Twitter: Schwarze Zahlen und geringes Wachstum erreicht

Twitter konnte im zweiten Quartal 2019 einen kleinen Profit von 37 Mio. US-Dollar einstreichen und verzeichnete Neuzugänge von mehr als 5 Mio. täglich aktiven Nutzern. Aktuell ist das soziale Netzwerk an einem Punkt angelangt, an dem man zwar weiterhin mit einem geringen Wachstum hadert, wenn man den Vergleich zu Konkurrenten wie Facebook, Instagram und Snapchat sucht, aber immerhin schwarze Zahlen schreibt.

Letzteres war in der Vergangenheit für Twitter nämlich nicht selbstverständlich. Twitter zählt seine täglich aktiven Nutzen (Daily Active Users) übrigens anders als die Konkurrenz. So berechnet man nicht die Nutzer ein, die sich nur einloggen, sondern jene, an die man tatsächlich Werbung ausliefern könne. Hier will man im letzten Quartal mittlerweile insgesamt 139 Mio. Nutzer an jedem Tag erreichen. Im April nannte man noch 134 Mio. täglich aktive User.

Innerhalb der letzten 15 Monate konnte man seine entsprechende Nutzerschaft von 120 Mio. (Anfang 2018) auf besagte 139 Mio. Anwender pro Tag steigern. Wie viele Nutzer Twitter pro Monat erreicht, weist man mittlerweile nicht mehr klar aus. Das liegt wohl daran, dass das Wachstum eher gering ist und sich deswegen nicht gut in den Ergebnissen macht. Man geht davon aus, dass die Zahl nämlich seit 2015 in etwa konstant geblieben ist, wenn man die neuen Nutzer dem Schwund gegenüberstellt.

Als operative Einnahmen nennt Twitter 76 Mio. US-Dollar – im letzten Quartal waren es noch 94 Mio. Die Gesamteinnahmen lagen bei 841 Mio. US-Dollar, von denen am Ende eben noch 37 Mio. US-Dollar als Gewinn übergeblieben sind. Am erfolgreichsten ist Twitter weiterhin in den USA – gefolgt von Japan. Das Gros der Einnahmen hat man sich durch Werbung gesichert – 727 Mio. US-Dollar.

Twitter selbst geht davon aus, dass man auch in Zukunft im Verhältnis eher „geringe“ Gewinne erwirtschaften werde, aber bei einer konstanten Nutzerbasis verbleibe. In den letzten Monaten hatte man sich eher auf die Bekämpfung von Spam und Hasskommentaren fokussiert, statt das Wachstum rigoros voranzutreiben.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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5 Kommentare

  1. gregorius says:

    Twitter wird es wie Facetube gehen, irgendwann entdecken die Kinder was neues.

  2. Früher war Twitter ein angenehmer Ort, an dem man mit Fremden kommunizieren konnte. Auch viele Stars sind dort. Mittlerweile gibt es viel zu viele politische Extremisten und Cartmans (Trump).

  3. Auch junge Leute werden irgendwann älter. Dann sind hippe Netzwerke nicht mehr so gefragt. Eher was „gediegenes“. Und Twitter ist nach wie vor DAS Netzwerk, mit dem direkte Kommunikation auf Themen und Menschen, die diese Themen setzen möglich ist. Ich schaue häufig US-Nachrichten. Da hat jeder Moderator und jeder Reporter einen Twitter-Account, der in der „Bauchbinde“ eingeblendet wird. Man kann eigene Themen setzen, sich selbst vermarkten… und genauso Feedback von anderen bekommen. Das ist alles schneller, einfacher und direkter als bei Facebook, wo man sich durch irgendwelche Seiten und Gruppen hangeln muß. Suchbegriff eingeben und „GO“! Ich liebe Twitter.

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