Verbraucherzentrale mahnt: Corona-App dürfe nicht zum Zwang werden

Morgen soll die Corona-Warn-App der Bundesregierung für Apple iOS und Android erscheinen. Sie soll das Tracing von Kontakten ermöglichen und dennoch die Anonymität der Nutzer wahren. Ihr seid skeptisch, wie ihr in unserer Mai-Umfrage geäußert habt. Nun mahnt auch der Verbraucherzentrale Bundesverband.

So sei legitim, dass die App helfe Infektionsketten frühzeitig zu erkennen und möglicherweise auch zu durchbrechen. Auch die dezentrale Datenverarbeitung begrüße man. Allerdings sieht man die Freiwilligkeit aktuell in Gefahr: „Das Prinzip der Freiwilligkeit ist essentiell, muss nun in der Praxis aber angewendet und auch kontrolliert werden. Es darf nicht sein, dass Arbeitgeber, Restaurants oder staatliche Behörden die App-Nutzung als Zutritts-Voraussetzung definieren und damit die Freiwilligkeit schleichend zum Zwang machen.“

Zudem seien einige Fragn offen: Haben Betroffene bei positiven Kontaktmeldungen Anspruch auf einen Corona-Test? Wer übernimmt die Kosten dafür? An wen kann man sich wenden? Das seien laut der Verbraucherzentrale Fragen, auf welche die Bundesregierung derzeit noch Antworten schuldig bleibe. Zudem müsse man mit der Richtung Haltung an die Corona-Warn-App herangehen: Sie sei kein Wundermittel und werde nicht plötzlich COVID-19 verschwinden lassen.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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108 Kommentare

  1. Herzlichen Glückwunsch! Zerredet bevor die Chance überhaupt gegeben ist, die 20 Mio. Kosten einem Nutzen zuzuführen.

    Ich hatte eigentlich vor, die App zu installieren. Nach dem Kaputtreden der letzten Wochen, erübrigt sich das für mich komplett.

    • Wieso lässt du dich vom „zerreden“ so sehr beeinflussen? Du hast doch scheinbar erkannt, dass die App nützlich sein kann – warum möchtest du deinen Teil dazu nicht mehr beitragen?

      • Jede Wette: die App installiert sich nicht mal 30% der dt. Bevölkerung. D ist da noch schlimmer, als die anderen Länder. In nicht einem Land der Erde erreicht die Nutzerzahl die erforderliche Quote. Zudem kommt das Ganze viel zu spät. Der Nutzen hätte sich nur in einem Vermeiden eines Lock-downs ergeben. Für wen ok ist, alles einzuschließen, braucht definitiv keine App.

        • Naja, aber dadurch, dass du sie nicht installierst, gehörst du ja selber zu der Gruppe derer, die du kritisierst – nämlich die fiktiven 70%, die es laut dir nicht installieren werden. Ist es nicht irgendwie paradox genau das zu kritisieren, was man ankündigt selbst machen zu wollen?

          • Wenn etwas komplett sinnlos ist, werde ich es nicht wegen eines kategorischen Imparativs tun. Ich nehme an, du wählst links, gell? Warum? Es sind immer die Linken, die die Welt moralisieren und dabei übersehen, dass sie dabei die Menschen verlieren, von denen sie finanziert werden.

            • Wait, what? Spannende Schlussfolgerung deinerseits. Es wird ja nur komplett sinnlos durch Leute wie dich, die sie eben nicht nutzen, Das hast du bereits in deinem Ausgangspost so dargelegt. Interessant wie du jetzt aus meiner Argumentation auf mein Wahlverhalten (das hiermit so gar nichts zu tun hat – und nein, ich wähle nicht links) schließen möchtest.

              • Also bestätigst du jetzt die Sinnlosigkeit oder was? Oder geht es dir darum, dass Leute „wie mich“ verpflichtet werden sollten, die App zu nutzen? Der Rest kann es ja freiwillig tun. Irgendwie nicht so ganz kategorisch imperativ…

                • Du solltest weniger interpretieren und mehr das lesen, was ich schreibe. Ich bestätige dir: wenn niemand die App nutzt ist sie sinnlos. Ich widerspreche dir: auch bei nur 30% Nutzern wird sie etwas bringen. Ich stelle klar: Je mehr sie nutzen, desto mehr bringt sie.

                  Auch habe ich mir keiner Silbe gesagt, dass Leute wie du verpflichtet werden sollten. Ich bin gegen eine Pflicht und du sprichst diese an, nicht ich. Alles was ich sage: Leute wie du tragen dazu bei, dass die App weniger bringen könnte als erhofft – obwohl du genau das selber kritisiert hast. Das ist für mich paradox und ich glaube dir nicht mehr so ganz, dass du sie ja „eigentlich nutzen wolltest“.

                  • erst: „Es wird ja nur komplett sinnlos durch Leute wie dich, die sie eben nicht nutzen“

                    dann: „wenn niemand die App nutzt ist sie sinnlos“

                    > seit wann bin ich alle?

                    erst: „Du solltest weniger interpretieren“

                    dann: „ich glaube dir nicht mehr so ganz, dass du sie ja „eigentlich nutzen wolltes“

                    das nenne ich nicht paradox, sondern kompeltt widersprüchlich. aber ist doch ganz nett so. sind wir sicher wie auf bahngleisen zur erkenntnis gefahren, einander unsympatisch zu finden. seltenes ereignis in kommentarspalten.

                    • Punkt 1 und 2 widersprechen sich nicht.

                      Punkt 3 und 4 sind ebenfalls nicht widersprüchlich. Ich habe lediglich meine Einschätzung zu deiner Person geändert. Ich glaube du versucht hier unter dem Deckmantel eines „geläuterten Befürworters“ Stimmung zu machen, obwohl du nie daran gedacht hast die App zu nutzen. Aber das ist nur mein Glaube. Andere glauben das vielleicht nicht.

                      Aber ja, das wir uns unsympathisch finden ist glaube ich relativ klar. In der Tat ein Ereignis das nicht so häufig vorkommt. Und genau deshalb hat es für mich den etwas merkwürdigen Drang mit dir ein Bier trinken zu wollen. Würde aber wegen Corona eh nur unter erschwerten Bedingungen stattfinden können, also was solls.

        • Die App wird ja nicht automatisch nutzlos, nur weil sie sich nicht mal 30% der Bevölkerung installieren, es gibt keine „erforderliche Quote“.

          Und nein, das Ganze kommt nicht viel zu spät. Corona geht gerade erst los…

          • Die Kurzarbeit von dt. Krankenhaupersonal ist tasächlich ein loriot’scher Beweis für das „Losgehen“ einer Pandemie.

            Dass eine erforderliche Mitmachquote essentiell für den Nutzen der App ist, ist ja nicht mal unter den Gegenern strittig. Wahnsinn, welche „Argumente“ jeden Tag kreiert werden…
            Oder meinst du, SAP und Telekom hatten doch ihren Nutzen? lol

            • Schau mal ins Ausland, was da teilweise los ist. Corona geht gerade erst los.

              Und nein, es gibt keine „erforderliche Mitmachquote“. Ja, je mehr Leute die App nutzen, desto besser. Aber es gibt keine Grenze, aber die App plötzlich „komplett sinnlos“ wird.

              • Na, dann ist sie ja mit deiner Installation gerettet. Da wird dich der Bundesrechnungshof aber freuen!

                Ich dachte doch tatsächlich auch, dass morgen nur eine deutsche App veröffentlicht wird, die nur in Deutschland funktioniert. Wahrscheinlich hat sich auch der Autor dann total geirrt und wir bekommen morgen von SAP und Telekom die erste weltweit funktionierende Corona-App präsentiert. Sorry für das Missverständnis so ziemlich aller – außer dir. Danke!

                • Thema verfehlt.

                • Man kann natürlich über völlig absurde Szenarien diskutieren, in denen nur Norbert diese App installiert. Das ist aber völlig an den Haaren herbei gezogen. Es gibt Studien, dass die App bei 60 Prozent von Installationen die Epidemie zum Stillstand bringt. Darunter rettet sich natürlich auch bereits Leben. Wenden wir uns mal von Hollywoodszenarien ab und bleiben in der Realität, dürften wir kaum unter 20 Prozent an Installationen bekommen. Wenn das nicht alles Omas sind, die nur zuhause sitzen, sondern sozial aktive Menschen, hat es dann einen Wert. Und 20 Millionen sind absolut nichts im Vergleich zu den Gesamtkosten der Epidemie. Keine Regierung der Welt könnte sich erlauben eine solche App nicht anzubieten, wenn sie die dafür notwendigen finanziellen Mittel hat.

                  • Dir hat man Gehirn aber ziemlich heiß gewaschen, oder? „Es gibt Studien..“ ist der kleine Bruder von „ich weiß goa nix“. Und 60 Prozent sollen es hierzulande installieren? Das wären wohl in etwa 100% von denen, die es theoretisch könnten? Von was träumst du nachts?

                    • Kommst du auch ohne Beschimpfungen aus? Du kannst die Studie innerhalb von Sekunden googeln, ich schreibe hier keine wissenschaftliche Abhandlung mit Quellenangaben. Man kann sich natürlich auch absichtlich dumm stellen. Hier wurde mehrfach betont, dass es 60 Prozent benötigt, um die Epidemie zu stoppen, was nicht heißt, dass keinen Effekt bei einer geringen Zahl gibt. Und „goa nix“ ist nicht in meinem
                      Sprachschatz, da ich nicht auf irgendeine bayrischen Alm zuhause bin.

                    • Christian says:

                      Barney, Alter, du stehst ja offenbar unter gewaltigem Druck. Ne Quelle zu verlinken, schaffen auch Nichtakademiker.

          • Matthias Heinz says:

            „Corona geht gerade erst los…“

            Ernsthaft? Corona ist seit 4 Wochen durch, aktuell 5100 Fälle, Tendenz sinkend…

        • „Zudem kommt das Ganze viel zu spät. Der Nutzen hätte sich nur in einem Vermeiden eines Lock-downs ergeben.“

          Der Herbst / Winter wird kommen und mehr Menschen halten sich wieder mehr im Inneren auf. Genau dann gilt es wieder einen Lockdown zu verhindern. Und da wird die App noch helfen!

    • Mach es doch einfach, wenn Du sie eh installieren wolltest, und installiere sie.

    • Ping – Pong | Pong – Ping | Ping – Pong | Pong – Ping | ….

      Bringt es was, Pro und Kontra zu erörtern?

      Für beide Standpunkte gibt’s gute, mittel-gute, schlechte Gründe.
      Die schlechtesten Contra-Gründe find ich, dass die App nicht installiert wird, nichts bringt, nutzlos/sinnlos ist, zu spät kommt, ausgrenzt, verpflichtend werden wird (wird weiter ergänzt, wenn hiesige Kommentare wieder erweitert werden können).

      Unsere bisherigen Pandemie-Erfahrungen sind nur die Einleitung – Hauptteil und weitere ‚Sätze‘ (wie China jetzt: Covid-19-Mutant) stehen noch aus.

      Wir haben jetzt die Möglichkeit, mit Methoden zu erproben / zu verbessern, mit denen man ohne Lockdown auskommt. Dafür ist es aus meiner Sicht wichtig, dass gerade die Kritischen/Skeptischen daran teilnehmen und die Schwachstellen finden und mithelfen, sie zu beseitigen und mit ihrem Vorangehen weitere Skeptische mit in diesen Versuch zu integrieren.

      Lasst uns die Chance ergreifen, selbst auf die Gefahr hin, dass sie unsere Hoffnungen nicht erfüllt.

  2. Ich bin tatsächlich unschlüssig, was die Pflicht angeht. Wir haben auch eine Anschnallpflicht in Deutschland und im Verkehr sterben jährlich weniger Menschen als jetzt bereits an Covid-19 in Deutschland gestorben sind. Grundsätzlich halte ich bei dieser dezentralen Konzeption eine Pflicht grundsätzlich für zumutbar. Studien zeigen ja, dass man mit 60 Prozent der Bevölkerung die Epidemie eben doch stoppen könnte. Da aber vorher bereits angekündigt wurde, dass es keine Pflichten geben wird, kann man sie jetzt kaum noch einführen. Das würde massiv Vertrauen verspielen.

    • Guter Punkt! Sehe ich sehr ähnlich.

      • „Da aber vorher bereits angekündigt wurde, dass es keine Pflichten geben wird, kann man sie jetzt kaum noch einführen. Das würde massiv Vertrauen verspielen.“

        Kann man nicht auch Erfahrungen sammeln und danach evtl umdenken, als zunächst Ablehnender für Pflicht werben/überzeugen? Saulus/Paulus wird so überliefert.

    • Sebastian says:

      Die Frage ist vor allem aus meiner Sicht wie man eine solche Pflicht realisieren soll? Gibt es dann Kostenübernahmen für neue Geräte wenn das eigene Gerät die App nicht nutzen kann? Oder werden die Personen dann gänzlich vom alltäglichen Leben ausgeschlossen? Das ist alles etwas schwierig.

      Und die Zahl derer die zwar ein Telefon haben und die App nicht nutzen könnten (selbst wenn sie wollten) ist ja nicht gerade schmal. Man nehme ältere Einsteigergeräte ohne Bluetooth Low Energy, Android Smartphones mit Custrom Roms oder uraltem Android und nicht zuletzt die gigantische Anzahl von Senioren- und Feature-Phones die meist eigene Systeme nutzen.

      • Das ist tatsächlich nicht einfach. Es gibt noch die Möglichkeit alternativ diese Blue Tooth Anhänger zu nutzen. Die müsste die Regierung für eine kleine Schutzgebühr zur Verfügung stellen. Eine „harte“ Pflicht sollte es natürlich auch nicht geben, die Menschen ohne App völlig ins soziale Abseits stößt. Eher eine weiche Pflicht mit sehr geringen Bußgeldern, wenn innerhalb einer Personenkontrolle weder App noch Anhänger vorzeigt werden können. In Kinos, Theatern, Bars und Clubs, halte ich auch eine harte Pflicht für akzeptabel. Es ist aber natürlich sehr schwierig, dass auszugestalten und ich hab auch nur sehr halbgare Gedanken dazu.

        • Wir wär’s mit einem Besserungslager für alle die wiederholt in Personenkontrollen keine App oder keinen Anhänger vorzeigen können? Schließlich stellen sie sich offen gegen die Gesellschaft, und zeigen keinerlei Einsicht. GULag hat schon in der Sowjetunion ganz prima funktioniert.

          Ich finde es etwas bedenklich wie leichtfertig hier solche Vorschläge gemacht werden, unausgegoren oder nicht. Ich hoffe einfach mal, dass du dir hier nur einen Spaß erlaubt hast. Ansonsten sehe ich schwarz für die Zukunft unserer Gesellschaft, sollten nur genug Menschen ebenso denken. George Orwell kann ich als Lektüre empfehlen, vielleicht verdeutlicht das dem einen oder anderen die Gefahren und Risiken einer solchen Einstellung für die Freiheit jedes Einzelnen und die Zukunft unserer Gesellschaft.

          Prost! 🙂

          • Puh, was soll man zu so einem polemischen Unsinn sagen? Man kann ja gerne alles mit allem vergleichen aber ob ein Vergleich zwischen 15 Euro Geldbuße (fahren ohne Gurt) und Gulag sinnvoll ist, ist die andere Frage. Ich finde den Freiheitsbegriff auch etwas schräg, der sich über die Freiheit von einer App definiert, deren Konzeption dezentral ist und wenig bis keine Missbrauchsmöglichkeiten bietet. Die Freiheit Dritte infizieren zu dürfen, ohne dass sie hinterher darüber informiert werden. Der Zug für die Pflicht ist ohnehin abgefahren, dass hätte von Beginn an so kommuniziert werden dürfen. Mit dem PAG, VDS und ähnlichem sprechen wir über viel größere Einschränkungen unserer Freiheit. So eine Pflicht als Schritt in den Überwachungsstaat zu sehen, finde ich eher ziemlich grotesk.

            • Hm, vielleicht hab ich mich nicht deutlich genug ausgedrückt.

              Es stand hier übrigens nicht nur eine 15 Euro Geldstrafe als Gedanke im Raum, sondern der Ausschluss von kulturellen Angeboten wie Kino, Theater & Co. Mir geht es auch nicht um die App oder um eine 15 Euro Geldstrafe für Fahren ohne Gurt, sondern um eine Gefahr für eine sich stetig wandelnde Gesellschaft in der wir leben. Zum Sinn der App habe ich mich auch gar nicht geäußert. Wenn Menschen allerdings schon vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen werden können, nur weil sie sich nicht mit App oder Anhänger ausweisen können, verspricht das meiner Ansicht nach nichts Gutes für die Zukunft. Der Vergleich mit GULag war vorallem als Schreckensvision gedacht, und nicht als direkter Vergleich mit einer angedachten Geldstrafe. 😉

              Ich mahne hier lediglich Vorsicht an, denn Veränderung kommt Schritt für Schritt mit allem was in der Gesellschaft allgemein akzeptiert wird. Eine Geldstrafe kann teurer werden, der Ausschluss von gesellschaftlichen Angeboten kann ausgebaut werden, von Kino über öffentlichen Verkehrsmitteln bis zum Einkauf. Ein Social Scoring kann irgendwann kommen. Das muss alles freilich nicht passieren, aber ich finde wir sollten vorsichtig mit Vorschlägen dieser Art sein. Denn man kann viele Punkte gut begründen, und irgendwann sitzen wir grün wie wir sind in kochendem Wasser, dabei haben es alle gut gemeint.

              Ich bin mir auch nicht sicher ob es hilfreich ist eine solche Mahnung als „grotesk“ oder „polemischen Unsinn“ abzutun. Ich denke es ist sinnvoll sehr vorsichtig mit gesellschaftlichen Veränderungen dieser Art zu sein.

              Prost und schönen Abend noch! 🙂

              • Dann war es gar nicht so polemisch gemeint, wie ich es verstanden hatte. Du hast auch absolut recht, dass man immer wachsam sein muss, was unsere Freiheiten angeht. So ein Gesetz müsste zeitlich streng begrenzt werden und natürlich bin ich nicht für social Scoring. Zum Glück haben wir auch ein gutes Verfassungsgericht, dass darüber wacht. Die würden so etwas wie Social Scoring hoffentlich sofort kassieren, sollte jemals jemand auf diese Idee kommen. Viele Menschen für lange Zeit in einem Raum ermöglichen leider Superspreading und das scheint der Treiber dieser Pandemie zu sein. Es gilt also solche Ereignisse schnellstmöglich zu erkennen und alle Teilnehmer in Quarantäne zu schicken. Dabei würde die App helfen. Supermärkte gelten jedenfalls bisher nicht als Orte für Superspreading und erfüllen unabdingbare Funktionen. Ähnliches gilt für Öffis, obwohl es dort wohl schon zu Superspreading kam. Clubs haben gerade gar nicht geöffnet, die App würde aber mehr Freiheiten ermöglichen. Abhängig vom lokalen Infektionsgeschehen, könnte ich mir dann auch vorstellen, ein Restrisiko einzugehen. Noch besser wären hier natürlich breit verfügbare Schnelltests und sicher auch Datenschutzschonender 😉

                Cheers 🙂

      • > Die Frage ist vor allem aus meiner Sicht wie man eine solche Pflicht realisieren soll? Gibt es dann Kostenübernahmen für neue Geräte wenn das eigene Gerät die App nicht nutzen kann? Oder werden die Personen dann gänzlich vom alltäglichen Leben ausgeschlossen? Das ist alles etwas schwierig.

        Da du ja sogar extra auf einen Kommentar bezüglich Sicherheitsgurten antwortest: Wie wäre es mit genau wie da? Bei Einführung der Einbaupflicht mussten auch nicht rückwirkend alle Autos umgerüstet werden (nur ein kleines Zeitfenster zurück). Auch heute noch besteht die Anschnallpflicht nur in Autos, die auch einen Sicherheitsgurt haben (falls du noch so ein Auto findest 😉 )

        Analog geht das natürlich auch hier wunderbar: Neue Smartphones müssen die Anforderungen erfüllen, alte sind außen vor. Wessen Smartphone kompatibel ist (aka wessen Auto Sicherheitsgurte hat), muss diese auch benutzen.

        P.S. Ich möchte mit diesem Kommentar ausdrücklich nicht aussagen, dass ich eine Benutzungspflicht beführworte. Aber gerade wenn man bereits Sicherheitsgurte als äquivalent heranzieht, eignen sich die dortigen Rahmenbedingungen für Einbau- und Benutzungspflicht wunderbar für eine solche App-Pflicht.

        • Die Gurtpflicht ist in keiner Weise mit einer App-Pflicht zu vergleichen.

          Außer dein Gurt spricht regelmäßig mit deiner Regierung, kann zu deiner Quarantäne beitragen und hat in Umfang und Bedenklichkeit eine nahezu beliebig unsichere Zukunft.

          „Weil es eine Pflicht gibt ist eine andere Pflicht gerechtfertigt“ ist voll das faule Argument. Da wär doch wohl mehr drin gewesen.

      • „wie (soll) man eine solche Pflicht realisieren? Gibt es dann … oder werden … alles etwas schwierig“
        Die Fragen sind irrelevant, solang es um diese Pflicht gar nicht geht.

        • In dem Gespräch hier geht es aber nunmal um die Sorge vor der Pflicht, unabhängig davon ob dir das gefällt oder ob du es einsiehst. 😀

    • > Da aber vorher bereits angekündigt wurde, dass es keine Pflichten geben wird, kann man sie jetzt kaum noch einführen.

      Hö? Vor den meisten kontroversen Pflichten sagt man sich es käme nicht zur Pflicht.

      Die Reihenfolge ist: erst Opt-In, dann Opt-Out, dann Pflicht.

  3. Eine Pflicht würde ich auch nicht befürworten, ich bin allerdings gespannt, wie z.B. mein Arbeitgeber reagiert (infrastrukturkritischer Bereich).
    Etwas enttäuscht bin ich von den tatsächlich noch offenen Fragen: zumindest darauf, was denn passiert, wenn ich eine „Positivmeldung“ erhalte, hätte man schon eine Antwort haben müssen. Und die muss eigentlich „Test, so schnell wie möglich“ beinhalten.
    Ich werde die App installieren und nutzen, aber ein wenig mehr darf da schon noch kommen.

  4. Ich kann es nicht mehr hören! Seit Wochen wird die App in den Medien komplett zerredet. Und das von Leuten, die technisch wirklich null komma null Ahnung von der Materie haben. Sowohl SAP als auch Telekom haben bis hierher einen sehr guten Job gemacht: Die App wurde sauber konzipiert, hält sich an die Datenschutzvorgaben, hat sämtliche relevanten Stakeholder in den Entwicklungsprozess eingebunden, wurde auf mehreren Ebenen (Security, Penetration, UAT…) getestet, der Quellcode wurde freigegeben und mehrfach gereviewed. Was denn noch?! Ich spüre schon den nächsten Shitstorm, wenn es nach dem Rollout erste techn. Probleme gibt. Gnampf…

    • Du hast vollkommen recht – und es ist sehr schade, wie negativ berichtet wird. Ich hoffe dennoch, dass das Projekt zumindest einen kleinen Erfolg bringen wird.

      • Das Projekt ist doch jetzt schon ein riesen Erfolg. Es scheint eine Worst-Case-App vermieden worden zu sein.

        Jetzt dürfen wir bloß nicht nachlassen, mit der Kritik. Die Autoritären lassen ja auch nicht nach. 😉

        • Kritik ist gut und wichtig. Schlecht sind unfundierte Ausrufe bzgl. einer angeblichen „Überwachungsapp“.

          • Aber gut ist natürlich die Sorge vor einer in Zukunft aufkommenden Überwachungsapp.

            Ein paar Kritiken wurden bei der App Entwicklung berücksichtigt, ein paar nicht.

            Bsplw. das Darstellen der Tage ohne Hinweis auf die Möglichkeit einer Ansteckung ist eine super schlechte Funktion der App die geradezu prädestiniert scheint, um gegen ihre Nutzung zu diskriminieren. Schlechte Sache.

            …noch dazu will die Bundesregierung nicht verbieten, gegen die App zu diskriminieren. Das sollte uns argwöhnisch stimmen, wo die Reise wohl hingeht.

            Da ist die Pflicht keine unwahrscheinliche Zukunft. Man darf sich da als Gesellschaft von den Alles-Super-Alles-Unproblematisch-Unken nicht blenden lassen.

            Die haben i.d.R. leider auch keine Ahnung.

            • ja, argwöhnisch bleiben!
              Pflicht keine unwahrscheinliche Zukunft!
              Am besten vorsorgen mit Suizid.

              • Troll hat keine Antwort gewusst und fand es sei der Kracher, hier den Suizid zu empfehlen.

                Die App hat eben auch unter unseren destruktiveren Zeitgenossen viele Fans. 😀

    • Ich kann dieses bla, bla, blubb von den App Befürwortern bald nicht mehr hören/lesen. Gerade der nicht so technikaffine Teil der Menscheit geht mit gesundem Menschenverstand an dieses obskure technische Hilfsmittel zur Eindämmung einer Pandemie, die sich derzeit dank der schon getroffenen Maßnahmen, abschwächt. Nur gut das es nicht vorbehaltlos genutzt wird. Aber wie @Holger schon schreibt, erwartet er einen Shitstorm nach dem Rollout wenn es trotz dem von ihm beschriebenen Kreis („sämtliche relevanten Stakeholder in den Entwicklungsprozess eingebunden, wurde auf mehreren Ebenen [Security, Penetration, UAT…] getestet, der Quellcode wurde freigegeben und mehrfach gereviewed) zu Problemen kommt. Das sagt schon viel über das Vertrauen der App-Befürworter.

      • > Gerade der nicht so technikaffine Teil der Menscheit geht mit gesundem Menschenverstand an dieses obskure technische Hilfsmittel zur Eindämmung einer Pandemie

        Wie die Menschen, die bei der Einführung von Elektrizität, Eisenbahn, Kino, usw. Angst vor der „obskuren,“ neuen Technik hatten. Aber gut, wenn man sich selbst eingesteht, dass man mental nicht so etabliert ist. Einen Schritt weiter bist du schon.

  5. Ich werde die App nicht installieren.

    Ich verstehe den möglichen Nutzen, allerdings sehe ich auch die Gefahren, die durch diese App mit sich bringt. Und im Endeffekt wird die Info, ob man Kontakt mit einem positiven hatte, vermutlich stark verzögert eintreffen. Dann ist doch Hopfen und Malz bereits verloren. Da unter Umständen man schon andere Leuten angesteckt hat. Das löst m.M.n nur Panik bzw. eine Hexenjagd aus.

    Daher trage ich lieber weiterhin meinen Mundschutz und meine Einmalhandschuhe wenn ich unterwegs bin.

    Ich bin durch Social Media, Smart Home Assistenten und meinem Smartphone & Smart Watch schon gläsern genug. Das reicht mir. Irgendwo muss man auch einen Schlussstrich ziehen…

    • DAS ist nun wirklich unsinnig. In etwa so, als wenn du das Impfen ablehnst, weil du schon Versuchskaninchen für Krebsteststoffe bist.

      • Die Coronaimpfung wird die erste Impfung sein, die auf die Veränderung des Genoms abzielt. Die werde ich mir definitiv nicht geben lassen, und ich habe alle Impfungen, die die Kasse zahlt, und frische sie regelmäßig auf.

        • Sorry, aber das ist Humbug.

        • „Die“ Corona-Impfung gibt es noch gar nicht. Es wird weltweit von über 100 Teams an unterschiedlichen Impfstoffen gearbeitet, die mit ganz unterschiedlichen Wirkarten eine Immunreaktion hervorrufen sollen. Das fängt an bei ganz einfachen Totimpfstoffen, also inaktivierten Virenteilen und endet bei mRNA-Impfstoffen, die an der Boten-RNA ansetzen.

          Das, was du erzählst, stimmt also nicht – keine Ahnung wo du es her hast.

    • Ausgerechnet bei einer App, die der Gesundheit dient ziehst du den Schlussstrich? Nicht bei einer Smartwatch, die dafür da ist, dass du einfacher deine Nachrichten lesen kannst? Manchmal hab ich das Gefühl die Prioritäten werden komplett falsch gesetzt.

      Der Quellcode der App ist offen und wird von Organisationen wie dem CCC überprüft. Da ist nichts enthalten, was zu einer Überwachung dienen könnte. Da kann deine Smartwatch dich wesentlich besser überwachen.

      Und natürlich wird die Info über einen Risikokontakt eine gewisse Verzögerung haben. Aber genau um diese Verzögerung zu minimieren, gibt es diese App. Die Alternative ist nämlich, dass das Gesundheitsamt dich befragt, mit wem du Kontakt hattest, wo, wie lang etc. und dann die betroffenen Personen (die an die du dich überhaupt erinnerst) versucht zu erreichen. Dieser ganze Rattenschwanz wird durch die App versucht zu minimieren. Und die Personen, an die du dich nicht erinnerst, oder die du vielleicht nicht einmal kennst, können auch noch informiert werden, weil die App keine Namen braucht.

      Du sollst auch mit der App nicht auf Mundschutz und Abstand verzichten – aber gerade Abstand ist leider nicht immer möglich.

      Ich verstehe das nicht ganz – du kritisierst genau das, was mit dieser App versucht wird zu minimieren…

      • Numi, du bist mir sympathisch 🙂

      • Pringerfint says:

        „Da ist nichts enthalten, was zu einer Überwachung dienen könnte. “ die Aussage ist so dumm und naiv das sie schon gefährlich ist.
        In jeder App gibt es Metadaten die von jemand ausgewertet werden und da spielts auch keine Rolle ob irgendwelche ComputerClub Heinis was kontrollieren die haben ja ihre eigene komische Vorgeschichte ;)) LG

    • Mundschutz und Abstand wird durch die App nicht aufgehoben. Die App ist nur ein zusätzlicher Bauteil im Kampf gegen das Virus. Und ja, auch wenn es jetzt so aussieht, dass das Gröbste vorbei zu sein scheint, der Herbst/Winter wird kommen, ein Impfstoff wird es bis dahin nicht geben und ein Medikament auch nicht. Und ja, die Fallzahlen werden wieder steigen und ja, ich werde die App gerne installieren. Tut nicht weh, schadet nicht und wenn nur eine Infektion verhindert wird, ist alles gut.

  6. Das möchte ich erleben wie die mich zwingen wollen die App zu installieren.

  7. Auch wenn die VZ richtige Fragen stellt, der immerzu erhobene Zeigefinger nervt. Worauf ist z. B. konkret die Sorge begründet, dass die „Freiwilligkeit aktuell in Gefahr“ sei? Und was hätte beispielsweise ein Restaurant für einen Nutzen, Gäste nur mit App zu akzeptieren?

    • In der Schweiz wird genau als diesem Grund gerade ein Gesetz beschlossen, weshalb die App dort etwas später kommt. Ein Restaurant könnte z.B. beschließen, für Gäste die die App nicht nutzen wollen, erhöhte Preise zu nehmen, da für diese Gäste mehr Platz geschaffen werden muss, um die Bastandsregeln durchzuziehen.

    • Ich halte das auch für sehr unrealistisch. Die Hygieneregeln gelten schließlich auch weiterhin mit App. Der einzige Grund wäre, dass ein Wirt den Aufwand scheut diese Papierbögen vorzuhalten. Mag sein, dass es so was in Einzelfällen geben würde, aber die Masse in der Gastro wird sicher nicht auf Umsatz verzichten, nur weil 5 Cent Kopierkosten pro Gast anfallen.

    • Matthias Heinz says:

      Die armen Wirte, sollte diese App Pflicht werden, sinken die Umsätze noch weiter ab!

      Angesichts der ganzen Demos ist das doch sowieso eine Farce mittlerweile.

      • Naja man fürchtet halt vorauseilenden Gehorsam. Nicht nur bei Wirten sondern grundsätzlich bei jeder zwischenmenschlichen Interaktion drängt sich die Problematik auf, dass die besonders hysterischen die App nutzen möchten, um an der App-Nutzung zu diskriminieren.

        Der Deutsche Michel liest halt den ganzen Vormittag Panik-News und kommt dann total verstört zu seinem Arbeitsplatz an der Supermarktkasse und bildet sich ein sein Chef mache ihn zum Menschenopfer, bloß weil am Eingang keiner auf die App prüft.

        ..und schon ist sie da, die Nachfrage. 😉

  8. Matthias Heinz says:

    Also wer ernsthaft meint die App würden sich 30% der Bevölkerung installieren der träumt. Lest mal in Foren und Kommentaren, es gibt kaum jemanden der sich die App installiert, ich selber kenne auch keinen einzigen der sie sich freiwillig installiert, mich eingeschlossen, zugegeben.

    Die Regierung wünscht sich 60% Anteil, das wäre notwendig, damit die App auch einen Nutzen hätte, ich vermute es werden keine 10%.

    Und mal Hand aufs Herz, aktuell knapp über 5000 Infizierte, sprich 0,006 Prozent Anteil der Bevölkerung, einer von rund 16.5000 Einwohnern. Selbst wenn sich die Infizierten die App installieren, nicht Infizierte aber nicht, dann ist es nahezu nutzlos, und bei der Bereitschaft der Menschen wird das wohl so auch eintreten.

    • „Die Regierung wünscht sich 60% Anteil, das wäre notwendig, damit die App auch einen Nutzen hätte“

      Das ist nicht korrekt. Bei 60% könnte man laut Studien die Epidemie tatsächlich stoppen. Logischerweise kann die App auch bei unter 60% Nutzern etwas bringen, ganz konkret für den einzelnen Nutzer. Natürlich bringt die App mehr, je mehr sie auch nutzen. Aber ihren Nutzen bei unter 60% abzusprechen, ist schwierig.

      Richtig interessant wird die App, sollte es eine zweite Infektionswelle geben. Ich denke das würde die Nutzerzahlen dann doch hochtreiben, da die konkrete Gefahr wieder ersichtlicher würde. Dennoch hoffe ich natürlich, dass eine zweite Welle ausbleibt.

      • 60% Installation sagt gar nichts. Du meinst wohl 60%, die installieren und brav jeden Verdacht melden. Das wird nichts mal die Hälfte tun.

        • Man kann nur mit einem positiven Test eine Meldung in der App machen, da man nur damit die notwendige Tan bekommt. Und natürlich ist mit 60% Nutzung auch die Angabe einer Infektion eingeschlossen. Ich wüsste aber auch nicht was dagegen sprechen sollte mitzuteilen, dass 45af3df8b9c65667abfe einen positiven Test hat. Das wäre eine dieser zufälligen IDs.

          • Christian says:

            Dagegen spricht m.E., dass sehr viele Menschen, die keine Symptome zeigen, keinen Bock auf Zwangsmaßnahmen vom Gesundheitsamts haben dürften.

            • Das hat aber nichts mit der App zu tun. Erst durch einen positiven Test bekämen sie eine TAN vom Gesundheitsamt. Also auch ohne Bekanntgabe in der App müssten sie mit Einschränkungen durch das Gesundheitsamt leben. Die einzige Möglichkeit: keinen Test machen – aber auch dann kann das Gesundheitsamt eine Quarantäne anordnen. Was bleibt dann noch? Übrigens weiß durch die App keiner deinen Namen – auch nicht das Gesundheitsamt.

              • Christian says:

                Du verstehst es falsch. Das System lebt davon, dass es nahezu alle, die es können, die App installieren und tatsächlich so ehrlich sind, sich beim Gesundheitsamt zu melden, wenn die App ihnen den Hinweis gibt, mit jemandem Kontakt gehabt zu haben, der jetzt positiv ist. Auch bei keinen Symptomen. Never ever.

                • Das ist so nicht ganz korrekt. Ja, das System lebt davon, dass die Nutzer auch wirklich mitmachen. Das ist halt bei jedem System so. Ich würde mich freuen, wenn das klappt.

                  Es ist aber mitnichten so, dass jeder, der einen Risikokontakt hatte sich auch unbedingt beim Gesundheitsamt melden soll. Dafür gibt es die Risikoberechnung innerhalb der App (https://github.com/corona-warn-app/cwa-documentation/blob/master/solution_architecture.md#risk-score-calculation). Die App kann Nutzer auch einfach bitten sich in Selbstisolation zu begeben und erst bei Symptomen einen Arzt zu kontaktieren.

                  Aber ja, wie gesagt, natürlich lebt die App vom mitmachen – wie alle Apps. Auch Whatsapp wäre ohne Nutzer nicht ganz so lukrativ für Mark – das ist also kein Alleinstellungsmerkmal dieser App.

                  • Du meinst tatsächlich, dass Leutd sich nicht beim Gesundheitsamt melden , weil sie keinen Bock auf Überwachung haben, wenn sie keine Symptome haben, aber dieselben Leute werden brav den Anweisungen der App zur Selbstisolation folgen?
                    Und das halt jedes „System“ vom Mitmachen lebt, soll ein Argument für die Mehrheit der Zweifler sein. Komm, so naiv ist doch keiner!

                    • Nein, Leute die sich trotz Symptomen und ggf. Risikokontakt nicht testen lassen (wenn sie sich testen lassen bekommt das Gesundheitsamt automatisch bescheid), werden die Anweisungen der App sicher nicht folgeleisten – schon alleine deswegen, weil sie die App gar nicht erst installieren werden. Diejenigen, denen das nicht alles egal ist, werden aber tatsächlich eventuell die Handlungsempfehlungen befolgen – und da ist es natürlich ein Unterschied ob die App denjenigen sagt „Meld dich bitte beim Gesundheitsamt“ oder „Geh bitte in Selbstisolation – solltest du Symptome entwickeln, melde dich bei deinem Arzt oder dem Gesundheitsamt“.

                      Dein Satz nach dem Fragezeichen ist recht inhaltsleer. Ich habe damit kein Argument bringen wollen, ich sagte nur, dass es logisch ist, dass eine App vom Mitmachen lebt und dass das logischerweise auch für diese App gilt.

    • Weil Foren und Blogs ja bekanntermaßen repräsentative Umfragen sind und sich dort nicht häufig Leute gleicher und ähnlicher Meinung treffen.

  9. Es überrascht mich nicht, dass viele Leser meinen, ihre Meinung ist die Richtige. Neulich (letzte Nachricht zur App) ging es sogar um das Fortpflanzungsorgan eines Lesers, den Zusammenhang habe ich nur nicht verstanden….
    Muss es dabei respektlos und wenig wertschätzend zugehen….? Das müsst ihr entscheiden, ob das notwendig ist.

    Die App mit dem Sicherheitsgurt zu vergleichen, welcher Leben rettet, geht vollkommen am Thema vorbei.
    Die App rettet kein Leben! Es ist eine technische Möglichkeit, positiv getestete Menschen und deren Kontakte verfolgbar zu machen. Auch die, die gar nicht im persönlichen Kontakt zu dem infizierten stehen. Sie sollen dann informiert werden.
    Das ist aber schon bekannt.
    Die dabei entstehende Fehlerquote KANN im 2stelligen Prozentbereich liegen.

    Eine positive Wirkung wird vermutet, gehofft. Eine Auswertung und Bewertung der Wirkung werden wir mutmaßlich frühestens in 1-2 Jahren haben. Im Übrigen wie die meisten Maßnahmen gegen die Pandemie.

    Darüber nachzudenken und zu reden, dass ein Szenario möglich ist, dass Menschen, die die App nicht nutzen wollen, sanktioniert werden können sollte doch möglich sein?
    Einschränkungen, Bewegungsfreiheiten, s.o. Darüber wurde geschrieben, nicht mehr und nicht weniger.

    Es ist äußerst wichtig, dass wir frei entscheiden können, was wir machen wollen und was nicht.
    Darüber zu reden, zu diskutieren und dafür einzustehen, dies sind elementare Bestandteile unserer Gesellschaft, unserer Grundrechte.
    Dafür sind sehr viel mehr Menschen gestorben als in den letzten 50 Jahren zusammen genommen.

    Erstaunt darüber bin ich, dass es für die meisten hier absolut in Ordnung ist, die Grundrechte der Menschen einzuschränken.
    Dies sollte nur in absoluten Ausnahmefällen notwendig sein.
    Ist das hier der Fall?

    • zu lang…

    • Selbstverständlich kann die App Leben retten, genauso wie ein Gurt Leben retten kann. Jemand, der frühzeitig über einen mögliche Infektion informiert wird, kann sich testen lassen, in Quarantäne begeben und dadurch keine weiteren Menschen mehr infizieren. Was ist daran so schwer zu verstehen?

  10. Es überrascht mich nicht, dass viele Leser meinen, ihre Meinung ist die Richtige. Neulich (letzte Nachricht zur App) ging es sogar um das Fortpflanzungsorgan eines Lesers, den Zusammenhang habe ich nur nicht verstanden….
    Muss es dabei respektlos und wenig wertschätzend zugehen….? Das müsst ihr entscheiden, ob das notwendig ist.

    Die App mit dem Sicherheitsgurt zu vergleichen, welcher Leben rettet, geht vollkommen am Thema vorbei.
    Die App rettet kein Leben! Es ist eine technische Möglichkeit, positiv getestete Menschen und deren Kontakte verfolgbar zu machen. Auch die, die gar nicht im persönlichen Kontakt zu dem infizierten stehen. Sie sollen dann informiert werden.
    Das ist aber schon bekannt.
    Die dabei entstehende Fehlerquote KANN im 2stelligen Prozentbereich liegen.

    Eine positive Wirkung wird vermutet, gehofft. Eine Auswertung und Bewertung der Wirkung werden wir mutmaßlich in 1-2 Jahren haben. Im Übrigen wie die meisten Maßnahmen gegen die Pandemie.

    Darüber nachzudenken und zu reden, dass ein Szenario möglich ist, dass Menschen, die die App nicht nutzen wollen, sanktioniert werden können sollte doch möglich sein?
    Einschränkungen, Bewegungsfreiheiten, s.o. Darüber wurde geschrieben, nicht mehr und nicht weniger.

    Es ist äußerst wichtig, dass wir frei entscheiden können, was wir machen wollen und was nicht.
    Darüber zu reden, zu diskutieren und dafür einzustehen, dies sind elementare Bestandteile unserer Gesellschaft, unserer Grundrechte.
    Dafür sind sehr viel mehr Menschen gestorben als in den letzten 50 Jahren zusammen genommen.

    Erstaunt darüber bin ich, dass es für die meisten hier absolut in Ordnung ist, die Grundrechte der Menschen einzuschränken.
    Dies sollte nur in absoluten Ausnahmefällen notwendig sein.
    Ist das hier der Fall?

  11. Experten sind sich übrigens einig:

    Es besteht keine Infektionsgefahr mit Corona bei Unterschreitung des Mindestabstandes, wenn man sich für eine gute Sache einsetzt und z.B. an Demonstrationen gegen Rassismus (und was dafür gehalten wird) teilnimmt!

  12. Wenn man sich die ganze Pro & Contras zu dem Thema App durchliest kann man bald wahnsinnig werden. Mit fällt aber folgendes dazu noch ein: Wenn ein Land wie Deutschland seit „offiziellem“ Ausbruch des Virus im Januar (davor klein geredet) sich mit seinem Gesundheitsminister hinstellt und behauptet Masken würden nichts bringen, die paar Masken die man hatte dann ausgerechnet nach China (wo sie hergestellt werden) verschenkt und den Rest sich in Afrika stehlen lässt und Monate später dann endlich auf den Maskentrip aufspringt und von 2 Milliarden bestellten 2/3 immer noch nicht bekommen hat, dann frage ich mich was die jetzt mit dieser App wollen.
    Wem der Satz zu lang war, bitte langsam nochmal lesen. Ich hätte ihn eigentlich noch verlängern wollen Rund um das Thema frühzeitige Lockerungen. Wär dann zuviel des Guten gewesen. Macht nichts. Werdet glücklich mit der App, ich lebe aktuell in dem Land das die Platzierung Nr. 2 .. .mit dem besten Umgang mit dem Virus bekommen hat und seit 20 Tagen keinen Neuinfizierten gemeldet hat. So, wo ist Numi und erklärt mir mal den „Schwachsinn“?

    • Die initiale Abwertung der Masken war ein Fehler, das wurde korrigiert. Und vielleicht sind die Menschen in dem Land in dem du lebst einfach vernünftiger als die Menschen hier bei uns in Deutschland. Was hier für Vollpfosten unterwegs sind sieht man ja nicht nur an Verschwörungsmythenerzählern wie Naidoo oder Hildmann, sondern auch an einigen der Kommentatoren hier.

  13. Ich fühle mich ja fast geschmeichelt, dass ich jetzt schon angefragt werde um Erklärungen zu liefern.

    Leider muss ich dich enttäuschen, denn warum die Pandemie von Spahn zunächst heruntergespielt wurde kann ich dir nicht erklären. Ebenso ist die anfängliche Ablehnung von Masken falsch gewesen.

    Was das jedoch mit der App zu tun hat verstehe ich nicht. Man hat ja eingesehen, dass wir vor der Pandemie nicht immun sind und auch Masken helfen können. Die App ist ein weiterer Baustein der Eindämmungsstrategie.

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