System-Verteilung im April 2020: Windows 10 verliert minimal Marktanteile

Netmarketshare hat die Zahlen zur Systemverteilung im April 2020 herausgerückt. Immer noch spannend: Zum zweiten Monat in Folge hat Windows 10 geringfügig Marktanteile eingebüßt. Ob da viele Menschen in der Corona-Krise im Home-Office alte Rechner mit Windows 7 entstauben?

Danach sieht es aber auch nicht aus: Windows 10 steht nun nur noch für 56,08 % statt wie im Vormonat für 57,34 % der Systeme. Doch auch Windows 7 baute ab und fällt von 26,23 % im März 2020 auf nun 25,59 %. Also was geht da vor sich? Auf dem dritten Platz folgt macOS 10.15 mit 4,15 % und verdrängt damit den bisher Drittplatzierten, Windows 8.1, auf den vierten Rang – mit 3,28 %. Alle weiteren Zahlen könnt ihr unten vorfinden.

Platform Version Share
Windows 10 56,08
Windows 7 25,59
Mac OS X 10.15 4,15
Windows 8.1 3,28
Mac OS X 10.14 2,62
Ubuntu 1,89
Mac OS X 10.13 1,52
Windows XP 1,32
Linux 0,97
Mac OS X 10.12 0,57
Windows 8 0,54
Mac OS X 10.11 0,47
Chrome OS 0,40
Mac OS X 10.10 0,26
Windows Vista 0,11
Mac OS X 10.9 0,08
Unknown 0,06
Mac OS X 10.6 0,02
Mac OS X 10.7 0,02
Fedora 0,02
Mac OS X 10.8 0,02
Mac OS X 10.4 0,00

Den größten Aufschwung hat spannenderweise Ubuntu erlebt: Stand das System im Vormonat noch bei 0,27 % Marktanteil, sind es im April 2020 laut Netmarketshares Daten nun plötzlich 1,89 %. Ansonsten erleben wir eher kleinere Verschiebungen, wie das eben jeden Monat so ist – etwa migrieren die Mac-Nutzer zu neueren Versionen.

Und hier im Blog? Betrachtet man die Windows-Besucher im März für sich alleine, dann kommen wir auf 72,82 Prozent für Windows 10. Weitere 14,28 Prozent sind noch mit Windows 7 unterwegs, also etwas mehr als letzten Monat. Interessant: Weiterhin schnappt sich Windows Vista vor dem neueren Windows 8 den dritten Platz (7,51 Prozent vs. 2,94 Prozent).

Plattformübergreifend geht es hier mehr mobil zu, Android-Nutzer machen 70,92 Prozent der Leser aus, mit iOS schauen 13,18 Prozent vorbei. Am Desktop mit Windows lesen hier immerhin noch 10,98 Prozent und einen Mac nutzen 4,28 Prozent. Linux-Nutzer gibt es auch, diese machen 0,48 Prozent aus. Chrome OS? Auch zu finden – 0,06 Prozent aller Nutzer, sagenhafte 0,01 Prozent mehr als im März.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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22 Kommentare

  1. Habt Ihr schon mal daran gedacht, das z.B. Linux Nutzer mit einer Windows 10 Browserkennung unterwegs sein könnten

  2. Martin Deger says:

    Interessant, das mit Ubuntu.

  3. Wieso wird MacOS 10 eigentlich mit jeder Version gezählt und nicht aggregiert?
    Dann müsste Netmarketshare eigentlich ja auch die Windows 10 Versionen aufdröseln…

    • Ja, das nervt mich auch n’bisschen.

    • GooglePayFan says:

      Naja das liegt ja am Betriebssystemherstellers, ob er nach jedem Update die Major-Versionsnummer einen hoch zählt oder nicht.
      Bei MacOS kommt halt hinzu, dass teilweise innerhalb der 10er Version Hardware-Unterstützung weg fällt der bei den APIs breaking changes vorhanden sind. Deswegen ist es schon ganz vernünftig die einzeln zu zählen.

      Da fällt mir dann auch immer auf, dass MacOS deutlich fragmentierter ist, als es Android je war…

  4. Warum wir Ubuntu nicht zu Linux gezählt?

  5. Statistik die keiner braucht. Zum einen wird Mac OS auf gedröselt genau wie Ubuntu und Fedora extra aufgeführt werden und nicht unter Linux laufen.

  6. Warum Ubuntu bzw. Linux solch einen Zulauf hat kann ich gut verstehen.
    Das was Microsoft die letzten Jahre abgeliefert hat erzeugt bei mir nur noch würge Reize, weshalb ich seit Dezember nur noch mit Linux Unterwegs bin. Scheinbar geht es nicht nur mir so. Da scheint mir der Verlust an Marktanteilen bei Windows 10 plausibel.
    Linux auf dem Desktop macht langsam richtig Spaß.
    Seit Dezember habe ich keine Meldung wie ihr Windows wird für sie vorbereitet gesehen.
    Rechner anmachen anmelden Arbeiten ohne Wartezeiten. Die Software aktualisiert sich dank repos von allein.

    • Ja, bei Ubuntu hat wahrscheinlich die 20.04 eine große Rolle gespielt, ein super Release! Bin auch dabei alles darauf umzustellen!
      Sobald die Kameras laufen, dann auch ein PinePhone mit UBports als Kompagnon. 😉

    • @Svenp:
      Naja, das wird aber auch nicht so weitergehen mit dem Wachstum bei Linux. Die 21 jährige Jessica kauft sich bei MM oder Saturn ein Laptop/Desktop-PC und hat Windows direkt vorinstalliert. Die kennt weder Linux, noch will sie sich damit großartig beschäftigen. Auch wenn der Linux-Einstieg immer einfacher wird für den nicht-IT-affinen User, wird Linux aus meiner Sicht immer ein Nischenprodukt bleiben für IT-Geeks. Kann mir nicht vorstellen, dass man damit jemals die breite Masse erreichen kann. Wenn ich mir meinen Freundeskreis so anschaue, und die IT-Geeks jetzt mal beiseite lasse, dann ist da keine einzige Person dabei, die das Bedürfnis hätte sich mit Linux zu beschäftigen – LEIDER.

  7. Ich habe letzen Monat mit Ubuntu 20.04 wieder öfters Linux auf dem Laptop genutzt aber auf dem Desktop (der lief den ganzen Monat mit Rosetta@Home durch darum hatte ich keine Zeit Linux zu aktualisieren) und auch in der Firma verwende ich Windows 10 und Mobil Android so das ich wohl mehr zum Windows 10 + Android Marktanteil beigetragen habe als zu Linux. Privat rettet hier übrigens Microsoft selbst mit Office 365 den Windows 10 Marktanteil, mit Office 365 (vor-allem OneNote) für Linux wäre ich wohl wieder hauptsächlich bei Linux.

    • O365 home habe ich auch, wo bekommt man sonst 6 TB Backup Speicher für 50 Euro im Jahr? :-). OneNote reicht mir unter Fedora auch im Browser, sonst nutze ich das eher von Mobilgeräten. Die anderen Services liegen brach.

      • 6TB Backup? Wofür braucht man das? Schiebst Du dein gesamtes Foto/Video-Archiv drauf -mit oder ohne Verschlüsselung- ? Sehr ernst gemeinte Frage. 🙂

        • Also ich mach das mit Cryptomator. (Sind aber keine 6TB bei mir)

          • Cryptomator ist eine gute Lösung, bei mir wären etwa 500GB, trau mich irgendwie doch nicht alles hoch zu laden… Wie ist dann die Performance?..

        • Ich brauche nicht die gesamten 6TB, nur ca. die Hälfte. Darauf wird ein Teil vom NAS gesichert und mein Rechner (Fedora). Onedrive als Ziel für Time Machine Backups vom Macbook meiner Frau zu benutzen hab ich noch nicht in Angriff genommen.
          Backup mache ich mit restic über rclone als Backend zu onedrive. Mir gefällt aber die Geschwindigkeit dabei noch nicht. Ein Test mit borg backup zu Wasabi war schneller.
          Mobilgeräte sollen auch noch gesichert werden, weiß aber noch nicht womit.

  8. Herr Hauser says:

    „Netmarketshare hat die Zahlen zur Systemverteilung im April 2020 herausgerückt.“

    Immer die Frage wie und woher man diese Daten hat?

    • https://netmarketshare.com/methodology
      Im ersten Treffer bei google. Wie aussagekräftig deren Methodik ist, kann ich nicht beurteilen. Ich vermute aber, dass gerade bei den Nischenbetriebssystemen wenig Genauigkeit vorhanden ist, zumal da wahrscheinlich die Bereitschaft höher ist, Tracker zu blockieren.
      Aber die Masse macht halt gar nichts gegen Tracking, ca. 85% Windows dürften schon stimmen.
      Peinlich ist allerdings die Zahl der Leute, die mit Betriebssystemen im Internet unterwegs sind, die keine Sicherheitsupdates mehr bekommen.

      • Es gibt sehr viele Leute -die meisten…- für die Computer=Windows, die wissen gar nicht was das OS ist/ bedeutet und machen sich auch keine Gendanken über Sicherheitsupdates etc.

  9. Ich vermute dass durch die Corona-Krise einige alte Laptops, auf denen Windows 10 wegen fehlender Treiberunterstützung oder fehlender Lizenzschlüssel auf Linux umgestellt wurden.

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