Telekom bietet Spotify auch für Festnetzverträge an
Neues von der Telekom, neues von Spotify. Die beiden Unternehmen machten schon vor ein paar Monaten von sich reden, da bekannt wurde, dass der Deal vorsah, dass Spotifys Musikvolumen nicht auf den Traffic eures Mobilfunkvertrags angerechnet wird. Heißt: statt offline speichern zuhause im WLAN könnt ihr bei der Telekom ohne Angst vor der Datendrosselung auch via UMTS und Co Spotify streamen – ohne Mehrkosten.
Dies rief Kritiker auf den Plan, die das Vorgehen als weiteren Schritt gegen die Netzneutralität sehen. Eben gab man seitens der Telekom via Twitter bekannt, dass man ab morgen eine Spotify-Zubuchoption bekommt, diese Option ist sowohl für Mobilfunk-, als auch für Festnetztarife gedacht. Weiterhin teilt man mit, dass die Option nicht nur für neue, sondern auch für Bestandsverträge gilt. Bin gespannt, was man morgen als Vorteil bei den Festnetzverträgen nennen will – denn der Datenvorteil wie bei der mobilen Variante dürfte wegfallen, ebenfalls bleibt der monatliche Spotify-Preis von 9.95 Euro für die Premium-Variante identisch. Einzig bei DSL via LTE hat man Vorteile.
Der Punkt ist doch der: Ich habe ein gewisses Datenvolumen, zudem ich Fullspeed Surfen kann, dafür Zahle ich. Und dann habe ich jetzt die Option gebucht, dass Spotify nicht angerechnet wird. Soweit ist das für mich in Ordnung und nochmal zu deinem Zitat:
„Netzneutrale Internetdienstanbieter (englisch internet service provider) senden alle Datenpakete unverändert und in gleicher Qualität von und an ihre Kunden, unabhängig davon, woher diese stammen, zu welchem Ziel sie transportiert werden sollen, was Inhalt der Pakete ist und welche Anwendung die Pakete generiert hat.”
Jedes einzelne Datenpaket kommt bei mir ganz neutral an, es wird nichts priorisiert. Lediglich zahle ich dafür, dass die Datenpakete von Spotify nicht auf meinem Volumen angerechnet werden. Ich bin genauso gegen die Priorisierung von anderen Diensten. Aber das ist ja hier genau der Punkt, hier wird ja nichts Priorisiert?!
Du beschreibst Priorisierung, erkennst sie aber nicht. Du zitierst meine Worte, verstehst sie aber nicht. Also dröseln wir mal auf:
“Netzneutrale Internetdienstanbieter (englisch internet service provider) senden alle Datenpakete unverändert“ – Bis hierhin sind wir (noch) im Status Quo. Das wird mit DPI und der weiteren Aufweichung der Netzneutralität sicher anders werden (Stichwort VOIP), aber das ist eine andere Geschichte.
„und in gleicher Qualität von und an ihre Kunden“ – AHA! Hier haben wir doch schon den ersten Punkt. Sagen wir du bist außerhalb deines Volumens. Werden dann normale HTTP-Pakete und Spotify-Pakete mit der gleichen Qualität behandelt? NEIN! Deine Spotifypakete werden nämlich mit mehr Geschwindigkeit übertragen. Nicht sehr neutral, aber schauen wir weiter:
„unabhängig davon, woher diese stammen“ – OHO! Erklärung siehe oben.
„[…], was Inhalt der Pakete ist und welche Anwendung die Pakete generiert hat.” – HUCH! Das stimmt hier ja auch nicht. Denn Pakete von Spotify werden ja mit höherer Qualität behandelt. Von meinem Zitat sind also ca. 10% mit der Telekom kompatibel. Und das dürfte sogar noch wenig werden.
Spotifydaten werden für einen Geldbetrag _priorisiert_ bzw. mit _höherer_ Qualität behandelt, sie werden nämlich schneller als der Rest deiner Daten übertragen.
Hast du dir die Links oben durchgelesen? Ich würde es dir empfehlen. Wenn du dir mindestens mal den Wikipedialink durchlesen würdest, müsste ich hier nich alte Brote neu aufbacken. Hier nochmal: http://de.wikipedia.org/wiki/Netzneutralit%C3%A4t
Nach dem Datenpaket wird Aber Spotify nicht Priorisiert behandelt. Laut Aussage der Telekomhotline..
Zu deinen anderen Punkten muss ich mir noch Gedanken machen 😉
„Nach dem Datenpaket wird Aber Spotify nicht Priorisiert behandelt. Laut Aussage der Telekomhotline..“ Ich gestehe, den Satz verstehe ich nicht. 😛