Valve Index: Neues VR-Headset mit 144 Hz ist ab 539 Euro vorbestellbar

Valve hatte ja bereits Ende März ein eigenes Virtual-Reality-Headset namens Index angedeutet. Mittlerweile sind die technischen Daten, die Auslieferungstermine und auch der Preis bekannt. So kostet das VR-Headset ohne Controller und Basisstationen rund 539 Euro. Wer auch die restlichen Komponenten benötigt, muss tiefer in die Tasche greifen.

So schlagen die Controller nochmals mit 299 Euro zu Buche. Ein Set von zwei Basisstationen kostet wiederum 159 Euro. Deswegen bietet Valve auch Kits an. Ein Paket mit Valve Index, Controllern und Basisstationen kostet 1.079 Euro. Begnügt ihr euch mit VR-Headset und Controller, müsst ihr 799 Euro auf den Tisch legen. Welchen Sinn das ergibt, wenn man für das komplette Erlebnis ohnehin alle Komponenten benötigt?

Nun ja, Valve nutzt wie HTC die Lighthouse-Technik für die Basisstationen. Besitzt ihr also bereits Stationen für Lighthouse 2.0, weil ihr eine HTC Vive oder HTC Vive Pro gekauft habt, dann sind jene auch zur Valve Index kompatibel. Selbiges gilt auch für die Wand-Controller. Insofern könnt ihr dann abwägen, welche Komponenten ihr benötigt bzw. neu anschaffen möchtet.

Die Valve Index setzt im Gegensatz zu den meisten Konkurrenzmodellen nicht auf OLED-, sondern auf LC-Bildschirme. Valve hat sich dazu entschieden, da man statt einer Pentile- eine echte RGB-Matrix mit mehr Subpixeln verwendet. Ein schärferes Bild soll das Ergebnis sein. Außerdem bietet das VR-Headset neben einem Modus für 90 und 120 Hz auch 144 Hz. Valve gibt dabei ein im direkten Vergleich mit der HTC Vive vergrößertes Sichtfeld an, das bei etwa 130° liegen sollte.

An der Vorderseite ruhen Stereo-Frontkameras, die aber nur dazu dienen, im Falle des Falles die Außenwelt in der VR-Erfahrung darzustellen. Das Tracking löst man ja über die bereits erwähnten Lightouse-Stationen. Interessant ist, dass die Valve Index auch über einen Erweiterungsslot verfügt, an dem man per USB 3.0 zusätzliche Geräte verbinden kann. Sinn und Zweck kommuniziert Valve da aber nicht klar und will vielmehr der Community Raum für Experimente geben. Eigene Add-Ons sind jedenfalls bisher nicht angekündigt worden.

Wer die Valve Index bei Valve vorbestellt, kann mit folgenden Auslieferungsdaten rechnen:

  • Valve Index Headset – 539 Euro – ab 31. Juli 2019
  • Valve Index Controlers – 299 Euro – ab 28. Juni 2019
  • Valve Index Base Station – 159 Euro – ab 28. Juni 2019
  • Valve Index Headset + Controller – 799 Euro – ab 31. August 2019
  • Valve Index Headset + Controller + Base Station – 1.079 Euro – noch keine Angabe zum Lieferdatum

Technische Daten der Valve Index

  • Display: 2x 1.440 x 1.600 Pixel RGB-LCD, Low Persistance
  • Bildfrequenz: 90 / 120 / 144 Hz
  • Sichtfeld / FoV: ca. 130°
  • IPD: zwischen 58 und 70 mm einstellbar
  • Anschlüsse: 5 m Verbindungskabel, 1 m Dreifachverbindung, USB 3.0, Displayport 1.2, 12 V
  • Ortung: SteamVR 2.0, Kompatibel mit Lighthouse 2.0
  • Ton: 37,5 mm Off-Ear Balanced Mode Radiators, 3,5 mm Klinke
  • Kameras: 960 x 960 Pixel RGB-Stereo-Kamera
  • Preise: Valve Index 539 Euro, Index-Controller 299 Euro, Basisstationen je 159 Euro

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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7 Kommentare

  1. Das Agument, man nutze LCD Technologie statt OLED weil, „….“ ist immer ein fake Argument von Herstellern. OLED ist einfach teurer und na klar gibt es OLEDs mit Subpixels. Die hat Samsung schon mehrfach in ihren Handys verbaut. Eine andere Möglichkeit ist die Erhöhung der Auflösung. Ich würde auf das echte Schwarz nicht verzichten wollen. Nur so ist ein Sternhimmel in VR ein wirkliches Erlebnis.

    Der größerer Blickwinkel ist aber ein guter nächster Schritt. Allerdings hat die PIMAX hier schon 200 Grad.

    • Gardriel says:

      Denke Mal eher da so ne die Prioritäten anders gesetzt als bei dir.
      Nen OLED mit 1440p und 144hz wird es zum einem sicher nicht geben und zum anderen auch sehr schwer zu betreiben sein (PC).
      1080p 144hz ist hingegen relativ einfach zu betreiben.

    • Daniel Reimer says:

      Normale OLED haben aber nun mal Subpixel und andere wären so teuer, dass man die Brille gar nicht mehr verkaufen könnte. Aber zum Glück sind die Schwarzwerte moderner LCDs sehr gut und ich rechne nicht mit großen Problemen. Die ersten Testergebnisse diverser Reporter sagen zumindest alle nichts von grauem schwarz, also denke ich es passt wie es ist. Mehr sehen wir in etwa 8 Wochen, also ich zumindest. Ich steige um von Rift auf Index, also viel Geld ausgegeben…

  2. Kleiner Fehler – die Basisstation ist mit 159 ein Stückpreis. (siehe hier: https://i.imgur.com/8NYs7xD.png).

    2 kosten also 318€ – sonst würde der Setpreis auch keinen Sinn ergeben.

  3. Sebastian says:

    Die Aussage „Besitzt ihr also bereits Stationen für Lighthouse 2.0, weil ihr eine HTC Vive oder HTC Vive Pro gekauft habt, dann sind jene auch zur Valve Index kompatibel“ ist nicht ganz richtig.
    Die Valve index ist auch mit Lighthouse 1.0 Kompatibel, haben wir also schon eine HTC Vive mit LH 1.0, dann kann man diese Stationen auch mit der Valve Index nutzen.

  4. Habe vor zwei Wochen das HP Reverb probiert 2160×2160 90Hz PRO AUGE. Mann war das scharf. Aber sie haben natürlich keinen Sternenhimmel gezeigt. Gibt es in USA für 640$ incl. Controller und inside out Tracking.

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