das erwartet): Dass die Tabs unter der URL-Zeile und unter den Bookmarks sind. Also, schon oben, aber dort als unterster Bar. Das war früher bei allen Browsern so, dann hat irgendein Usability-Spacken das nach ganz oben gesetzt, ich find’s aber total Scheisse.

    • 3. Kann Firefox, habe ich auch eine ganze Zeit lang so betrieben, bis ich eben Vivaldi nutzte, seit dem lasse ich alle Browser die Tabs wieder ganz oben anzeigen. Aber im FF kannst du dir im Profil-Ordner eine userChrome.css anlegen und dort reinschreiben, dass du die Tabs unten haben willst. Google mal danach.

      • Danke für den Tip.
        Firefox habe ich von Anfang an genutzt, aber mit der Abschaffung von XUL, ohne was gleichwertiges einzuführen hat man mich als Nutzer vergrault.

        Genau deswegen hatte ich mir Vivaldi angeschaut, weil ich von einem Browser erwarte, dass man überall ganz tief reinkonfigurieren kann und jedes Pünktchen selbst gestalten. Nachdem Firefox mit dieser Maßnahme von meinen 20 Erweiterungen 18 gekillt hat, ohne dass Ersatz noch technisch möglich gewesen wäre, war ich dann mal weg.

      • Bei den heute üblichen 16:9 Gucklöchern machen Tabs imho nur seitlich Sinn.
        Oben oder unten, nimmt nur nutzbaren Platz weg.
        Nutze unter FF dazu „Tree Style Tab“, unter Chrome gibts leider nichts adäquates, daher ist er als Standardbrowser trotz überlegener Geschwindigkeit, leider leider, raus.
        Und was auch nur der FF kann: JEDE URL aus der Adressleiste, ohne Tastenkombi-Gefrickel, in neuem Tab öffnen.
        Leider ist der FF aber auch der lahmste von allen…
        Fazit: Zeit für einen ordentlichen Browser 😀

        • Tabs auf die Seite kann ja der Vivaldi ohne Probleme. Ich habe mir allerdings einfach einen Monitor mit mehr Pixeln in der Höhe gegönnt, diese 16:9 oder bald 16:10 (8:5) finde ich eine Katastrophe. Am Notebook habe ich die Startleiste und die Tabs aber tatsächlich seitlich, weil natürlich durch meine Gewöhnung auf 1200 Pixel Höhe mir immer Höhe fehlt.

          • Ich habe einen Riesen-Monitor am Laptop hängen, und mir fehlt nirgends irgendwelcher Platz, ich habe den Browser nich mal Fullscreen.

            Ich finde es aber total nervig, wenn ein Panel geöffnet ist, dass so groß ist wie ein Elefantenfuss, nur damit da EIN kleiner Downloadbalken angezeigt werden kann.
            Hingegen passen bis zu 15 Downloadbalken horizontal nebeneinander in einen einzigen Bar — von dem ich erwarte, dass er einen Closer hat und von allein wieder aufgeht, wenn man einen Download macht.

            So wie „Download Status Bar“ früher im Firefox.

  10. wie kann man das private Fenster auf den Desktop ablegen, verknüpfen

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