Samsung will sich auch bei Android Wear von anderen unterscheiden

Die Android Wear Smartwatch von Samsung war so eine kleine Überraschung der Google I/O 2014. Hat sich bis kurz vor der Vorstellung aus der Gerüchteküche herausgehalten und kann dennoch schon bestellt werden. Samsung hat bereits Erfahrung mit Smartwatches gesammelt, Android Wear ist bereits das dritte System, das die Koreaner auf einem Wearable einsetzen. Die Samsung Gear Live soll aber nicht dauerhaft so bleiben, wie es sich Google mit Android Wear vielleicht gedacht hat.

Gear_Live

Wie Samsung gegenüber CNet mitteilt, ist die erste Version zwar zu 100% auf Google Dienste ausgelegt, das heißt, aber nciht dass dies auch so bleibt. Zwar gibt es noch keinen Zeitrahmen, aber Samsung will die eigenen Dienste integrieren, unter anderem S-Health auch auf Geräte mit Android Wear bringen. Den Pulsmesser hat die Gear Live schon einmal, auch die entsprechende App ist auf der Smartwatch vorhanden.

Dass Samsung sich nicht komplett auf die Google Experience einlässt, zeigen auch die Watchfaces. 7 kommen auf der Gear Live von google, 5 weitere hat Samsung integriert. Ebenso gibt es auf der Gear Live zwei Stoppuhren. Richtig, eine von Google, eine von Samsung. Einzig das grundlegende Design des Systems kann Samsung aktuell noch nicht ändern, das erlaubt Google bei Android Wear nicht. Mit der eigenen Oberfläche auf Smartphones geriet Samsung auch schon mit Google aneinander, was sich aber scheinbar wieder gebessert hat.

Insgesamt ist das eine recht schlaue Strategie von Samsung. Die Gear Live über den Google Play Store verkaufen und die Nutzer dann mit Samsung-exklusiven Zusatz-Features direkt noch zum passenden (Samsung)-Smartphone locken. Well played, hoffentlich ziehen da andere Hersteller nicht direkt nach, sondern lassen Android Wear erst einmal ausreichend reifen, bevor die große Fragmentierung beginnt.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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9 Kommentare

  1. ja so sehe ich das auch. Sollen die später mit differenzieren anfangen – jetzt ist zu früh. Hoffentlich öffnet google android wear noch…

  2. Das hat bei Sacha so einen negativen Unterton. Aber es ist doch gut, dass Android Wear kein fixes System ist, sondern flexibel und erweiterbar. Dass S Health auch auf der Gear Live kommt, ist doch nur konsequent. Und wer sich nicht dafür interessiert, muss es ja nicht nutzen. Man kann ja Alternativen installieren.

    Die Stärke von Android Wear ist eben auch die Erweiterbarkeit durch Apps und Möglichkeit zur Individualisierung nach dem eigenen Geschmack. Und auch die Samsung Gear Live ist Hersteller-unabhängig und kompatibel mit allen anderen Smartphones anderer Hersteller ab Android 4.3. Das wurde auf der Produktseite extra erwähnt.

  3. „Hoffentlich öffnet google android wear noch“ -> Ein großer Teil der Android API ist auf wear nutzbar. Da ist einiges möglich.

  4. Die wollen doch nicht ihr lahmes, überfrachtetes TouchWiz da drauf packen? Dann gute Nacht! Ich liebe Vanilla-Android auf meinem N4 und bekomme bei der quietschbunten Micky-Maus-UI von Samsung Augenkrebs 🙂

  5. Ich hoffe nicht das Google das ‚öffnet‘ weil sonst müssen Samsung Käufer jedes Jahr eine neue Smartwatch kaufen, weil es dann kein Update mehr gibt, mangels Arbeitsspeicher für Touchwiz. Siehe Galaxy S3. Samsung möge bitte verrecken gehen!

  6. 2 Stoppuhren braucht man auch 😮 Lieber sollten sie sich konzentrieren auf ergänzen von gut integrierten funktion

  7. Brauch man 2 Stoppuhren?!?

  8. Ist zwar eine Frage des Geschmacks aber wann baut Samsung endlich mal schöne SchlauUhren, dann könnte ich mir mal überlegen eine zuzulegen. Es muss auch nicht ein rundes Display sein wie bei der Moto 360, das ich für platzverschwendend halte, sondern gern quadratisch. Aber wenigstens etwas schöner könnte es doch sein.

  9. Was ich wirklich interessant finde, google lebt von qualifizierten Nutzerdaten. Ok, nur was „don’t be evil“ seit einiger Zeit erfolgreich versucht ist die totale Überwachung, wie es keine andere Firma macht. Kein Mensch regt sich auf über die neusten Errungenschaften auf wie
    Boston Dynamics, Nest, Deepmind, Titan Aerospace, Skybox und Dropcam. Dies ist ein massiver Einschnitt und mit Google Glass und Smart Watch die totale Überwachung. Dies geht über Drohnen ( evtl. sogar Kampf ) bis hin zur Video Überwachung zuhause, gepaart mit Gesundheitsdaten und die Überwachung was jeder von uns sieht und erlebt.
    Ganz ehrlich, ich bin wirklich ein Tec- Freund aber alle diese Daten an ein Unternehmen welches von Nutzerdaten lebt, geht mir persönlich wirklich zu weit.

    Jeden den es interessiert empfehle ich mal diese Seite

    http://www.precursorblog.com

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