Take-Two: CEO des Spielepublishers belächelt das Metaverse aktuell

Der Geschäftsführer des Publishers Take-Two, Strauss Zelnick, sieht die Pläne zu einem Metaverse, wie sie etwa Meta (ehemals Facebook) sich auf die Fahnen schreibt, skeptisch. Der Manager gibt an, dass er Potenzial in NFTs sehe, das Metaverse aktuell aber für ein vages Konzept ohne echte Mehrwerte für die Menschen halte.

So deutet Zelnick an: „Wenn man ein Buzzword benutzt, um sein eigenes Unternehmen an der Börse höher bewerten zu lassen, dann ist das eine schlechte Idee, die böse enden wird.“ Es folgt die Ergänzung: „Und wenn man das Metaverse als etwas definiert, das alles, was wir in der physischen Welt tun, digital widerspiegeln soll, dann werde ich skeptisch.“

Das war aber noch nicht alles an Seitenhieben: „Wenn man das Metaverse als eine digitale Umwelt definiert, in der man sich mit einem Avatar darstellen, mit Menschen interagieren und Zeit verbringen kann, wo man Fahrradfahren kann, Surfen, Motorräder nutzen, fahren, miteinander in Wettbewerb treten, Geschichten erzählen und Teil von Geschichten sein, Live-Events veranstalten, an einem Casino-Tisch sitzen… Nun ja, dann haben wir hier bei Take-Two bereits mehrere Metaversen. Ich würde sogar sagen, dass wir die größten und besten Metaversen mit Grand Theft Auto Online, Red Dead Online und der Online-Version von NBA 2K anbieten.“

Zelnick  gibt an, dass er sehr für virtuelle Welten sei, um Menschen zu faszinieren. Es sei aber Unsinn, die physische Welt komplett digital abbilden zu wollen: „Ich glaube nicht daran, dass wir eines Tages morgens aufwachen, in einen speziellen Raum gehen, uns in einen Stuhl setzen, ein Headset aufsetzen und alles daheim machen, was wir sonst in der Welt draußen verrichten würden. (…) Ich denke, wir alle haben in der Pandemie damit leben müssen, dass wir so etwas jetzt schon zur Genüge tun“.

NFTs sind für den Manager eher interessant. Er sieht keinen Grund dafür, dass man Objekte nicht auch digital sammeln könnte. Allerdings schränkt er ein, dass etwas nicht plötzlich wertvoll sei, nur weil man einen NFT daraus mache. Man müsse den Kunden da schon etwas Seltenes und auch hochwertiges anbieten. Derzeit gebe es da viel Ramsch ohne eigentlichen Wert.

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Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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Ein Kommentar

  1. Ich nehme an jeder Leser weiss sofort was NFT sind und was damit gemeint ist?
    Meine Schätzung: Non Fungible Tokens… wieder ein Trend, der völlig an mir vorbei gegangen ist…

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