Spotify in HiFi-Qualität: Termin bleibt unbekannt

Wir wissen, dass Spotify plante, HiFi-Qualität für seine Kunden anzubieten. Vermutlich plante man auch, etwas mehr Geld dafür zu nehmen. In der Zwischenzeit ist viel passiert – außer bei Spotify. Tidal hat eine neue Abo-Stufe und Apple Music sowie Amazon Music bieten ihren Kunden High-Fidelity-Sound – ohne Aufpreis. Spotify selbst hält immer noch an seinem Plan fest, man kommuniziert aber noch immer keinen Termin. Der neuste Wasserstand ist im Community-Forum des Unternehmens zu lesen:

Wir wissen, dass HiFi-Qualität für Sie wichtig ist. Uns geht es genauso, und wir freuen uns darauf, Premium-Nutzern in Zukunft ein Spotify-HiFi-Erlebnis zu bieten. Aber wir können noch keine Details zum Timing verraten.

Die ehrlich gemeinte Frage ist wohl: Wer hört wirklich die Unterschiede zwischen der hohen Qualität, die es früher gab – und dem High-Fidelity-Sound, der nun angeboten, bzw. im Falle von Spotify zukünftig wird? Ich denke, dass für eine spitze Nutzergruppe das Ganze höchst interessant ist, für den Großteil wohl eher nicht. Immerhin eine Funktion, mit der die Unternehmen um Nutzer buhlen können.

Gefällt dir der Artikel? Dann teile ihn mit deinen Freunden.

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

Neueste Beiträge

Mit dem Absenden eines Kommentars stimmst du unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung von dir angegebener, personenbezogener Daten zu.

42 Kommentare

  1. Naja, sowas braucht man doch fürs Prestige und um Tests zu gewinnen. Manche Autohersteller haben einen tollen Ruf wegen ihrer Topmodelle und verkaufen in Masse dann die kleinen Modelle. Der Ruf ist eben ein Teil des Marketing. Allerdings verstehe ich dann nicht weshalb es keinen Homepod Support gibt…

  2. Jeder der das notwendige Equipment hat. Auch Laien hören das sehr schnell.

    • Und, hat das wohl die Masse der Nutzer? Darum geht’s. Wie konsumiert wird.

      • Und wozu xx Mio. Songs anbieten, wenn die grosse Masse eh nur seichte Musik aus den Charts konsumieren, weil sie zu faul zum selber suchen sind? Eben, für die anderen, die etwas mehr wollen, die anders konsumieren. Natürlich braucht man das geeignete Equipment um einen Unterschied hören zu können. Die Kommentare betreffend „niemand kann einen Unterschied hören, mach diesen Test, blablabla“, sind so sicher, wie das Amen in der Kirche

      • Verstehe nicht warum man dagegen argumentieren sollte? Es wird niemanden etwas weggenommen sondern wir bekommen mehr Möglichkeiten. Das ist doch nicht schlecht? Ja, der Masse ist das egal daher hat es Apple kostenfrei gemacht und tidal ist da wo es ist.

        • HiFi ist Bullshit. Man kann nicht mal Lossless von einem guten Codec unterscheiden. Die c’t hat das bereits im Jahr 2000 in einem ABX-Test festgestellt. Die Trefferrate von CD und 256k MP3 unterschied sich statistisch nicht. Und das auf top-Equipment (Sennheiser Orpheus, B&W Nautilus, Marantz CD-Player, etc). Nach dem Artikel haben zig Leser rumgeheult. Die c’t hat darauf hin ein paar von denen eingeladen, aber die konnten die Quelle auch nicht unterscheiden.
          https://www.heise.de/ct/artikel/Kreuzverhoertest-287592.html

          Seit dem gab’s zig Tests, die zum gleichen Ergebnis kommen. Hier kann das jeder mal auf seinem Equipment testen: http://abx.digitalfeed.net

          Wissenschaftlich wurde das bereits vor 100 Jahren erklärt (Shannon-Nyquist Sampling Theorem). Wer sich mal einlesen möchte, hier ist ein Standard-Artikel zum Thema, den man kennen sollte:
          https://web.archive.org/web/20120306150922/https://people.xiph.org/~xiphmont/demo/neil-young.html

          HiFi ist lediglich gut fürs Marketing. Das muss heutzutage halt mit auf die Feature-Liste.

          • > Die c’t hat darauf hin ein paar von denen eingeladen, aber die konnten die Quelle auch nicht unterscheiden.

            Na, in einer fremden Umgebung mit fremdem Equipment könnte ich auch erst mal gar nix unterscheiden. Wenn ich neue Songs auf meinem eigenen Equipment in meiner eigenen Umgebung 2× täglich anhöre, dann braucht es auch durchschnittlich 5 Tage, bis ich die Fehler soweit gelernt habe, dass sie über die Schwelle ins Bewusstsein vordringen. Das Gehirn arbeitet halt einfach so, dass es am Anfang schnell mit einer unscharfen Lösung daherkommt, und erst nach einiger Zeit alle Details berücksichtigt werden. Evolutionsbiologisch gesehen geht das gar nicht anders. Wenn der nicht schnell genug reagieren kann, dann ist der tot.

    • Im Jahr 2020 haben angeblich über 98% der Spotify Nutzer den Dienst via Smartphone benutzt. Ich denke davon hört keiner den Unterschied zwischen aktuellem Klang und HiFi.
      Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/910401/umfrage/umfrage-unter-spotify-nutzern-zur-nutzung-des-internets-nach-endgeraet/

      Ich höre bei Apple Music mit den AirPods Pro auch keinen Unterschied zwischen lossless und normal. Angeblich limitiert hier Bluetooth.

  3. Spotify bekommt inzwischen gar nix mehr auf die Reihe.
    Sei es die seit Jahren halbgare Apple Watch App, die immer noch fehlende native Unterstützung der Homepods oder jetzt die bessere Soundqualität.
    Das einzige was klappt sind alle halbe Jahre ein neues, verschlimmbessertes UI.

    • Wo Du die App auf der Watch angesprochen hast: Ich habe immer wieder das Problem, dass die App sich nicht starten lässt bzw. sich gleich nach dem Start wieder beendet. Was hilft, ist die App von der Watch zu entfernen und neu zu installieren – aber eben auch nur bis zum nächsten Mal, was in aller Regel nicht lange auf sich warten lässt. Woran kann das liegen?

      • ich hab das gleiche Problem und alle Hilfeseiten gelesen…inkl. Neuinstallation und Neustart von beiden….Das Ergebnis war frustrierend. Ich hab dann Deezer getestet und da läuft es super auch ohne iPhone (watch cellular)……..Ich hätte wirklich gern Spotify genutzt, die Musikauswahl kommt mir näher, aber ohne watch support hab ich nicht wirklich Lust…
        Deezer hat dafür einen grauenhaften Skill bei Alexa……..Was rundes und gutes scheint keiner hin zu bekommen.

      • Kann ich dir nicht sagen. Ich hatte die Watch App irgendwann sogar mal selbst deinstalliert weil sie sich immer wieder aufgehängt hatte, irgendwann hatte Spotify das wohl mal mit nem Update behoben. Vielleicht ist der Bug inzwischen wieder da. Ich nutze kein Spotify mehr.

  4. Das war einfach win clevrerer Marketing-Zug bon Spotify. Wie so oft.

    Nachdem es andere gemacht haben, selbst groß ankündigen und dann nicht liefern (wie so oft übrigens).
    Aber so bleibt man am Ball und die Kunden springen nicht ab.

    Ein Grund mehr, Spotify zu kündigen. Ehrlich sind die schon lange nicht mehr.

    Schade, weil gut waren sie mal.

    • Dafür ist die Benutzung am iMac einfacher. Bzw das Zusammenspiel der Geräte. Man findet besser neue bzw unbekannte Songs. Hörenswerte Radiosender haben ihre Playlists im Angebot.

      Wenn ich Apple Music vergleiche, dann wird mir da gefühlt nur das übliche Chartgedudel vorgesetzt. Und die Nutzung ist auch sehr umständlich.

  5. Naja, ich denke ob man den Unterschied tatsächlich hört oder nicht…. Es ist zumindest bei Tidal ein Merkmal um mehr Kunden auf eine neue, höhere Stufe zu bekommen. Man lockt Kunden mit dem Basisabo und beginnt dann mit dem Upselling. Hifi ist für Audio was 4K für Video ist. Der eine sieht es, der andere nicht; die eine hat das richtige Equipment um es zu nutzen, die andere nicht.

  6. Der einzige Grund warum ich nicht gewechselt habe war diese Ankündigung.
    Okay und ich Liebe diese Jahreszusammenfassung.
    Aber Geduld wird mit Sicherheit belohnt, ewig werd ich dann aber auch nicht warten.
    Wobei Smartphones (non-LG) ohnehin schwache DACs haben, und BT lossless noch nicht eingeführt sind, daher muss man da jetzt auch kein Fass aufmachen.
    Die wenigsten streamen tatsächlich viel(!) Spotify direkt aufs Hifi system. Und wenn, dann ist Roon als Management, Tidal oder Qobuz zum streaming längst eine alternative für Zuhause.
    Mit dem einzigen Nachteil, damit nicht den Algorithmus zu füttern.

  7. Für alle die es interessiert, ob sie den Unterschied hören, gibt es http://abx.digitalfeed.net/ – aber auch dabei gilt, wenn Bluetooth genutzt wird ist dies der limitierte Faktor. Bei Apple sieht es mit AAC soweit ich weiß schlimmer aus (320kbit/s) als bei Geräten mit aptX HD (576kbit/s) oder LDAC (990kbit/s).

  8. Spotify interessiert sich nur für immer mehr Nutzer. Der Premium-Nutzer ist nur die Melkkuh, damit der Dienst überhaupt noch angeboten wird. Nach wie vor macht Spotify keine Gewinne. Lossless ist auch ein Kostenpunkt und die kostenlose Verbesserung der Konkurrenz hat Spotify kalt erwischt. Für mich war es jedenfalls ein Grund zum Wechsel. Dabei merkt man dann auch, was bei Spotify so alles schief läuft – von den nicht passenden Musikvorschlägen, das Zumüllen der Startseite mit Podcasts und immer wieder die gleiche Musik in den erstellten Sendern. Das Fehlen der besseren Streamingqualität ist dann nur noch das i-Tüpfelchen zum Wechsel zu einem anderen Anbieter. Und ja – man hört es. Natürlich nicht mit 49 Euro Chinaböllern in den Ohren….

    • So ist es. Ich bin nun nach sechs Jahren seit zwei Tagen von Spotify weg. Der Algorithmus ist unterste Kanone und der Qualitätsunterschied ist selbst mit mx3 (LDAC) hörbar. Kann mein Glück kaum fassen, nach Import aller Playlists etc. bei Deezer praktisch von Anfang an relevante uns gute Songvorschläge zu bekommen.

    • Willkommen im Kapitalismus

    • Wenn Spotify angeblich keine Gewinne macht, wo hat Daniel Ek dann die 100 Millionen Euro her, die er kürzlich in ein Militär-KI-Startup investiert hat? https://app.handelsblatt.com/technik/forschung-innovation/start-up-helsing-spotify-gruender-ek-steckt-100-millionen-euro-in-kuenstliche-intelligenz-fuers-militaer/27779646.html

      • Du solltest Dich ein wenig mit der Vita von Daniel Ek beschäftigen. Zudem steht schon in dem von Dir verlinkten Artikel (selbst gelesen?), dass er aus seinem existierenden Privatvermögen eine Firma gegründet hat, aus der das Investitionsvolumen kommt. Oder kurz gesagt: Ek war schon vor der Gründung von Spotify stinkereich.

    • Warum sollte man auch etwas schnell anbieten was über 90% der Kunden eh nicht nutzt? Apple hat Lossless ja nur ins bestehende Abo integriert um seinen stagnierenden Dienst zu puschen. Nicht ohne Grund gibt es seit Jahren keine Apple Music Abozahlen mehr bekannt. Und wie beliebt Lossless ist sieht man ja an Tidal. Es gibt keinen besseren Anbieter als Spotify. Gerade in Sachen Geräteunterstützung und Vorschläge. Das stinken die anderen dagegen nur ab. Übrigens hört man mit Apple Music und den AirPods Max auch keinen Unterschied. Oder ist das auch ein „Chinaböller“? Außerdem macht Spotify durch aus Gewinne. Ihre Behauptung entspricht nicht der Wahrheit. Die Expansion und Zukäufe kosten halt auch entsprechend Geld.

      • > Und wie beliebt Lossless ist sieht man ja an Tidal. Es gibt keinen besseren Anbieter als Spotify.

        Hatte nicht Tidal zu Anfang kaum Inhalte anzubieten? Inzwischen haben sie ebenfalls ~80 Millionen Songs wie alle anderen, aber das alte Vorurteil hängt immer noch in den Köpfen der User fest. Der zusätzliche Tidal HiFi Plus Tarif für 20€ eignet sich für Leute, die sicherstellen wollen, dass ihr Monatsbeitrag auch tatsächlich bei den Künstlern ankommt, die sie selber gehört haben und nicht der Nachbar in Dauerschleife. Das bietet kein anderer Musikstreamingdienst. Und schließlich ist für Free User Deezer besser geeignet, weil da nur ein Drittel der Werbung läuft. Auf Spotify Free ist das unerträglich geworden.

  9. oh Mann, immer die gleichen Diskussionen. Es ist doch völlig egal ob jemand den unterschied hört oder nicht. Das kann und muss jeder für sich selbst entscheiden. Unterwegs höre ich Musik über Bluetooth Kopfhörer. Zu Hause höre ich über einen hochwertigen DAC und hochwertigen Kopfhörer. neben Musik von meinem Server nutze ich Tidal HiFi. und natürlich höre ich da einen unterschied. Das kann bei anderen womöglich völlig anders sein. Also… Hören und hören lassen… 😉

  10. > Die ehrlich gemeinte Frage ist wohl: Wer hört wirklich die Unterschiede zwischen der hohen Qualität, die es früher gab – und dem High-Fidelity-Sound

    Interessanter finde ich eher die Frage, wer schneidet denn wirklich mal einen solchen von den Streamingdiensten als unkomprimiert beworbenen Song mit und vergleicht die Datei dann mit diff mit einer lokal von der CD gerippten Version?

  11. Und was bringt es wenn man an manchen Tagen nur elendiges Stottern hat?
    Nein kein Inet oder W-LAN Problem.
    Yamaha Musiccast via LAN angeschlossen.

  12. Max Hüttmeier says:

    Ok, wenn Spotify es anbietet werde ich es mal testen, ob es bei meinem Equipment (Sonos) etwas bringt. Ansonsten höre ich Spotify viel im Auto und im Büro. Da ist es kein Thema.
    Ansonst bleibe ich bei Spotify, ich habe keine Probleme mit der App, auch mit Google Car funktioniert es einwandfrei. Die Anbindung an Sonos ist gut.
    Bei Hörbüchern wäre eine bessere Unterstützung schön, aber es geht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Es werden alle Kommentare moderiert. Lies auch bitte unsere Kommentarregeln:

Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen. Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte - gerne auch mit Humor.

Du willst nichts verpassen?

Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den Hauptfeed abonnieren.