Vivaldi 2.0 bringt zahlreiche Neuerungen in den Browser

Beim Vivaldi Browser handelt es sich um einen noch recht jungen Vertreter, 2016 wurde die erste Version veröffentlicht. Seither sind zwei Jahre vergangen und so gibt es nun auch Version 2.0 von Vivaldi. Über 1500 Neuerungen gab es seit der ersten Version, viele davon wurden auf Nutzerwunsch umgesetzt. Auch Version 2.0 kommt wieder mit signifikanten Neuerungen:

Anpassbares User Interface

Nutzer können Vivaldi nicht nur mit verschiedenen Themes ausstatten, sondern auch die Bedienelemente fast beliebig positionieren. So lässt sich zum Beispiel die Tab-Bar auch an der Seite anbringen, die Adressleiste unten oder auch gleich komplett ausblenden. Außerdem steht ein Reader-View zur Verfügung und man kann einen Zoom-Standard festlegen. Auch kann man Themes nach Uhrzeit automatisch wechseln lassen.

Vivaldi Sync

Man kann Vivaldi auch über mehrere Computer synchronisieren. Das beinhaltet Lesezeichen, Schnellzugriffe, gespeicherte Passwörter, Autofill-informationen und Notizen. Die Daten werden dabei Ende-zu-Ende verschlüsselt und sind zu keinem Zeitpunkt von Vivaldi einsehbar.

Tools für effektiveres Browsen

Über Web Panels lassen sich Seiten in einem Splitscreen-Modus anzeigen. Besonders praktisch zum Beispiel für Timelines von Social Networks, die in der Regel gar nicht so viel platz benötigen. Kann man immer im Blick behalten, ohne einen Tab wechseln zu müssen. Neu ist hier, dass sie über dem Inhalt der anderen Webseite schweben können, dieser also nicht mehr in der Größe begrenzt wird.

Tab Management

Das Tab-Management von Vivaldi war auch schon vor Version 2.0 bemerkenswert, nun gibt es weitere Möglichkeiten. In der Tab-Tiling-Übersicht lassen sich die einzelnen Teile nach Belieben in der Größe anpassen, indem man einfach die Kanten der einzelnen Teile verschiebt. Noch mehr Übersicht in unübersichtlichen Tabs, das ist sicher gern gesehen. Außerdem gibt es eine Listenansicht für geöffnete Tabs.

Verbesserte Navigation

Der Browserverlauf wird oft nicht beachtet, dabei ist er gerade bei Vivaldi quasi ein Statistikzentrum, mit dem man sein Surfverhalten analysieren kann. Anpassbare Tastaturkürzel und Maus-Gesten sorgen für eine noch einfachere Navigation, als Standard kann man nun per Mittelklick auf der Maus eine zuletzt aufgerufene Seite wieder hervorbringen.

Produktivität

Capture sorgt für das rasche Erstellen von Screenshots, über Notizen lassen sich Anmerkungen festhalten und über das Image Property Tool kann man Bilder genauer untersuchen.

An der Privatsphäre ändert sich indes nichts, Vivaldi trackt seine Nutzer nicht.

Version 2.0 steht ab sofort zur Verfügung, falls Ihr Vivaldi-Nutzer seid, lasst gerne mal hören, wie Euch die Änderungen in dieser Version gefallen.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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27 Kommentare

  1. login fuer sync geht nicht. man kommt nicht rein.

  2. Einiges von Opera abgeschaut, aber dem stehe ich grundsätzlich nicht schlecht gegenüber.
    Im Gegenteil – die Neuerungen gefallen mir gut bis sehr gut, zumal sich der Funktionsumfang deutlich verbessert.

    • Ja, Vivaldi ist inzwischen der bessere Opera. Was auch nicht verwundert, denn Vivaldi wurde von Jón von Tetzchner gegründet. Der war lange CEO von Opera und hat etwas Neues angefangen, nachdem ihm die chinesischen Investoren sehr auf die Füße getreten haben. Da kommen sicher noch mehr Features mit demselben Background. Und ja: rockt definitiv.

  3. Ich kannte Vivaldi noch nicht, fummel gerade seit 10min mit ihm rum und bin angenehm überrascht.

    Schnell, klar und übersichtlich. Mein Rat: Auf jeden Fall mal installieren und testen.

    Wenn Vivaldi sich bewährt, kann mein Standardbrowser, den ich seit 15 Jahren nutze, in den Ruhestand. In den letzten Jahren nervte er mich sowieso schon mehrmals an.

  4. Schon recht lange mein Hauptbrowser, gesyncht wurde über xBrowserSynch. Diese neue Version ist sehr willkommen, Sync geht bei mir gerade aber auch noch nicht.

  5. Marty Schellman says:

    Der Sync scheint im Moment offline zu sein. Funktionierte aber in den Beta-Versionen bereits recht gut.

    Ach ja, und Extensions (Chrome-kompatibel) werden gleich mit synchronisiert. Cool.

  6. ich benutze den schon länger als Hauptbrowser und kann ihn nur empfehlen.
    Bzgl Sync gibt es wohl Probleme mit dem Anmeldeserver, siehe https://vivaldi.com/de/blog/vivaldi-2-0-your-browser-matters/#post-236731

  7. Hab Vivaldi mehrmals ausprobiert, aber so richtig warm geworden bin ich bisher nie damit.
    Da bleib ich lieber bei Firefox, wo alles funktioniert, wie es soll.

  8. Habe ihn auch getestet und eigentlich für recht gut befunden. Bin wegen Sync wieder zu Chrome gewechselt. Was hier nun natürlich nach wie vor fehlt – logisch – ist Sync mit iOS, und sowas ist schon sehr praktisch

    So ein paar Abstürze/Hänger hat mir der Kollege allerdings auch gegönnt, das mag ich überhaupt nicht. Aber, ich gebe ihm eine neue Chance.

    • Nutze am Desktop (Win/macOS) auch gerne Chrome inkl. Sync mit Passphrase für Lesezeichen & Co. – unter iOS lasse ich aber doch meistens eher Safari laufen (Lesezeichen synce ich zusätzlich über die Apple Chrome-Extension unter Windows, sodass ich diese auf allen Plattformen habe)

      Bei Vivaldi würden mir unter iOS die Lesezeichen fehlen oder gibt es da eine Variante für?

      • Da es Chromium ist, sollte Apple Chrome-Extension auch unter Vivaldi funktionieren. Ich habe einige Chrome-Erweiterungen die ich im Chrome lieb gewonnen habe nun im Vivaldi. Beispielsweise Roboform, welches mir so ganz nebenbei auch die Bookmarks auf alle Geräte verteilt.

  9. Nachdem Firefox XUL abgeschafft hat und eigentlich alles, was ich an Firefox gut fand, infolge dessen technisch nicht mehr realisierbar war, habe ich mich nach einem Ersatz umgesehen.

    Vivaldi gefiel mir ausnehmend gut.

    Dann wollte ich mir die Mobilversion für Android installieren und stellte fest, dass das Projekt andere Prioritäten gesetzt hatte und erst mal an Mail und Notizen rumfummelte — und damit war es für mich erstmal tot. Ohne ein komplettes Ökosystem über meine Geräte hinweg brauche ich das nicht.

    Bleibt zu hoffen, dass da zeitnah was kommt. Angeblich wird da ja schon jahrelang geschraubt.

    Was sehr ärgerlich ist, ist, dass Firefox sich selbst rausgekegelt hat und Chrome wegen einiger Dinge in der Kritik steht — da hätte Vivaldi m.E. richtig Nutzer einsacken können, aber ohne App stehen die einfach überhaupt nicht mit an der Startlinie. Schade!

    • Kann da deine Kritik ehrlich gesagt nicht wirklich nachvollziehen, ich finde, dass mittlerweile Firefox performanter denn je ist. Und die meisten (für mich wichtigen) Erweiterungen sind mittlerweile auch wieder kompatibel.

      • Das stimmt Firefox hat mächtig aufgeholt, aber Vivaldi ist erheblich besser. Leider gibt es ein paar Probleme in Vivaldi, die wären leicht zu lösen. Aber die lösen sie leider seit langem nicht, Sehr schade.

      • Performance ist inzwischen Quatsch. Jeder Browser auf jedem halbwegs normalen Rechner läuft angemessen schnell. Ich rede jetzt nicht über Bugs, Onlinespiele oder Extremfälle, aber selbst der schlechteste aller Browser macht eine „normale Website“ „sofort“ auf, sobald sie übertragen ist.

        Das Differenzierungsmerkmal ist: Features. Das Feature, in den Browser Funktionalität einzubauen, heutzutage auch ganz besonders: Mitgelieferte Funktionalität abschalten zu können, wenn sie einem nicht gefällt. Erweiterungen, Offenheit.

        Ich hatte unter Firefox (Den ich schon unter dem Namen „Netscape“ in den 90ern genutzt hatte) etwa 20 Erweiterungen installiert. 18 davon wurden durch die Abschaffung von XUL „unmöglich“, will sagen: Das Feature kommt nie wieder, weil es ohne XUL nicht möglich ist.

        Insbesondere der Eingriff in Designentscheidungen war mir wichtig. Mein aktueller Firefox sah aus wie vor 20 Jahren. Meiner Meinung nach liegt die Hauptschuld am verkacken von Firefox in der Browserstatistik, das die scheiss hippen Designer die Oberfläche runtergestaltet haben statt MEHR FUNKTIONEN drin unterzubringen. Bei jedem Release konnte der Browser weniger und hatte irgendwas „entfernt“, Funktion wie Design. Falsch. Falsch. Falsch.

        • Meine Rede, vor allem auch wegen dem ganzen Performance Geschwafel die ganze Zeit. Als ob das bei einem Browser von entscheidender Bedeutung wäre bei normaler Nutzung.
          Gibt halt aber Leute, die fast einen Orgasmus kriegen, wenn sie in einem Browsertest ein paar % mehr Punkte angezeigt bekommen.

          • Es ist das schlichte Gefühl, ob sich etwas flüssig und zackig anfühlt oder dick und tendenziell träger. Der Chrome wäre nicht so erfolgreich, wenn Google nicht auch hier immer das Ziel im Auge gehabt hätte, schnell zu sein. Schnell anfühlen ist das was zählt. Und Vivaldi und Chrome fühlen sich definitiv flüssiger an. Hat schon seine Gründe, warum was den Markt beherrscht. Das braucht man gar nicht so niveaulos abtun.

            • Wenn es halt nunmal aber nicht so ist? Schau dir doch bitte einfach an, in welchen Microsekunden-Bereichen die Benchmarks inzwischen rumstochern.

              Versteh mich nicht falsch: Webtechnologien sind dabei, die Benutzerobeflächen abzulösen. Man will durchaus nicht, dass ein animiertes Objekt ruckelt. Nur: Tut’s halt nirgends mehr.

              Und an der Stelle hat man-muss-halt-dran-glauben-Homöopathie nix verloren.

        • Meine Rede, vor allem auch wegen dem ganzen Performance Geschwafel die ganze Zeit. Als ob das bei einem Browser von entscheidender Bedeutung wäre bei normaler Nutzung.
          Gibt halt aber Leute, die fast einen Orgasmus kriegen, wenn sie in einem Browsertest ein paar % mwhr Punkte angezeigt bekommen.

  10. Wenns den nur endlich eine mobile Version mit Sync gebe… So bleib ich doch weiterhin bei Chrome / Opera. Firefox hat zwar sync, aber die Android App ist einfach Mist und wird vor irgendwann 2019 auch nicht mehr besser.

  11. Ich kann mich nicht einmal zum Syncen anmelden.
    Habe eine Vivaldi Mail u. Passwort, auch nach Eingabe eines neuen Passworts bzw. neuer/externer Mail Adresse kommt Error Null bei der Anmeldung.

  12. Ich hatte Vivaldi eine Zeitlang als Hauptbrowser genutzt, bin dann aber wieder aufgrund diverser Macken umgestiegen.

    Der neuen Version werde ich aber mal wieder eine Chance geben.

  13. Für sein geringes Alter ist dieser Browser erstaunlich brauchbar, und vor allem kann ich die Tabreiter ohne Gefrickel unten anzeigen, und hab eine Statuszeile darunter.
    Auf der Negativseite sehe ich eine gewisse Trägheit beim Bugfixing (Ressourcenmangel?), wie dem seit dem letzten Jahr nervenden Scrollbarbug. Bin mal gespannt, ob der jetzt endgültig behoben wurde, ist Vivaldi unter Linux doch der brauchbarste Browser für mich. Die 2.0 liegt auch schon im Repo, top.

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