Staubsaugerroboter im Test: Roborock S50

In diesem Beitrag testeten wir ausführlich den Xiaomi Mi Robot Vacuum, einen Staubsaugerroboter, der schon des Öfteren für einen recht fairen Preis zu bekommen war. Der Xiaomi Mi Robot Vacuum stellt bei vielen Händlern die erste Generation dar, während der Roborock S50 die neuere zweite Generation ist, die aber nicht so viel anders macht. Zur Sache mit den Namen: Offiziell läuft das Gerät unter dem Namen Roborock S50 Smart Robot Vacuum Cleaner, wird also nicht Xiaomi zugeordnet. Roborock war bisher Fertiger für Xiaomi und diese haben nur den Namen draufgeklatscht.

Dennoch wird man den Roborock S50 Smart Robot Vacuum Cleaner in vielen Shops als Xiaomi-Gerät finden und dies auch deshalb, weil der Spaß mit der offiziellen App von Xiaomi funktioniert und der Name auch besser zieht.

Während Kollege Mamerow in seinem Test also die erste Variante unter die Lupe nehmen konnte, habe ich dies bei der zweiten Variante gemacht. Die Unterscheide sind wirklich erst einmal marginal, sodass ich hier im Test einige Sachen ausspare, da diese 1:1 wir beim Vorgänger sind.

  • Lieferumfang: Gerät, Ladedock inkl. Netzkabel, Anleitungen, Wassertank, Wechselfilter, zwei Fliestücher
  • Maße und Gewicht: 353 mm x 96,5 mm bei 3,5 kg
  • Material: ABS-Kunststoff (weiß)
  • Akku: 5.200 mAh Li-Ion – Laufzeit von bis zu 2,5 Stunden laut Hersteller
  • Konnektivität: WLAN
  • Saugkraft: 2.000 Pascal
  • Behälter: 480 ml & 140 ml Wasser
  • Sprache: Mi-Home-App inzwischen genau wie die Sprachausgabe auf Englisch nutzbar
  • Sensoren: insgesamt zwölf (diverse Ultraschallsensoren, Gyroskop, Beschleunigungssensor, E-Kompass, Sensor zur Erkennung von Abgründen wie Treppen und ein Laser-Sensor zum Messen von Abständen), arbeitet mit SLAM-Algorithmus während seines Betriebs
  • Preis:

Was macht der roborock S50 Smart Robot Vacuum Cleaner also groß anders? Er hat eine Zusatzfunktion: Er kann wischen. Und ob das zwingend den Aufpreis wert ist, wollte ich wissen. Aber der Reihe nach.

Im Lieferumfang:

Der Roborock S50 Smart Robot Vacuum Cleaner kommt mit EU-Netzteil, zwei Wisch-Aufsätzen (also Lappen), Extra-Filer,  Handbuch und Aufladestation. Solltet ihr euch so ein Gerät besorgen und eine Tür haben, so überlegt euch vielleicht, gleich Magnetbänder zu kaufen, die sind nämlich nicht mit dabei. Mit diesen Bändern wird der Robo daran gehindert, Räume oder Bereiche zu befahren. Gilt natürlich nur für Menschen, die nicht die No-Go-Area-Funktion des Saugers nutzen wollen.

Die Einrichtung des Roborock S50 Smart Robot Vacuum Cleaner

Es gibt eine App für iOS und eine für Android. Mi Home heißt sie und sie ist ab Werk in englischer Sprache verfügbar. Obwohl der Staubsaugerroboter natürlich auch auf Knopfdruck App-los reinigen kann, spielt er seine Stärken natürlich per App aus. Die App erfordert ein Konto.

Hat man den Roboter eingerichtet, kann man die App entdecken. Der Roborock S50 Smart Robot Vacuum Cleaner kann automatisch reinigen, was er so erreicht, alternativ lassen sich so No-Go-Zonen festlegen. Beispiel: Hat der Robo die Räume gemappt, so kann ich Zonen erstellen, die gereinigt werden sollen. So kann ich halt No-Go-Areas definieren. Das ist wirklich eine sehr gute Funktion, da punktuelles Reinigen so gut möglich ist, allerdings bekam ich es langfristig nicht hin, dass mein Grundriss über längere Zeit gespeichert wurde, sodass ich nicht dauerhaft Reinigungsbereiche festlegen konnte.

Wer mag, der kann den Staubsaugerroboter auch fernsteuern, eine Sache, die mein kleiner Sohn ganz toll fand. Statt ferngesteuertes Auto einfach mal den Staubsaugerroboter fernsteuern.

In den Tiefen der App findet man weitere nützliche Einstellungen, beispielsweise das Reinigen nach Zeitplan, einen Nicht-stören-Modus (hier gibt es kein Saugen und keine Sprachausgabe) sowie ein Teppich-Modus. In diesem merkt sich der Staubsauger Teppiche und kann die Saugleistung anpassen. Ist bei mir der Fall, da ich fast ausschließlich Fliesen habe, aber auch ein paar Läufer.

Je nach Verschmutzungsgrad kann man den Roborock S50 Smart Robot Vacuum Cleaner regulieren. Insgesamt stehen vier Stufen zur Verfügung. Ich habe in der Küche sowie im Wohnzimmer und Flur schwarze Fliesen, teilweise Glanz, sodass man da häufiger reinigungstechnisch ran muss. Hier reicht dann meist die leise Stufe, da sich meist nur optisch leichte, nicht aber hartnäckige Verschmutzungen auf dem Boden befinden. Im ausbalancierten Modus komme ich auf knapp über 2 Stunden Saugleistung.

Leistung des Roborock S50 Smart Robot Vacuum Cleaner

Der Roborock S50 Smart Robot Vacuum Cleaner nutzt die SLAM (Simultaneous Localization and Mapping)-Technologie, erstellt also für sich eine eigene Karte der Umgebung und erkennt in dieser seine aktuelle Position. Merkt er, dass der Saft ausgeht, so fährt er zu seiner Station zurück und lädt auf. Das funktioniert ausgesprochen gut. Startet der Robo in ihm vertrauten Umgebungen, so gurkt er alles in Schlangenlinien ab. In der App lassen sich auch die bereits erwähnten Bereiche erstellen, das finde ich persönlich praktisch, da ich so Stellen aussparen kann, an denen sich Kabel befinden. Leider ist das derzeit in der App nicht ganz so gut speicherbar, hier dürfte man noch nacharbeiten.

Nun aber was zur Leistung. Letzten Endes ist es so, wie Kollege Mamerow schon schrieb: Das Gerät macht einen guten Eindruck, zumal die zweite Generation noch einmal 200 Pascal mehr bietet und insgesamt auf 2.000 kommt. Überrascht war ich auch, dass mein langhaariger Teppich im Arbeitszimmer anstandslos mitgenommen wurde, hier scheiterte der Wettbewerb regelmäßig.

Der Lappen wird an den Tank eingehängt

Nun ist es bei uns relativ bunt gemixt. Wir haben mediterrane Fliesen im Wintergarten. Die haben den Vorteil, dass man Staub und ähnliches nicht direkt sieht. Eine sehr dankbare Fliese für den Alltag, die man nicht dauerhaft wienern muss. Dennoch müssen wir täglich ein- bis zweimal dort saugen, da wir Vögel haben. Eben jene machen ordentlich Dreck, diesem macht der Roborock S50 Smart Robot Vacuum Cleaner aber gut den Garaus.

Chancenlos gegen sehr feinen Staub aus Bauschutt

Keine Kunst, das hat bisher jeder Staubsaugeroboter geschafft. Alles was ein bisschen gröber ist, wird mitgenommen. Tierhaare, Fussel, gröberer Staub und Krümel.

Größere Partikel sind kein Problem

Anders sieht es aber bei sehr feinem Staub aus, kleinste Partikel also. Durch ein paar Umbauarbeiten in der Küche (neue Fliesen etc.) war es so, dass wir recht viel Staub im Haushalt hatten. Auch denjenigen, den man so aus der Küche mit in den Flur latscht. Hier machten alle Sauger schlapp, auch der Roborock S50 Smart Robot Vacuum Cleaner. Aber: Dafür hat er ja den Wischmodus. Hier habe ich gemischte Ergebnisse eingefahren, aber man muss ja definitiv Schwachstellen finden und ansprechen.

Leichte Verschmutzungen sind kein Problem. Die bekommt er im Wischmodus ausgebügelt. Alles was etwas mehr ist, muss händisch entfernt werden. Ich sehe den Wischmodus für leichte Verschmutzungen. Will man Vogelkot oder ähnliches von den Fliesen haben, so muss man anders und mit mehr Druck ran. Positiv empfinde ich den Wischmodus übrigens bei unseren schwarzen Glanzfliesen im Wohnzimmer und im Flur. Diese sind logischerweise anfällig für Wasserflecken. Hier muss man nach dem Wischen normalerweise noch einmal richtig ran. Ich bin davon ausgegangen, dass der roborock S50 Smart Robot Vacuum Cleaner, von meinem Sohn mittlerweile Nummer 6 getauft, auch Wasserflecken hinterlässt. War so schlimm aber gar nicht, leichten Staub – den oben im Bild befindlichen Baustaub – hat er aufgenommen, ohne Wasserflecken auf den Fliesen zu hinterlassen.

Zum Wischvorgang als solches: Im Lieferumfang sind zwei Microfasertücher, die unten vor den Wassertank geklippt werden. Ist der Wassertank am roborock S50 Smart Robot Vacuum Cleaner, so wird auch gewischt. Mehr als 30 Quadratmeter solltet ihr mit einer Füllung schaffen können, bei starker Verschmutzung müsst ihr vielleicht mal das Tuch, welches in der Waschmaschine waschbar ist, austauschen.

Kleine Empfehlung: Je nach Fliese könnt ihr den roborock S50 Smart Robot Vacuum Cleaner auch zweimal auf die Reise schicken, denn obwohl ich den leichten Staub nur wegwischen lies, blieben noch einige wenige Spuren sichtbar. Des Weiteren muss man sich im Klaren sein, dass der Staubsaugerroboter keine Kanten wischt, also ein paar Zentimeter zur Wand ungewischt bleiben. Auch muss man vielleicht, wenn man einen Mix aus Fliesen, Parkett oder so mit einem Teppich hat, erwähnte No-Go-Areas einplanen. Mit Wischaufsatz buckelte der Roborock auf den Teppich und durch den angebauten Wischaufsatz fuhr er sich fest und benachrichtigte mich via App über diesen Umstand. Es gibt Testberichte, die behaupten, dass das Gerät auch über Teppiche wischt und nicht hängen bleibt. Diesen Berichten muss ich einfach widersprechen, bei unserem kurzhaarigen Teppich unter dem Esszimertisch bleibt der Roborock S50 hängen.

Tja, nun die Frage, die mir schon gestellt wurde. Was nehmen, wenn man zwischen diesem und dem Erstling entscheiden müsste. Es gibt einige Mehrwerte und das Wischen gehört in meinem Haushalt nicht dazu. Nice to have, habe ich persönlich aber noch nie bei einem Staubsaugerroboter vermisst. Wäre mir persönlich den Preisunterschied nicht wert, zumal auch nur ein feuchter, aber dreckiger Lappen durch die Bude geschoben wird. Dann lieber einen einfachen Staubsaugerroboter und bei entsprechenden Verschmutzungen mit dem Feudel ran.

Ansonsten, in Kurzform für sich alleine betrachtet:

Gute Funktionen wie Raumerkennung, Mapping, diverse Modi, Szenen und No-Go-Areas (bzw. explizite Reinigungsbereiche), dazu gute Saugleistung auch auf „langhaarigen“ Teppichen (schafft 20 mm Kanten, Vorgänger 15 mm). Negativ empfand ich die fehlende Speicherung der Areas, ich kann also nicht dauerhaft in verschiedenen Räumen Areas definieren, die ich saugen möchte.

Die Lautstärke muss man subjektiv auf sich wirken lassen. Im leisen Modus zieht der Sauger nicht so viel, das ist aber durchaus ausreichend für Fliesen und Staub. Das stört nicht so, ist aber gut hörbar. Der maximale Modus ist dann doch eine Ecke lauter und würde beispielsweise ein Telefonat in meinem Arbeitszimmer erheblich beeinträchtigen, wenn das Gerät durch den Flur fährt (der aber auch durch Fliesen und wenige Möbelstücke sehr hellhörig ist).

Volle Saugkraft:

Leiser Modus:

Des Weiteren ist die Wisch-Funktion nett, aber nicht wirklich gut. Und auch weiterhin bleibt: Ein Saugroboter kommt nicht in jede Ecke, da muss der Mensch ran. Und auch Kabel muss man weiterhin im Hinterkopf haben. Ansonsten machte der Roborock S50 einen sehr guten Eindruck und ich würde diesen auf jeden Fall dem Vorwerk VR200 vorziehen, der allerdings schon viel älter ist. Aber da soll ja der VR300 in den Startlöchern stehen…

Der Staubsaugerroboter Roborock S50 wurde uns vom Onlinehändler Gearbest zur Verfügung gestellt. Dort ist das Gerät immer wieder mal zwischen 400 und 420 Euro zu haben.

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Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

30 Kommentare

  1. Du hast ja inzwischen ein halbes Dutzend an Saugrobotern getestet, da macht es vielleicht langsam Sinn, in einem sauberen Testgebiet 100g Grieß oder Sand zu verstreuen und anschließend die aufgesaugte Menge zu wiegen + Zeitmessung. Dann hätte man wirklich gute Informationen im Vergleich zu den anderen Saugern 😉

  2. Die Datenschutzbedenken der c’t gegenüber dem vorigen Modell mal aussen vor gelassen (wieso muss ein Staubsaugeroboter Daten an chinesische Regierungsserver übertragen?), funktioniert das Ding auch ohne Netzwerkanbindung zuverlässig? Oder holt man sich damit ein Gerät ins Haus, das beim Abschalten der entsprechenden Cloud-Dienste nicht mehr nutzbar ist?

  3. Habe seit gestern die erste Generation und konnte nirgends finden, ob man diese auch irgendwie gezielt in einen Raum schicken kann?

  4. Ich muss sagen ich bin echt angetan und überlege einen zu kaufen aber ich schaue mit großer Sorge auf die App und auf den Datenschutz. Gab es da nicht mal so ne alternativ-App für das Ding? Ich muss mich da erst noch schlauer machen aber dennoch vielen Dank für den ausgiebigen Test.

    • @Hans: Grau ist alle Theorie. Theoretisch müsste man sich ein altes Handy oder Tablet schnappen und dieses mit einem neuen Konto ausstatten. Und dieses Smartphone sowie den Roboter nur im Gäste-WLAN kommunizieren lassen.

      Es gibt die Alternativ-App FloleVAC, die ich eigentlich erwähnt haben wollte, allerdings glänzte sie bei mir durch Nichtfunktion.
      https://xiaomi.flole.de/

      • danke für dein rasches Feedback, die App sieht aber auf den ersten Blick nur aus als ob man damit ‚manuell‘ rumfahren kann und nichts planen. Ich hab noch ein ganz altes Tablet mit LineageOS ohne Store-Anbindung. Fraglich ist ob da die original App dann mit läuft. Aber meine Frau sagte gerade eh ich soll das Geld lieber in einen ordentlichen Kinderwagen investieren und nicht in so einen „Schnickschnack“ 🙂

      • Mit etwas Frickellei geht ja Dustcloud https://github.com/dgiese/dustcloud/blob/master/README.md gegen Datenschutzbedenken.

        Ich habe aber kein wirkliches Problem mein Grundriss auf einen China Server zu schicken.

  5. Die Kommunikation zwischen App und Roboter läuft übers Internet?

    Ich bin auf der Suche nach einem guten Saugroboter, bei dem ich einstellen kann, dass er täglich zum Zeitpunkt x los saugt, aber ich keine Angst haben muss, dass er den Grundriss der Wohnung in die weiten des www posaunt. Geschweige denn nicht mehr funktioniert, wenn der Hersteller die Server aus Schalter.

    OT: warum kann man die Kommentare nicht mehr einfach lesen sondern muss erst auf kommentieren klicken? (Pixel XL, Android 8.1, Chrome)

    • Henning Klöpfel says:

      Die Kommunikation läuft in jedem Fall über die Xiaomi-Server. Der Roboter hält mit den entsprechenden Servern je nach gewähltem Standort jederzeit Kontakt, es passiert faktisch nichts im heimischen WLAN direkt zwischen Roboter und Smartphone oder Tablet. Sollte der Hersteller die Server vorübergehend oder dauerhaft abschalten, ist der Roboter dennoch manuell zu bedienen. Timerprogrammierung etc. ließen sich dann nur über Umwege realisieren. Dein Grundriss landet demnach automatisch auf den firmeneigenen Servern, zusätzlich die Häufigkeit der Reinigung etc. Viel größer scheint jedoch das Problem, dass trotz Resets der WLAN-Einstellungen als auch des Gerätes insgesamt die Verbindungsdaten erhalten bleiben. Wer seinen Roboter verkaufen möchte, sollte sich das genau überlegen. Denn mit ein wenig Anstrengung lassen sich die Daten auslesen.

  6. Wo habt ihr alle Datenschutzbedenken? Ein Grundriss der Wohnung ist wenig aussagekräftig und in vielen Fällen (Mietwohnungen, Kauf usw) sind die Grundrisse auf diversen Webseiten in besseren Auflösungen verfügbar.

    Einzig sollte man eben das ganze im Gastwlan verbinden und fertig.

    • Es gab Berichte, dass solche Geräte nicht nur den Grundriss verschicken sondern natürlich auch abspeichern wo sie überall gegen fahren. Damit kann doch auch die Einrichtung ausgelesen werden.

      Mal ganz abgesehen davon, dass solche Geräte auch noch funktionieren sollen, wenn die Firma dicht macht und alle Server abschaltet.

      • Das Gerät funktioniert auch ohne App oder sonstiges.

        Aber ich verstehe es immer noch nicht – welche schützenswerte Daten sind hier gefährdet? Das die Wohnung auch Möbel hat? Ggf. Kann man noch über den Sensor näherungsweise herausfinden ob es sich um ein Sofa o.ä. handelt – aber dann hört es auch schon auf.

        • Markus Licht says:

          Nach der Invasion weiß die chinesische Armee dann wie jede einzelne Wohnung hier aufgebaut und möbeleiert ist.
          Mit den live eingespielten exakten Wohnungs-Plänen auf der Huawei Watch oder dem Helm-HUD der chinesischen Soldaten wird dann jeder Widerstand bereits im Keim erstickt bzw ausgelöscht. 🙂

        • Darum geht’s doch garnicht. Die Daten haben nichts auf chinesischen Servern zu suchen. Punkt.

          • Markus Licht says:

            Auf welche Server gehören denn private Daten?

            Und liegen die besser in Weit-weit weg, wo man sich mit deutschen Auskunfts-Ersuchen den Hintern abwischt?
            Oder liegen die etwa besser in der EU, wo bloß ein gestresster Richter zwischen Tür und Angel nen Wisch unterschreiben muss, damit *alles* in der Akte landet und evtl politisch voreingenomme Polizei, Staatsanwaltschaft und Richter uneingeschränkten Zugriff auf meine privateste Infos haben?

            In China und den USA gibt es zwar keinen kommerziellen Datenschutz. Trotzdem sind – wenn es wichtig wird – meine/unsere Daten dort sicherer aufgehoben.

            • Wie wäre es damit: weder noch.
              Solche Daten gehören maximal auf meinen privaten Heimserver, der nicht von außen erreichbar ist.

              • Markus Licht says:

                Schon richtig. Aber in der Regel müssen die Daten ja auf den Servern des Anbieters liegen, damit ein smarter Dienst funktioniert.
                Und oft genug, ist die Sicherung in der Cloud ja gerade der Dienst selber.

                In den USA, Korea oder China werden meine Daten schlimmstenfalls anonymisiert an Firmen verkauft oder man lässt mich nicht einreisen.
                Das größte Risiko geht aber bei Verfolgung durch den *eigenen* Staat aus. Sei es durch übereifrige Ermittler oder (Gott behüte) wenn die AfD-Nazis irgendwann noch stärker werden.

        • Jegliche Daten über das eigene Privatleben sind schützenswert. Ganz egal ob wir uns vorstellen können wozu die gut sein sollen, oder nicht.

  7. Zwecks Datenschutz… Ich habe zwei Bekannte die das Ding ohne Smartphone oder Internet also offline benutzen und absolut zufrieden sind.

    Meine Frage: Passt der Hepa Filter des Neuen auch beim Vorgänger? Den neuen kann man wohl auswaschen…
    Wäre schön das beim alten nachrüsten zu können.

    • Ja, der passt. Und ja, man kann ihn definitiv auch offline nutzen, sollte ihn jedoch einmalig mit einem WLAN verbinden, damit der Hotspot des Roboters nicht offen bleibt. So viel Sorgfalt sollte man schon an den Tag legen. Ginge mit einem einmaligen Einbinden in einen Gastzugang, dessen Passwort man anschließend einfach änderte.

  8. Ich habe auch den Roborock S50 seit ein paar Wochen (mein erster Staubsauger-Roboter) und bin sehr zufrieden mit der Leistung. Besonders die Wischfunktion finde ich gut, da es einfach nochmal den restlichen Staub aufnimmt. Das damit nicht festsitzender Dreck weggeht ist klar. Es ist auch nur ein ganz feiner Wasserfilm, was bei Laminat sehr wichtig ist.

    Er trifft die Ladestation auch immer sehr gut, das habe ich bei meinen Geschwistern mit anderen Robosaugern schon ganz anders gesehen.

    Ansonsten habe ich die gleichen Kritikpunkte:
    – Karte sollte Dauerhaft in der App bleiben
    – man sollte No-Go-Zonen definieren können (aktuell kann man nur Bereiche markieren die gesaugt werden sollen, ist aber etwas fummelig)

  9. Habe mir vor ein paar Wochen die erste Generation bei gearbest gekauft, da der S50 für mich keine Vorteile hätte. Erst mal großes Lon an gearbest, das teil war in 4 Werktagen nach Bestellung bei mir, finde ich ordentlich. Der Sauger selbst ist auch top. Ordentliche Saugleistung und bor allem richtig gute Navigation! Zwar natürlich nicht ausreichend um die Wohnung gründlich sauber zu halten, aber zumindest um die meisten Tierhaare regelmasigzu entfernen.

  10. Könnt schwören, gen1 hieß bei mir rockrobo

  11. Der Redakteur says:

    Habe die zweite Generation Mitte November 2017 bestellt und Mitte/Ende Dezember erhalten. Geniales Teil. Die Mapping-Funktion ist das beste – selten soviel Spaß beim Saugen gehabt. Lässt sich sogar mobil verfolgen. Wischfunktion hatte ich bislang nicht im Einsatz. Die Zone-Cleaned-Up-Funktion ist genial und reinigt einen zuvor zurechtgezogenen viereckigen Bereich z.B. Bad (bei runden Bereichen bzw. Wänden, Bereich einfach etwas größer ziehen). Verknüpfungen für Räume lassen sich leider weder innerhalb der App noch außerhalb z.B. per Widget erstellen (zumindest habe ich keinen Weg gefunden wie). Aber dennoch relativ simpel zu bedienen, einfach innerhalb der App auf gewünschten (vordefinierten) Bereich tippen. Ach ja leider keine Alexa-Anbindung möglich ohne seine Einkäufe bei Amazon zukünftig auf englisch machen zu müssen (bleibe bei Amazon.de und dort gibt es den Skill noch nicht). Noch ein Hinweis zur Lieferung: Diese verzögerte sich, da die Bestellung an eine Postfiliale gehen sollte (dachte irgendwas von DHL gelesen zu haben). Letztendlich erfolgte der Versand über Hermes. Der Support von Xiaomi stellte eine Sendungsnachfrage, parallel habe ich die Adresse über die Hermes-Hotline geändert und vier Tage später war der Roboter da. Top Service von Xiaomi. Noch ein Hinweis zum WLAN. Roboter funkt im 2,4 GHz-Bereich – beim Kauf auf die nötige Abdeckung im Haus achten. Und was den Datenschutz angeht, Netzteil und Roboter stecke ich nach der Reinigung bis zum nächsten Mal aus. Muss meine Wohnung vor dem Saugen ja eh kurz präparieren: Stühle verrücken etc.: Wer noch fragen hat, einfach melden 😉

  12. Sehr interessanter Test des Roboters. Ich denke Saugroboter sind perfekt dafür geeignet, wenn man sie regelmäßig durch die Wohnung laufen lässt, um den groben Schmutz weg zu machen. Das bereitet besonders unter der Woche eine kleine Freude, da die Wohnung nicht so schnell verschmutzt. Insbesondere wenn man Haustiere hat liegen Haare auf dem Boden und diese wegzumachen kann schon eine Daueraufgabe sein.
    Wenn man am Wochenende dann ergänzend die Ecken säubert, rundet das die Sauberkeit ab.
    Von den Wischfunktionen halte ich persönlich nicht all zu viel, denn ich denke diese sind nicht ordentlich genug. Alles in Allem würde ich allerdings nicht mehr ohne Saugroboter leben wollen, denn ein solcher ist schon eine riesige Erleichterung.

    Danke für den ausführlichen Test, sehr interessant!

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