Twitter mag keine anderen Clients mehr

Twitter Twitter Popitter. Würde Helge Schneider sagen. Denke ich zumindest. Gerade lese ich so Dinge, die ich in den letzten Tagen mal so gesammelt habe. Darunter auch, dass bei Twitter gesagt wird: „hey, baut keine Clients mehr, baut lieber Anwendungen rund um Twitter“. Heißt: man legt die Latte für externe Clients jetzt ein wenig höher. Man will Benutzern das Erlebnis auf allen Plattformen auf einem gleichen Level zugute kommen lassen – und dazu hätte man ja schließlich die hauseigenen Apps (die angeblich von 90% aller Benutzer genutzt werden).

Jene Apps, die so toll sind, dass persönlich nur die offizielle auf dem iPad nutze (ansonsten Tweetdeck). Heißt für mich: der Twitter-Vogel mutiert zum Specht, der gerade den Ast abpickt, der ihn so erfolgreich gemacht hat: die Vielfalt an verfügbaren Clients. Finde ich jetzt weniger geil, wird aber wahrscheinlich nichts an der steigenden Popularität ändern – trotz alledem: warten wir mal ab, denn bekanntlich wird nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wurde.

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Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

23 Kommentare

  1. Ich fänds auch schade wenn sie jetzt die Clients einschränken würden. Auch wenn ich als TweetDeck user wohl eher nicht so extrem betroffen wäre. Würden se das verbieten würden se sich wirklich den Ast auf dem se sitzen absägen.

    Was aber wohl doch in ansätzen zu stimmen scheint ist, dass das meiste über ihre Apps geht.
    Zumindest in meiner TL wird wenn von mobil meistens von der Twitter iPhone-App getwittert. Da ich kein iGerät habe kann ich nicht sagen ob das i.welche besonderen Vorteile hat, aber grad bei mobil scheint es so zumindest in meiner TL das meiste über Twitter-Apps gehen…

    Ansonsten nutz ich web auch öfters mal. Meistens wenn ich die Tweets vom letzten Tag nachlesen will (ich überflieg meistens die Tweets die ich „verpasst“ habe – folge bis jetzt nur so wenigen dass das noch geht ^^)
    Hauptsächlich ist aber bei mir TweetDeck am werkeln. Web ist einfach lahm. Das ganze tolle JS und AJAX das die Usability ausmacht ist bei mir recht lahm. (also bei #newtwitter)

    btw – ist das eigentlich beabsichtigt dass zumindest bei mir über Facebook zuerst bzw. bis jetzt alleinig Benachrichtung über neuen Eintrag hier reingekommen ist und nicht wie normal per Twitter? xD

  2. 90% kann ich mal gar nicht glauben! Ich benutze bis auf dem Mac auf TweetDeck und so, und das tuen auch die meisten die kenne. Total unrealistisch!
    Twitter sägt damit ein wenig an dem Ast, auf dem es sitzt. Ich verstehe nicht so richtig wo deren Problem ist…

  3. Naja, solange meine Chrome-Extension und das WOrdpress-Plugin noch funktionieren, ist’s für mich halb so wild.
    Auf meinem HTC Desire hab‘ ich ohnehin die offizielle App.

  4. „…der Twitter-Vogel mutiert zum Specht, der gerade den Ast abpickt, der ihn so erfolgreich gemacht hat…“

    Sehr gute Metapher und wohl sehr treffend!

  5. Also ich liebe förmlich die offiziele App. Besonders wenn man gerade nur 2G (EDGE) hat, ist die perfekt. Aber trotzdem kein guter Schritt – Konkurenz belebt das Geschäft

  6. „Ich benutze bis auf dem Mac auf TweetDeck und so“
    Ich glaube, dazu muss man nichts sagen.
    „und das tuen auch die meisten die kenne.“
    Siehe Satz 1.

  7. Also ich hab mich von twitter verabschiedet!
    1.der neue Client nervt einfach,und macht nix besser!
    Man könnte sich ja mal gute features(z.b die ungefähre gps angabe) von den andern clients angucken,aber nein man verbietet sie lieber!
    2.Die blockfunktion ist asozial,was soll der blödsinn das jemand mir verbieten kann ihm zu folgen?

    Man stelle sich das mal woanders vor,zdf kann einfach verbieten das ICH den sender gucken kann!
    Der Autor dieses blogs kann mir einfach verbieten das ICH sein blog lesen kann!

    Sowas hat nix mit sozial zu tun.
    Und wenn man überlegt das selbst jemand wie hitler nie im leben auf die idee gekommen wäre jemandem zu verbieten die eigen Meinung zu hören,ist das schon echt krank!

    Das man andere mundtot machen will ist mitunter nachvollziehbar!
    Das man sich selber mundtot macht ist einfach nur krank!

  8. @Stefan: du hast aber schon n paar Likörchen gehabt, oder?

  9. @Stefan

    Dass man Follower Blocken kann ist vermutlich daraus entstanden, dass immer mehr Bots unterwegs sind. Die Anzahl der Follower hat damit ihre Wertigkeit als Messinstrument verloren, weil viele Follower auch viele Bots sein können. Mit der Möglichkeit Kontakte zu blockieren kann man diese Zahlen nun gerade biegen und den Müll filtern. Damit kann, nicht muss, man die Zahl seiner Follower realistischer gestalten.

  10. Ich kann auch nicht ganz glauben das 90% die Apps von Twitter selbst beziehen. Bei Facebook wäre es unter umständen noch möglich da mobile Endgeräte damit gut klar kommen aber bei Twitter? Ich habe auf keinem meiner Geräte (sowohl mobile als auch fest stehend) keine Apps von Twitter…

    Man sieht es ja meistens auch schon in den Tweets selbst das die Tweets nicht mit Twitter gepostet worden sind sondern mit XYZ. Wenigstens sehe ich soetwas selten (vielleicht folge ich auch einfach nicht den 90% ;))

  11. ich nutze nicht mal aufn mac die offizielle app, weil sie total scheisse ist. das einzig offizielle was ich nutze ist die webseite selbst aber nur weil ich auf arbeit keine möglichkeit habe, irgend eine app zu nutzen, dank unseres firmen proxies (der kollege sperrt leider ziemlich viele ports, die von twitter apps benötigt werden)…

    am mac nutze ich weet und ohne smartphone gibt es unterwegs auch keine tweets 😉

    die 90% klingen verdammt nach „wir fälschen unsere statistiken so lange, bis wir sie selber nicht mehr glauben“

  12. Ich finde die offizielle Android-App schrecklich langsam. Bin seit kurzem für Android auf „twicca“ umgestiegen. Der bislang schnellste Twitter-Client für Android. Ich sehe in meiner TL sehr oft andere Clients, daher kann ich die 90% auch nicht nachvollziehen. Marketing eben.

    Oder ein Zahlendreher? Vielleicht wollten sie 09% schreiben 🙂

    Am PC benutze ich entweder Seesmic, TweetDeck … am meisten aber, weil klein und schlank: Twhirl. Für den PC Bereich hat Twitter „offiziell“ ja gepennt, oder ist mir etwas entgangen?

  13. „Twitter Twitter Popitter“ sagt nicht Helge S., sondern das ist Twitter-„Z-Promi“-Sprech. Ganz übel,echt.

    Ansonsten nutze ich keine Clients, für mich reicht die Nutzung über das Web.

  14. @Hannes: Es ist von Helge. Original: „Lernen, lernen popernen“.

    Zum Thema: Als erstes sollte Twitter die ganzen Über-140-Zeichen-Dienste absägen. Damit wäre schon einiges an User-Freundlichkeit verbessert.

    Verstehen kann ich den Schritt von Twitter schon: Es gibt inzwischen viele Funktionen, die gar nichts mehr mit Twitter zu tun haben, sondern nur noch mit Client A machbar sind, also für alle anderen nicht oder nur eingeschränkt funktionieren.

    Ich erinnere mich noch an Zeiten, als es MSN Messenger Plus gab und da jeder Depp seine Statusnachrichten mit Farben und allen möglichen Stylings vollgeschissen hat. Bei mir kam das dann immer als „[color=blablubb][bold]Status[/bold]meldung[/color]“ an.

    Ein wenig Einheitlichkeit und weniger Spielereien kann dem Erlebnis Twitter sicher gut tun…

  15. Mir wird Twitter in letzter Zeit immer unsympathischer und so recht können sie sich dann offenbar auch nicht entscheiden. Erst jüngst mussten mehrere Anwendungen ihre Twitlonger Unterstützung bei DMs aus dem Programm nehmen mit der Begründung das dies aus Datenschutzrechtlichen Gründen geschehen würde. Hier kommt also eine Bevormundung der Nutzer ins Spiel die mich schon fast ein wenig an Apples Politik erinnert. Und das 90% angeblich die offizielle App nutzen sollen kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Wenn ich in mein Tweetdeck schau nutzen eher gut 90% einen fremden Clienten (TweetDeck,Echofon,Twicca etc..).

    Aus meiner Sicht gehen sie genau den falschen Weg. Twitter sollte lieber seinen Funktionsumfang erweitern (mehr Zeichen, Bildhosting etc..) und dafür entsprechende API’s bereit stellen. Ein einheitlicher Client, wie sie es so schön formulieren, wäre eher kontraproduktiv. Wie man derzeit sieht können sich auf dem Markt eine Vielzahl von Clienten erfolgreich behaupten weil die Bedürfnisse der Endanwender doch sehr unterschiedlich sind.

    @NetzBlogR
    Da finde ich es aber deutlich unübersichtlicher wenn längere Nachrichten auf mehrere Tweets aufgeteilt werden. In solchen Fällen kommt Deck.ly oder Twitlonger der Übersichtlichkeit doch eher zu gute. Es wäre halt nur sehr praktisch wenn es einen offiziellen Service in diese Richtung gäbe damit er von allen Clienten unterstützt wird. 140 Zeichen die direkt angezeigt werden und weitere bei Bedarf in einer Art Klapptext..das wäre so meine Idealvorstellung (die sicher nicht jeder teilen wird) 🙂 Aber diese Steno Schreibweise, wie man sie teils noch aus SMS Zeiten gewohnt ist, kann teilweise verdammt nervig sein. Dafür sind die meisten Sprachen zu schön 🙂

  16. Äußerst abgebrüht. Hier scheinen einige nicht mehr zu wissen wer Twitter so bekannt gemacht hatte. Genau, es waren die anderen, nicht originalen Clients, die dieses „Medium“ so bekannt gemacht haben. Und nun, da es Twitter zu einer gewissen Größe geschafft hat, sperren wir eben jene Clients aus. Entweder es ist Kalkül oder einfach nur dreist. Aber den Nutzern wird es gleich sein, Hauptsache man 140 Zeichen geballten none sense lesen und verschicken.

  17. Liselotte says:

    Twitter, wat is’n det?
    So’n Scheiss wie das Fratzenbuch, oder wat?

  18. Möglicherweise sollte man sich mit seinen wichtigen Followern schon einmal woanders verabreden. Falls Twitter uns nicht mehr will, ziehen wir halt weiter…

    Die Twitter-Clients sind doch auf (fast?) keinem Gerät eine echte Alternative.

    HeikoBe

  19. Ich persönlich nutze Twitter eher selten, da mir ein bisschen die Repräsentation über Twitter verloren geht. Dass sie nun in diesem relativ jungen Stadium bereits anfangen freien Content/Apps einzuschränken ist meiner Ansicht nach, auch für die weitere Entwicklung des Portals, mehr als eine durchwachsene Entscheidung. Indes nutze ich aber, als Gelegenheitsnutzer, auch keinerlei Twitter-Apps von daher kann ich -persönlich- damit leben.

  20. Liselotte says:

    Follower, wat is’n det?
    Is dat so’n Hirnaufg’weichter, der ’nem Guru nachrennt, oder wat?

  21. Leute, lernt mal, Statistiken und statistische Angaben kritisch zu lesen. In so einem Fall ist das ja noch fast egal, aber wenn es mal richtig um Geld geht, kann das teuer werden (z.B. wenn euch jemand eine Immobilie als Geldanlage aufschwatzen will).

    90% der Benutzer. Nicht: „90% aller Tweets werden über die offiziellen Kanäle abgesetzt“.

    Ein Benutzer, der einmal im Jahrhundert einen Tweet absetzt, wird wohl kaum zig Clients evaluieren. Wäre ziemlich hirnverbrannte Zeitverschwendung.

    Ein „Poweruser“, der alle paar Stunden (oder noch öfter) seinen Senf loslässt, wiegt bezogen auf die Anzahl der Tweets natürlich deutlich mehr als ein solcher Nutzer – und hat meistens ein gesteigertes Komfort- oder Automatisierungsinteresse, wird also tendenziell eher einen für ihn passenden Client nutzen.

    Es wird sehr viele Nutzer geben, die Twitter nur mal ausprobieren oder ausprobiert haben (oder soviel soziale Intelligenz besitzen, dass sie nicht jeden persönlichen Furz der ganzen Welt mitteilen; bei Firmen- und Marketingaccounts ist das natürlich etwas ganz anderes).

    Es ist offensichtlich, warum das Unternehmen Twitter die Zahl der Nutzer angibt.

  22. Ich hoffe es kommt nicht dazu, denn gerade Twitter for iPhone nervt mit der neuen TT-Bar oben und dem rausgefallenen Twitlonger. Bei Twitter for Mac kommt dazu das jeder verkackte Link gekürzt wird, was ebenfalls nervt. Und wenn die iPhone App dann wieder ihre „Ich stürze 5 Mal in der Stunde ab“-Phase hat … na danke …
    Meine Clients:
    iPhone: Osfoora
    Mac: Twitter for Mac
    Win/Ubuntu: Destroy Twitter

  23. Also auf’m Blackberry finde ich die App gut.
    Hatte noch nie das Bedürfnis eine andere auszuprobieren!