Streaming im Aufwind: Drei von zehn Internetnutzern bezahlen für Filme und Serien

Laut dem Branchenverband Bitkom befindet sich legales Streaming immer noch im Aufwind: Es wird ja aus rechtlicher Sicht auch immer gefährlicher auf illegale Quellen zuzugreifen, was früher in den Wildwest-Zeiten des Internets an der Tagesordnung gewesen ist. So streamen mittlerweil laut Daten der Bitkom drei von zehn Internetnutzern im Alter ab 14 Jahren legal Filme und Serien über Plattformen wie Amazon Prime Video, Apple iTunes, Google Play, Maxdome, Netflix oder Sky Online.

Aktuell liegt der Anteil also bei 29 %. Im Vorjahr waren es „nur“ 25 %. Ich selbst hätte übrigens sogar noch höher geschätzt, denn so gut wie alle Menschen aus meinem Bekanntenkreis haben entweder Amazon Prime Video oder Netflix abonniert – viele sogar beides. Als Triebfeder für das zunehmende Interesse an legalem Streaming macht die Bitkom auch die hochkarätigen Eigenproduktionen der Anbieter aus, die immer mehr Zuschauer locken.

Die Bitkom glaubt, dass das lineare Fernsehen immer weiter an Bedeutung verliert und sich der Konsum stark zu Online-Angeboten verschiebe. Dazu tragen sicherlich die Unabhängigkeit von Sendezeiten und auch zusätzliche Optionen wie der Originalton und Untertitel bei. Außerdem nehme beispielsweise auch die Bedeutung von Live-Videos in sozialen Netzwerken zu.

Drei Viertel der deutschen Internetnutzer ab 14 Jahren (75 %) konsumieren Filme, TV-Sendungen oder andere Videos generell als Stream im Internet. Dazu zählen dann eben auch Videos bei YouTube, Vimeo, Vevo und Co. 74 % nutzen zudem die Mediatheken der TV-Sender. 54 % derjenigen, die streamen, greifen zudem auf das klassische TV-Programm live im Internet zu.

Für die Umfrage wandte sich Bitkom Research an 1.007 Bundesbürger ab 14 Jahren. Die Ergebnisse seht ihr ja oben auch noch einmal in der Grafik.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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7 Kommentare

  1. Es sollte erwähnt werden, dass etwa 4:1 dieser >1000 Menschen internetaffin sind. Ob das die Wirklichkeit abbildet weiß ich nicht.
    Außerdem beziehen sich die Prozentangaben nur auf diese etwa 800 Leute.
    Was leider total fehlt: Wie viel schauen nur noch Online? Wie viel schauen überhaupt nicht mehr in die viereckige Kiste (egal ob on oder offline).
    Wie immer: glaube keiner Statistik die du nicht selbst gefälscht hast.

  2. Christian M. says:

    Wie so oft bei effekthascherischen Umfragen: die Fragen werden verschwiegen. Rein von den Antworten her würde ich tippen auf „haben Sie schon einmal genutzt?“ statt „nutzen Sie regelmässig?“

    Die 75% Streamer sind eh witzlos, wenn sie YouTube und Facebook mit einschliessen…

  3. „Aktuell liegt der Anteil also bei 29 %. Im Vorjahr waren es „nur“ 25 %. Ich selbst hätte übrigens sogar noch höher geschätzt, denn so gut wie alle Menschen aus meinem Bekanntenkreis haben entweder Amazon Prime Video oder Netflix abonniert “

    So unterschiedlich kann aber der Bekanntenkreis sein. In meinem Streamt keiner. Also Bezahltes.

    Ein Problem ist aber die lächerliche Datenbasis. Bei der Bitkomm hat noch nie was gestimmt.

    Und es wird bescheuert gezählt. Wenn ich wirklich jedes Video rechnet habe ich klar Abenteuerliche Streaming zahlen.

    Dazu bekomme ich immer Augenrollen bei Lineares Fernsehen. Das ist doch seit den 80er nicht mehr Linear. Oder haben alle die Erfindung des Videorekorder verschlafen.

    Und der Inhalt. Auch so eine bescheuerte aussagen. TV Inhalte sind doch mit den bezahl Angeboten vom Streaming kaum identisch. Man kann doch das klassische TV nicht nur auf überwiegend Ami Serien reduzieren. Das alle auf einmal nur noch Ami Serien wollen. Das darf man doch mal bezweifeln. Und 80.-90% der klassischen TV will keiner mehr sehen.

    Dazu Deutschland überaltert. Das sich dann die Zukünftigen Omas und Opas dann noch das Titten und Ficken Serien antun würde ich auch bezweifeln. Mit dem alter ändert sich der Geschmack und der Anspruch doch.

    Wie sollten die Zukünftigen alten weniger Soaps oder Volksmusik und Gameshows mögen? Als die alte Generation davor? Über welchen Wege Inhalte kommen. Ist doch vollkommen egal. Und wird den Geschmack der alten kaum extrem ändern.

    Sonst müssten die Omas und Opas heute schon andere Inhalte ansehen. Also die Generation Video die heute alt wird.

  4. Christian M. says:

    @John: guter Punkt. Keine Ahnung, wie das in Deutschland ist, aber hier in der Schweiz hat jeder Anbieter (ausser Sat natürlich) mindestens eine Woche Replay, d.h ich kann mit jede beliebige Sendung on Demand anschauen. Da wird die Sendezeit komplett nebensächlich.

    Und ist nicht IP-TV (z.B Telekom) auch Streaming? Sind das dann die ominösen 52% Live-TV-über-Stream-Gucker?

  5. Der wichtigste Grund fehlt noch in der Liste wieso sich immer weniger Menschen klassisches Fernsehen antun wollen. Es ist schlicht und ergreifend das Ausmaß an Werbung, welches schon lange jegliches vernünftige Maß weit hinter sich gelassen hat. Um sich das noch freiwillig anzutun muss man schon sehr schmerzfrei sein.

  6. ^^ Und daher TV nur noch via Zattoo und Co!
    Dann nervt die Werbung nur Sekundenweise und ein Spielfilm/Serie ist wieder in akzeptabler Zeit absolviert.
    Netflix und Co. werden nach kurzer Zeit langweilig, wenn man nicht so sehr auf „Superhelden in Strumpfhosen“ steht.

  7. aber nur solange mein Traffic noch gut ist und Volumen ausreicht…geht doch schnell ins Geld…auch bei neuem Vodafone GIGA-CUBE… 😉

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