Socratic: Hausaufgaben-App wurde von Google übernommen, wird nun von dessen KI unterstützt

Hausaufgaben- oder Lern-Apps gibt es in den jeweiligen Stores ja doch so einige. Eine davon, die sich nicht nur der Mathematik, sondern auch der Wissenschaft, Literatur oder auch Sozialwissenschaften verschrieben hat, ist Socratic, die es 2017 unter anderem unter die besten Apps des Jahres im Google Play Store geschafft hatte.

Den Anfang macht Socratic als reine Q&A-App, man konnte also Fragen bezüglich seiner Aufgaben eingeben und erhielt im Anschluss hoffentlich hilfreiche Antworten. Später kam eine Foto-Funktion hinzu, mit der ihr eure Aufgaben einfach abfotografieren und so zur Beantwortung einreichen konntet. Im Juni dieses Jahres hieß es dann – unter reichlich Protest aus der Community – dass Socratic aus diversen Gründen seine Q&A-Webseite abschalten werde.

In einer Meldung vom 15. August 2019 informierte Google dann schließlich, dass man sich Socratic angenommen (übernommen) habe. Gekauft wurde die App laut TechCrunch aber bereits im März des vergangenen Jahres, so ließe es zumindest ein Statusupdate des Gründers von Socratic bei LinkedIn vermuten.

Und auch der Grund für die Übernahme ist mittlerweile klar, denn die neue iOS-Version der App setzt ab sofort auf Googles künstliche Intelligenz zum Beantworten der Nutzeranfragen.

Solving a math equation and a physics problem with Socratic’s help

Wenn ihr dort ab sofort ein Foto einer Aufgabe einreicht oder eine Frage per Sprache übermittelt, erhaltet ihr von Socratic nicht nur diverse Erläuterungen und einen passenden Q&A-Bereich zum Durchforsten zurück, sondern bekommt auch passende Links und sogar verwandte YouTube-Videos angeboten, damit eure Frage auch möglichst umfassend beantwortet wird. TechCrunch beschreibt das Ganze recht gut als „Suchmaschine speziell für Hausaufgaben“.

Wo der Schüler oder Student im Unterricht noch seinen Lehrer oder Dozenten fragen kann, bleibt ihm daheim nur die mühsame Recherche in der Hoffnung, eine passende Antwort zur Frage zu bekommen. Dabei soll euch Socratic nun deutlich besser als zuvor helfen können. Dafür soll die App außerdem auch Fachinformationen zu über 1.000 Themen aus der Hochschule beziehungsweise dem Gymnasium parat, die mit Hilfe von Pädagogen entwickelt und zusammengetragen worden sein sollen. Selbst die einer Fragestellung zugrundeliegenden Konzepte einer Aufgabe kann die KI von Google wohl über Socratic einblenden, damit man sich einen besseren Überblick verschaffen kann:

Socratic takes a problem, X-rays it, and extracts the underlying concepts.

Wie bereits erwähnt setzt die aktuelle Version der iOS-App (wo sie auch schon den Zusatz „by Google“ im Namen trägt) bereits auf jene Neuerungen, die Android-Version soll bald folgen.

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Benjamin Mamerow

Nordlicht, Ehemann und Vater, hauptberuflich mit der Marine verbündet. Außerdem zu finden auf Twitter. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: benjamin@caschys.blog

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2 Kommentare

  1. Der App-Store sagt: „In ihrem Land nicht verfügbar.“
    War das mal anders oder soll die App bald in D verfügbar sein?

  2. Ist das nicht die App aus Big Bang Theory

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