USB Type-C: Authentifizierungsprotokoll soll vor nicht konformen Kabeln schützen

artikel_usbcUSB Type-C ist der Stecker, auf den wir lange warten mussten. Keine Probleme mehr mit der richtigen Richtung, schnellere Datenübertragung bei gleichzeitiger Stromversorgung. Während immer mehr Geräte mit USB-C-Anschlüssen ausgestattet sind, gibt es mit Zubehör eine gewisse Problematik. Denn nicht überall wo ein USB-C-Stecker verwendet wird, passen auch die Spezifikationen. Das geht sogar so weit, dass „schlechte“ Kabel Hardware zerstören können. Ändern soll sich dies nun mit einer Authentifizierung der USB-C-Geräte, deren Spezifikationen die USB 3.0 Promoter Group jetzt bekannt gab. Durch die Nutzung des Protokolls wird geprüft, ob die Verbindung passt – und zwar bevor Ströme oder Daten fließen und angeschlossene Geräte beschädigen können.

Die USB-Typ-C-Authentifizierung soll so vor nicht konformen Geräten schützen, gleichzeitig aber auch Schutz vor bösartiger Hard- und Software bieten. OEMs können die Geräte ihrer Kunden so vor schlechtem Zubehör schützen, da nur noch Geräte mit den passenden Spezifikationen akzeptiert werden. Gerade im Bereich des Aufladens sehr wichtig, da falsche Parameter schnell großen Schaden anrichten können.

Die Hauptspezifikationen des neuen Authentifizierungsprotokolls sehen folgendermaßen aus:

  • A standard protocol for authenticating certified USB Type-C™ Chargers, devices, cables and power sources
  • Support for authenticating over either USB data bus or USB Power Delivery communications channels
  • Products that use the authentication protocol retain control over the security policies to be implemented and enforced
  • Relies on 128-bit security for all cryptographic methods
  • Specification references existing internationally-accepted cryptographic methods for certificate format, digital signing, hash and random number generation

Auch für Entwickler ändert sich eine Kleinigkeit, der Endverbraucher ist davon aber nicht betroffen. Sehr schön zu sehen, dass das Problem mit nicht konformen USB-C-Anschlüssen so schnell angegangen wird, auch wenn es denjenigen wenig hilft, die vielleicht schon einen Schaden erlitten haben. die vollständige Pressemitteilung der USB 3.0 Promoter Group findet Ihr hier.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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5 Kommentare

  1. Also werden Hersteller zukünftig nur noch ihre eigenen Produkte freischalten….geht schon keiner zur Konkurrenz und kauft dort sein USB-Kabel 😉

  2. Geilon

  3. wie macht das Apple nochmal gleich? 😀

  4. Anfang der Woche hatte ich schon über einen Artikel in CHip 2016/05, S.92f gestaunt und AUCH dort NIX verstanden. Hier nur die Typenauflistung:
    Neue USB-Nomenklatur
    > USB-C: Hat nichts mit USB 3.1 zu tun. Führt den neuen, verdrehsicheren USB-Anschluss ein
    > USB3.1Gen1:Hieß früher einmal USB 3.0 und wurde im Zuge des 3.1-Upgrades umbenannt
    > USB3.1Gen2: Verdoppelt die Maximalgeschwindigkeit über den USB-Anschluss auf 10 GBit/s
    > USBPower Delivery: Definiert Profile zum schnellen Aufladen von Akkus. Verlangt spezielle Kabel
    Versteht irgendjemand hier irgendetwas?

  5. @friddes
    Zu erwähnen wäre noch Thunderbolt 3 welches auch auf den Type-C Stecker setzt.

    Aber so kompliziert ist das nicht:
    Type-C: Stecker
    USB 3.0, 3.1, 3.1 Gen 1, 3.1 Gen 2: Protokolle

    USB 3.0 wurde nicht USB 3.1 Gen 1 umbenannt. USB 3.0 ging in USB 3.1 Gen 1 auf und hat noch etwas dazugelernt (Stromversorgung bis 100 W, DisplayPort und den Type-C Stecker).
    Darum ist auch eine Zertifizierung wichtig. Wer ein Type-C Kabel irgendwo reinsteckt soll sich drauf verlassen können dass es Strom transportieren kann und Displays betreiben kann ohne irgendwas zu zerschiessen. Dass kann man in der Tat von Apple lernen. Oder von anderen aktiven Kabeln/Protokollen wie Thunderbolt die auch nur mit Intel-Chips laufen.

    Ich finde es ist kein Zufall dass der Type-C und Lightning sich sehr ähneln. Es geht das Gerücht dass Apple massgeblichen Einfluss auf das Steckerdesign hatte und es dem Standards-Body übergeben hat. Wenn das USB Implementers Forum alleine dafür verantwortlich wäre sähe der Stecker sicher genau so scheisse aus und liesse sich genau so scheisse verwenden wie viele andere USB-Stecker. Allen voran USB 3.0 Micro-B, eine Katastrophe die unbedingt noch mit USB 2.0 Micro-B Abwärtskompatibilität kommen musste.

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