TEAC feiert den heutigen Record Store Day 2022

Während die CD-Verkaufszahlen immer mehr abebben, erlaubt Vinyl eine Wiederauferstehung. Klar, auch LPs bleiben eine Nische, wenn man das mit Musikstreaming vergleicht. Allerdings finden sich für die Schallplatten eben doch noch einige Liebhaber. Heute ist der Record Store Day 2022, auf den unter anderem der Hersteller TEAC verweisen möchte.

Da gibt es dann unter anderem Vinyl-Sonderveröffentlichungen und auch Sonderangebote. Freilich verweist man da etwa seitens TEAC darauf, dass man Plattenspieler bereits ab 229 Euro im Sortiment habe. Das wäre dann bei diesem Anbieter der TEAC TN-180BT-A3, der auch Bluetooth unterstützt, einen Audio-Technica-Tonabnehmer verwendet und in den Farben Schwarz, Weiß und Cherry erhältlich ist.

Der TEAC TN-3B-SE mit Riemenantrieb kommt mit einem Tonarmhersteller von SAEC daher und ist erhältlich in Schwarz, Weiß und Cherry für 499 Euro. Für 1.799 Euro gibt es wiederum den TEAC TB-5BB, der synthetischen Marmor, Washi-Papier und MDF-Materialien kombiniert und über XLR-Ausgänge verfügt. Vinyl-Liebhaber lachen da jedoch vielleicht noch, denn bei Plattenspielern gibt es auch Modelle für mehrere Tausend Euro.

Im Übrigen können Vinyl- und Hi-Fi-Interessierte auch die High End Messe in München im Kalender eintragen, die vom 19. bis 22. Mai 2022 stattfindet. Im Rahmen des Events wird man bei TEAC auch den Grandioso T1 von Esoteric im Gepäck haben. Dabei handelt es sich um einen Nobel-Plattenspieler im Wert von 50.000 Euro.

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12 Kommentare

  1. Dieses Aufleben der Vinylscheiben kann ich, abseits einer gewissen nostalgischen Note, nicht nachvollziehen. Dank mechanischer Abtastung nimmt die Qualität ab dem ersten Abspielen kontinuierlich ab und jedes Staubkorn auf der Rille knistert oder kracht durch die Boxen.. Der analoge Ton ist aufgrund der physikalisch bedingter Platznot in so einer Rille, brutal verzerrt und muss vor dem Verstärker erst wieder entzerrt werden. Wir Tontechniker nennen das den RIAA Ver- bzw. Entzerrer. Hier werden die hohen Töne abgesenkt und die tiefen Töne angehoben, damit die Auslenkungen eben nicht den „Speicherplatz“ einer Vinylseite sprengen. Von der mechanischen Belastung des Abtasters ohne diesen equalizierenden Kunstgriff ist erst gar nicht zu sprechen.

    Rein tonal ist die CD oder ein knuseliges aber modernes flac oder sogar mp3 (oder ogg oder…) File der Vinylscheibe dauerhaft sehr weit überlegen. Das vorsichtige Auspacken, auflegen, abstauben und absenken einer hoffentlich wohl austarierten Tonarmkonstruktion mit einem uU sündteuren Gerät muss man sich dann wohl dazu denken. Bis in die 90er war die Vinylscheibe wohl das Maß der Dinge, mit der CD gibt es für sie, ganz sachlich gesehen, keine Rechtfertigung mehr. Doch was ist bei Musik schon sachlich?

    • Das Hören einer Vinyl wird von vielen quasi zelebriert. Es ist eben was anderes, als einfach nur auf ein Playbutton zu tippen. Fürs reine Konsumieren dürften die meisten Vinyl-Nutzer dann trotzdem auf digitale Medien zurückgreifen. Persönlich kann ich da eher das Revival der MC nicht verstehen, denn die vereint ja nun wirklich alle schlechten Eigenschaften, zumindest als reines Wiedergabemedium.

    • Der letzte Satz bringt es auf den Punkt: Es geht beim Vinyl mehr noch als bei der CD um die Haptik, nämlich eben um den sorgfältigen Umgang mit dem Tonträger, und damit für viele verbunden auch die sorgfältige Auswahl der Musik, die gerade gespielt werden soll. Es ist also vielmehr der Gesamtvorgang.

      Und zur Musik: Knistern und Knacken, und das jedes Mal anders, macht die Musik auch jedes Mal einzigartig. Schon eine schöne Sache 😉

      (Und LästerLäster: Mal abgesehen davon, dass damit im Gegensatz zum Streaming auch wirklich niemand außer den anwesenden weiß, was man gerade hört, aber das ist ein Argument von Verschwörungsfetischisten, die Datenschutzüberempflindlichkeit haben…)

    • Technisch hast Du da sicher Recht.
      Das betrifft aber auch Bücher und beispielsweise Kameras.

      Wenn Du nen Kindle neben nen Bücherregal hälst, fällt mir offengesagt kein sachlicher Grund ein, warum ich das Bücherregal stehen lassen sollte (emotional ne Menge, aber das ist nen anderes Thema. 😉 ).

      Warum fotografiere ich mit ner analogen Kamera, wenn ich doch die technisch perfektere und vor allem schnellere digitale nutzen kann? Ich habe schneller mal Unschärfen im Ergebnis, muss mit Pech ein paar Tage warten und mit ganz viel Pech bekomme ich garnichts zurück (weil der Film versehentlich nicht weitergezogen wurde oder ich Schrott gemessen habe).

      Trotzdem machen mich Bücher und analoge Kameras glücklich. SIe nehmen mir etwas digitale Hektik und schaffen olfaktorische, haptische Erlebnisse (im Fall des Buches) die mir der Kindle nicht geben kann. Genauso wenig wie mir die digitalen Ergebnisse der Kamera, dass Glücksgefühl geben, was ich bekomme, wenn ich wie ein kleines Kind den Umschlag aus dem Labor aufmache und mich über die Abzüge freue.

      Ich denke bei LPs ist es ähnlich. Das Unperfekte kann auch Charme haben, man hat eben keine 32.000 Mp3s auf dem USB Stick sondern eben nur ein paar Lieder, auf die man sich dann auch einstellt. Es fühlt sich nach ein wenig mehr Wertschätzung gegenüber der Musik an.

      Btw. auch wenn ich Dir technisch folgen kann. Eine LP am Röhrenverstärker und an schön linear abgestimmten Selbstbaulautsprechern (oder auch gekauften) haben einen wundervoll warmen Sound, dem ich durchaus einiges abgewinnen kann.
      Da schwebt sicher auch einiges an Emotion und Kindheitserinnerungen mit, aber genau diese bringen mich zum Beispiel regelmässig dazu meine Nase auch mal in ein lustiges Taschenbuch im Bahnhofskiosk zu stecken oder andere Dinge.

      Zusammengefasst: Wenns Dich glücklich macht, kanns eigentlich nicht falsch sein. 🙂

      • Ja, tatsächlich lese ich auch noch immer lieber ein echtes Buch als ein Ebook und meine allererste SLR (eine Minolta) würde ich niemals aufgeben, obwohl ich längst ins digitale Bilderlager gewechselt bin. Dennoch kaufe ich gelegentlich ein Kleinbildfilm und sorge dafür, dass die die Knopfzellen einsatzbereit sind. Das ist dann wohl wie bei der Schallplatte: Nostalgie

        • Auch einfach ein gutes Training. Ich habe analog zu Beginn übersprungen und direkt alle Unarten der Digitalfotografie angenommen: Redundanz, Masse und das Vertauschen von Hirn und Auslöser. 😀 Mittlerweile komme ich auch digital mit 60% weniger Aufnahmen aus, seit ich das mit analog trainiere. 🙂
          Außerdem habe ich da mittlerweile ein paar Schätzchen… das Auslösegeräusch einer Mittelformat Mamiya ist ein Erlebnis für sich, genau wie der mega helle 3dartige Schachtsucher.
          Letztes Jahr konnte ich mir eine Leica M3 gönnen. Ein einziger Brick aus Metall.
          Da spielt dann schon viel Emotion mit rein (und etwas Wertzuwachs), denn ich könnte das gleiche Bild auch mit einer 50 Euro SLR vom Flohmarkt machen (auch wenn Leica Fans das vehement bestreiten würden).

          • Die M5 ist sicherlich ein wunderbares Stück OptoMechanik und ich glaube, dass man (der Kunde) sich so ein Teil zuallererst aus „Spass an der Freud“ anschafft und sich auch täglich nur durch blosses anschauen dafür begeistert. Ich verstehe das 100%ig. Bei mir war es vor einigen Jahren eine Canon A1 – unbenutzt und unausgepackt noch im Originalkarton! Da konnte ich dann nicht widerstehen.

    • Sehr guter Kommentar! Ich bin selbst lange Musikliebhaber und auch selbst aktiver Musiker und wundere mich, wieviele meine Musikerkollegen viel, viel Geld für Vinyl ausgeben und dabei behaupten, die Klangqualität wäre viel besser.

      Mit Wissenschaft muss man denen wohl nicht kommen…

      Meine letzte CD habe ich vor vielen Jahren gekauft und direkt gerippt. Inzwischen nur noch Spotify, weil die Vorteile einfach viel zu erschlagend sind.

    • Wenn alles sachlich wäre, wären wir Maschinen. Emotionen machen uns zu Menschen und deshalb ist die Schallplatte in diesem Bereich, für viele Menschen ein überlegenes Genussmedium.

    • Eine Vinyl hörst du schon, selbst wenn kein Verstärker angeschaltet ist. Die einzige Technik um daraus „laute“ Musik zu machen ist daher lediglich das Tonsignal abzugreifen und zu verstärken. Sowas kann man auch in 20, 30 oder 80 Jahren. Der Träger ist materiell ziemlich unverwüstlich, Staub kann man abwaschen und auch ansonsten ist der Hörgenuss auch in 40 Jahren u.U. noch genauso wie am ersten Tag wenn man die Vinyl gut aufbewahrt hat.
      Die CD beginnt in diesem Zeitraum schon in ihre Einzelkomponenten zu zerfallen. Es gibt keinen Kopierschutz, viel Platz für Extras drumherum und die Vinyl ist was beim Auto der Ami V8 ist. Nicht ganz zeitgemäß aber unverwüstlich.
      Eine Sammlung in beiden Extremen zu führen, also z.B. Vinyl und parallel digital in FLAC o.Ä. ist daher weitaus sinnvoller als irgendwelche CD-Regale.

  2. Ging es bei Vinyl jemals um Qualität gegenüber Hi Res Medien? Glaube kaum. Wie schon angemerkt, es geht vielmehr um das Drumherum, und ja, klangtechnisch um das Analoge. Vll. nicht in dem Sinne besser, aber eben anders. Für nen Plattenspieler habe ich aktuell zu wenig Platz, aber ich bin vor paar Monaten vom Streaming Zug wieder abgesprungen und kaufe mir ausgewählte Sachen verlustfrei und ohne DRM und wähle dann bewusst aus was ich hören möchte. Als Musikliebhaber nicht auf dem Niveau der physischen Medien, aber der Konsum ist ein anderer und angenehmer. Ist im Grunde das Gleiche mit den Video Streamingdiensten.

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