Smartphone-Markt brach laut Gartner im ersten Quartal 2020 um 20 % ein

Die Analysten von Gartner bescheinigen dem internationalen Smartphone-Markt im ersten Quartal 2020 einen Einbruch um 20 % in den Verkaufszahlen. Hersteller wie Huawei, Oppo und Samsung sollen zweistellige Verkaufseinbußen hingenommen haben, wenn man mit dem ersten Quartal 2019 vergleiche. Verursacher sei die Corona-Krise.

So seien natürlich die Zulieferungsketten beeinträchtigt aber auch die Kauffreude der Kundschaft arg gebremst worden, da viele Menschen andere finanzielle Sorgen hatten. Man spricht daher bei Gartner vom größten Absturz, den der Smartphone-Markt bisher erlebt habe. Einzig Xiaomi habe sich noch gut aus der Affäre ziehen können und steht daher unter den fünf größten Smartphone-Herstellern als einziger mit einem kleinen Plus da.

 

Am härtesten traf es Huawei: Die Auslieferungsmengen sanken im direkten Vergleich des ersten Quartals 2020 mit dem Vorjahreszeitraum um 27,3 %. Ich denke das wird darauf zurückzuführen sein, dass bei Huawei noch erschwerend hinzukommt, dass man die Google-Dienste nicht mehr verwenden kann. Das dürfte die Absatzzahlen in Europa schwer getroffen haben. Aber auch Marktführer Samsung musste ein Minus von 22,7 % hinnehmen.

Beim Drittplatzierten, Apple, waren es „nur“ -8,2 %, während Oppo auf Platz 5 auf ein Minus von 19,1 % kommt. Xiaomi auf Platz 4 konnte sich laut Gartner durch Fokus auf seine Online-Vertriebskanäle und die starke Redmi-Marke retten. Deswegen dürfte Xiaomi wohl auch im Rest des Jahres im Vergleich zu anderen Herstellern ganz gut wegkommen. Huawei hingegen steht vor den schwersten Herausforderungen, denn ohne Google-Dienste wird es schwer werden Neukunden zu gewinnen.

Apple hätte laut Gartner vermutlich Rekord-Verkaufszahlen verbucht, wäre da eben nicht COVID-19. So kam das neue iPhone SE bisher hervorragend bei den Kunden an. Nun kann man eben nur abwarten, wie sich der Smartphone-Markt im weiteren Verlauf des Jahres entwickeln wird.

Gefällt dir der Artikel? Dann teile ihn mit deinen Freunden.

André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

Neueste Beiträge

Mit dem Absenden eines Kommentars stimmst du unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung von dir angegebener, personenbezogener Daten zu.

31 Kommentare

  1. Da sollten die Unternehmen schnell mal Hilfen in Milliardenhöhe anfordern.

  2. Rene Witt says:

    CORONA hin Corona her.

    Die Preise der Geräte ist einfach zu stark gestiegen. Dazu kommt das selbst günstige Modelle für viele reichen. Oder aber deren alte Modelle

    • Sebastian says:

      Vielleicht warten auch manche darauf, dass es mal wieder ein Handy gibt das kleiner als der Fernseher ist…

      • @Sebastian
        Was ein hohler Vergleich, du kannst aber gerne mal mit dem Fernseher unterm Arm herumlaufen und erzählen das es dein Smartphone ist, dann weiste wie affig solche Aussagen sind. Die Dinger haben sich verkauft weil sie gut sind, die Technik ist zur Zeit voll ausgereift das es derzeit keinen Grund gibt rechtfertigen würde, sich ein neues Smarthone zu kaufen, außer das eigen ist defekt, verloren oder so.

      • Die Leute fragen in der Breite möglichst große Smartphones nach. Gefällt mir persönlich ebenfalls nicht, da ich gerne handlichere Geräte hätte aber so ist es nun mal.

    • Eben. Jedes Jahr ein neues, das geht nicht mehr. Dazu die Preise, die so hoch sind, dass es langsam absurd wird. Ich will wieder echte Innovationen sehen und Verbesserungen, nicht Anpassungen in Minischritten. Ein Steve Jobs hätte das iPhone X wahrscheinlich gar nicht rausgebracht, ehe die Notch nicht beseitigt werden könnte. Aber ein Tim Cook ballert dir jedes Jahr eine neues Gerät um die Ohren, ohne es wirklich verbessert zu haben.

      Was soll ein Smartphone ohne OLED im Jahr 2020? Der nächste Schritt wird MicroLED/MiniLED sein. fertig. Keine Notch mehr. Endlich mal ein Akku, der auch länger hält und das Gewicht sollte auch mal wieder sinken. Power haben die alle mehr als genug inzwischen, da brauche ich nicht jedes Jahr ein Upgrade für.

      • Rene Witt says:

        Der ausschnitt wäre auch unter Jobs gekommen, hat er doch die iPhone Benutzung stark verändert

        • Wat? Genau… er hat die iPhone-Nutzung deutlich verschlechtert. Ganz tolle Leistung. Als nächstes erzählst du mir noch von einer Anwendung, die die TouchBar sinnvoll nutzt. Und jetzt sag nicht, das Vorspulen in Videos macht dir jetzt deutlich mehr Spaß.

          Ob er jetzt unter Jobs gekommen wäre oder nicht… ich konnts mir nicht verkneifen, aber es ist schlussendlich auch egal.

          • Rene Witt says:

            Da Jobs tot ist, werden wir es nie erleben. Aber die Touchbar kann sinnvoll sein, ob man es nutzt sein Mal dahin gestellt

            Wenn dich Face ID und touchbar nerven, es gibt andere Ökosystem die haben sowas nicht.

      • Die technische Weiterentwicklung rechtfertigt es auch einfach nicht mehr. Selbst ein „uraltes“ Samsung S8 – das immerhin schon drei Nachfolger hat – ist immer noch ein extrem gutes Smartphone und die Verbesserungen der Nachfolger sind dann doch eher Nuancen und keine großen Sprünge wie dies früher der Fall war.

  3. Wenn diese Krise etwas Gutes hat, dann vielleicht die Erkenntnis dass es Wichtigeres gibt als jedes Jahr das neueste Smartphone zu besitzen.

    • Thomas Höllriegl says:

      Der Gedanke ist schön, aber ich vermute, nicht zutreffend.

    • Was den? Harfe spielen und kumbaja singen? Wenn es dir um Menschen geht, die Wirtschaft sind Menschen. Güter müssen produziert werden weil es sonst keine Güter gibt die man nutzen oder essen kann. Wer wie sie Amish leben will, der kann das jetzt schon. Aber ständiges Stottern das es wichtigeres gäbe.. Erzähl das Menschen in einem slum von Rio. Dieses religiöse Geflüstert von linksliberalen und Marxisten zeugt schlicht von ökonomischen Analphabetismus.

  4. Ich wäre dafür die Endgeräte-Subvention bei Mobilfunktarifen komplet abzuschaffen. Wenn das für alle untersagt wäre, dann würde das aus meiner Sicht auch alle Anbieter gleich „benachteiligen“, was dann wieder fair ist.
    Zusätzlich sollte es eine Pflicht zum günstigen Wechselakku geben. Es muss nicht zwingend jeder selber den Akku tauschen können. Es sollte aber eine günstige/angemessene Möglichkeit geben den Akku wechseln zu lassen. Und das nicht nur beim Hersteller.
    Das hätte aus meiner Sicht zur Folge, dass die Hauptgründe für Smartphone/Handy-Wechsel wegfallen. Akku zu geringe Kapazität / Vertrag wird verlängert und man bekommt was „Geschenkt“. Letzteres stimmt natürlich nicht. Man bekommt nichts geschenkt. Aber es wird so beworben und fühlt sich so an.

    • @ Apollo

      Dein letzter Satz stimmt nicht. Mein Mi 9T hatt letzen Sommer als es raus kam 329€ gekostet. Zahlen muß ich 10€ mtl + 1€ macht 241€ . Also hab ich den Rest geschenkt bekommen.

      • @Celli
        Ich verstehe was du meinst. Der Anbieter, bei dem du gebucht hast, macht aber sicher keinen Verlust damit. Er macht halt eine quersubventionen und du bekommst das Gerät gefühlt günstiger.
        Wenn es diese Möglichkeit nicht gäbe, dann würden die Tarife zwischen den Anbietern besser vergleichbar und durch die Konkurrenz günstiger. Auch bei den Stand-Alone-Endgeräten würden die Preise eher fallen, da es einen größeren Preiskampf in dieser Gruppe gibt.
        In Summe solltest du dann auch nicht mehr bezahlen. Du könntest sogar Angebotsaktionen für beides getrennt wahrnehmen und vielleicht noch günstiger einkaufen.

    • Ich weiß nicht, ob man alles rechtlich regeln muß. Handy-Subventionen kann jeder selber überlegen, ob er das braucht. Akkuwechsel sehe ich anders. Das sollte mit wenig Werkzeugeinsatz möglich sein, ohne Geräte zu zerstören. Das meint aber keine klassischen Wechsel-Akkus, die wurden durch Powerbanks längst unnötig.

      Insgesamt sind die Fortschritte einfach nicht mehr so groß. Die Geräte können, Akkuleistung vorausgesetzt, locker ein paar Jahre genutzt werden. Selbst mein Redmi Note 3 mit SD625 und 3/32 GB von vor über 4 Jahren und damals 130 € reicht noch als daily driver.

    • Rene Witt says:

      Der Akku hält bei den meisten doch lange. Gerade im Androide Bereich sind es doch die Software Updates die das System über kurz oder lang ersetzbar machen –

    • Was Du meinst, ist eine im Laufzeitvertrag enthaltene Finanzierung. Jeder, der die Grundrechenarten ansatzweise beherrscht, sollte schon seit mindestens 10 Jahren darauf gekommen sein, dass da schon seit über einem Jahrzehnt nicht mehr „subventioniert“ sondern nur noch abgestottert wird.

      Und solange die Geräte mit dem am häufigsten verkauften Betriebssystem nach zwei, drei Jahren mangels Softwareupdates zu Elektroschrott werden, gibt es eigentlich auch keinen Grund, da den Akku tauschen zu wollen. Macht nur Sinn, wenn man die Hersteller gleichzeitig zu mindestens fünf Jahren Sicherheitsupdates verdonnern würde.

    • Die gibt es doch schon ewig nicht mehr in nennenswerter Form.

  5. Man kann kein Huawei kaufen. Man kann kein Samsung kaufen. Apple sowieso nicht.

  6. Die meisten Leute kommen mit einem Mittelklasse-Smartphone für etliche Jahre aus. Außer es geht kaputt.
    Inzwischen ist sowohl Android als auch iOS so gut optimiert, dass bei korrekten Einstellungen der Akku auch lange genug hält. Mich stört eher, dass man den Akku nicht mehr wechseln kann. Das könnte auch dazu führen, dass man ein neues mag statt den teuren Wechsel zu zahlen. Haben sie sich schon so ausgedacht, die Hersteller.
    Ich hatte meine letzten Phones je knapp 5 Jahre, und danach wurden sie weiterverwendet von der Familie oder Freunden. Fürs Telefonieren, chatten und Fotografieren reicht es locker. Und wirklich zocken tun die wenigsten.

  7. „Fotografieren“ … mit einem 7Jahre altem Phone? Nenne das mal lieber nicht forografieren.

    • Genau!

      Anselm Adams hat ja auch nur mit so Gurken photographiert. …für mich zählen dessen Schnappschüsse allenfalls als „knipsen“.

      • Das war klar das das ne Anselm Adams Diskussion nach sich zieht.

        Ich beziehe mich auf die 7Jahre alten Schrott Sensoren … Du fotografierst ja nicht mit Film in deinem Phone das wäre was anderes …

        • Na, das macht dann doch keinen Unterschied, weil die Sensoren, die du heute benutzt, sind doch dann in sieben Jahren auch Schrott (zumindest deiner Logik nach)…

    • Gutes Leben says:

      Stimme Dir vollkommen zu. Ein 7 Jahres Highend-Smartphone ist doch selbst der aktuellen Mittelklasse unterlegen. Die Entwicklung gerade der Kameras und der Software haben in den letzten Jahren einen gewaltigen Sprung gemacht.

    • Wer bist denn du, dass du dir zutraust, mal eben locker und pauschal für alle Handybenutzer festzulegen, welche Bildqualität sie gefälligst für ihre eigenen privaten Schnappschüsse mindestens zu akzeptieren haben?

      Lass mal die Kirche bitte im Dorf…

      Und immer daran denken: eine gute Kamera alleine macht noch keinen guten Fotografen 😉

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bevor du deinen Kommentar abschickst:
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen. Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte - gerne auch mit Humor.

Du willst nichts verpassen?
Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den Hauptfeed abonnieren. Alternativ könnt ihr euch via E-Mail über alle neuen Beiträge hier im Blog informieren lassen. Einfach eure E-Mail-Adresse hier eingeben, dann bekommt ihr 1x täglich morgens eine Zusammenstellung. Mit dem Absenden willigst du unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung von dir angegebener, personenbezogener Daten zu.